Prof. dr. Offensichtlich

Prof. dr. Offensichtlich hat rausgekriegt, warum man doppelt verblindete studien macht:

Subtiler Einfluss: Nicht nur die Erwartungen des Patienten, auch die des Arztes spielen für den Erfolg von Behandlungen eine wichtige Rolle. Wie Experimente offenbaren, wirkt ein Scheinmedikament deutlich besser, wenn der Behandelnde es selbst für eine effektive Arznei hält. Erklären lässt sich dieser Effekt womöglich durch subtile Veränderungen im Gesicht des Arztes. Diese sozialen Zeichen scheinen die Patienten unbewusst zu beeinflussen, berichten die Forscher im Fachmagazin „Nature Human Behaviour“.

Schwärmerisch-religjöse menschen wussten aber schon immer, dass so ein gebet für einen kranken viel besser wirkt, wenn der betende ganz fest daran glaubt. 😉

Frauenkwote des tages

Eine frauenkwote für die unternehmensführung bedeutet für unternehmen, dass sie rd. zwölf prozent weniger reibach machen [link auf einen englischsprachigen text]. Tja, ist halt ziemlich doof, wenn kwoten auf grundlage genetischer marker (XX oder XY im 23. kromosomenpaar) und nicht auf grundlage der befähigung und kompetenz eingeführt werden. Da könnte man auch gleich schädel vermessen und die leute danach einstellen, ob sie einen ariergnubbel haben, sage ich ja immer, wenn ich die neurotiker der „sozjalen gerechtigkeit“ mal ein bisschen kitzeln will. Hingegen würde hier mit einer kompetenzkwote von nur fuffzich prozent alles besser in wirtschaft und p’litik!

„Big däjhta“ des tages

[…] bei menschen, die [im fratzenbuch, meine anmerkung] die wörter „gott“, „familje“ und „beten“ verwenden, wird fünfzehn mal häufiger eine diabetes diagnostiziert

Ist doch toll! Die haben eine korrelazjon im datenabrieb der menschen gefunden, und schon kann man sich eine kausalität ausdenken. So funkzjoniert die wisschenschaft und die reklame im schönen neuen land big däjhta. Ich habe übrigens auch eine mögliche kausalität anzubieten, über die ich nicht einmal eine minute nachdenken musste: bewohner der ländlichen USA werden wesentlich häufiger die wörter „gott“, „familje“ und „beten“ verwenden als andere englischsprachige menschen — und wegen ihres ungesunden fraßes, den sie mit zuckerplörren runterspülen, auch wesentlich stärker zur diabetes neigen. Aber vermutlich hat das fratzenbuch die studie mitfinanziert, um den eindruck zu verstärken, dass das unseriöse und menschenverachtende geschäft der persönlich zugeschnittenen reklame irgendwie sinnvoll für reklametreibende sei. Demnächst gibts bestimmt auch reklame für medikamente und kwacksalbereien… 😦

Studie: deutsche doch noch nicht völlig verblödet

Studie:
Deutsche schätzen Digital-Kompetenz der Regierung als gering ein

In der tat, null ist ein sehr geringer wert. :mrgreen:

Ich glaube, wenn man tausend repräsentativ ausgewählte deutsche mal fragt, was das wort „digital“ eigentlich bedeutet, wird das ergebnis aber ein perfekter spiegel der kwietschenden inkompetenz der BRD-regierung. Denn die menschen hier werden nicht nur allmedial von scheißjornalisten totalverdummt, sie lassen sich das in ihrer erschreckend großen mehrzahl auch gern gefallen und haben keinerlei antrieb für irgendeine anstrengung zu wissenserwerb und meinungsbildung. Und so sieht es in der BRD dann auch aus.

Natürlich ist die studie eine PR-studie von vodafone, nicht irgendeine wissenschaft. Ich schätze übrigens den willen der diversen zugangsproweider, in der BRD eine flächendeckende versorgung mit halbwegs erträglichem internetz herzustellen und dafür eigenes geld zu investieren, ebenfalls als sehr gering ein. Aber mit den dummen BRD-bewohnern kann man das ja machen, und zwar so, dass man ihnen dafür zusätzlich auch noch die höchsten preise in der EU in rechnung stellt.

Adblocker des tages

Zwei drittel der nutzer von adblockern haben nach einer studie von reklameheinis immer noch nicht kapiert, dass es sich bei adblockern um die einzig wirksame vorbeugung gegen schadsoftwäjhr handelt, die über werbenetzwerke ausgeliefert wird. Die glauben immer noch, es ging nur um ein schöneres web ohne die asozjalen belästigungen durch scheißwerber. Vermutlich müssen diese ganzen menschen sich erstmal einen erpressungstrojaner einfangen, nachdem ihr kompjuter über ein unaufdringliches (aber mit verseuchtem javascript jede sicherheitslücke abklapperndes) werbedingens gepwnt wurde.

Hej, aber der kommende hirnfick für die dummen wird schon hübsch mit tollen „garantien“ vorbereitet:

Zusätzlich sollten die Anbieter ihren Nutzern garantieren, dass die Werbung die Auslieferung von Webseiten nicht verlangsamt und keine Schadprogramme enthält

Das werden wir alle demnächst noch häufiger so lesen.

Hier gibt es zwei punkte, zu denen ich gern ein paar wörter schreiben möchte

  1. […] dass die Werbung die Auslieferung von Webseiten nicht verlangsamt […]
    Nun, es sind zusätzliche daten, die über eine leitung mit begrenzter kapizität übertragen werden und vom webbrauser verarbeitet und dargestellt werden müssen. Es handelt sich also immer um eine verlangsamung. Wenn die daten aus diversen dritt- und viertkwellen zusammengeholt werden, kann dafür nicht HTTP-1.1-keep-alive verwendet werden, so dass es jedesmal zu einem neuen (und relativ zeitaufwändigen) verbindungsaufbau mit dem zugehörigen protokollkram kommt, was eine zusätzliche verlangsamung ist. Und wenn man dann auch noch einen volumentarif für sein internetz hat (für leser, die nicht in der BRD leben: das ist in der BRD völlig normal bei mobilzugängen, und jornalisten sprechen hier von „datenverbrauch“ und merken selbst nicht, wie dadaistisch dieses wort ist), dann wird das begrenzte datenvolumen von den zusammen mit erwünschten daten ausgelieferten lug- und mülldaten der reklameheinis weggeknabbert. Oder anders gesagt: die scheißreklame macht bei nutzern mit volumentarif das internetz insgesamt teurer oder nach einer drosselung nach volumenerschöpfung insgesamt viel viel langsamer. Wenn denn auch noch ein großteil des reklamekohds aus träckendem javascript besteht, das empfindlich in die privatsfäre eindringt, ist die nutzung eines adblockers eine vernünftige entscheidung und die verweigerung dieser nutzung eine dumme entscheidung.
  2. […] und keine Schadprogramme enthält […]
    Diese „garantie“ ist nur von wert, wenn sie mit ener zugesagten und im zweifelsfall einklagbaren, praktisch nicht begrenzten haftung für alle von schadsoftwäjhr in der werbung verursachten schäden einhergeht (das risiko kann ja von den werbetreibenden versichert werden) und wenn der nutzer auch nur den schimmer einer möglichkeit hat, rauszukriegen, welches scheißreklamenetzwerk für die übernahme eines kompjuters durch kriminelle (mit anschließendem manipulierten onlein-bänking, identitätsmissbrauch, erpressungstrojaner oder noch schlimmeren folgen wie dem herunterfahren eines kraftwerkes durch ausgelesene fernwartungs-zugangsdaten) verantwortlich war. Es gibt zurzeit für einen gewöhnlichen nutzer keine möglichkeiten, so etwas festzustellen. Ihm wird nicht einmal transparent, welche scheißreklamenetzwerke sich gerade auf der seite rumtummeln, die ihm im webbrauser irreführend so angezeigt wird, als handele es sich um eine seite aus einem guss von einer kwelle. Um die wirklichkeit dahinter zu sehen, kann er entweder strg+U drücken und ein bisschen HTML- und javascript-kwältext lesen und verstehen (der natürlich kwältext aus anderen kwellen nachlädt, die dann ebenfalls gelesen und verstanden werden müssen), oder aber einen werbeblocker benutzen, der eine übersicht der geblockten werbungen anzeigt. Klar, man kann sich auf ein versprechen verlassen. Von werbern. Also von professjonellen lügnern. Aber das wäre wirklich sehr sehr dumm. Oder räumen die scheißwerber damit etwa ein, dass sie bislang absichtlich schadsoftwäjhr ausgeliefert hätten? Natürlich nicht. Haben sie ja auch nicht. Und auch in zukunft werden sie es nicht mit absicht tun. Sie werden einfach nur der organisierten kriminalität die infrastruktur ihrer werbenetzwerke zur verfügung stellen.

Lasst euch niemals sand in die augen streuen. Schon gar nicht von werbern. Wenn man sich im web bewegt, ist zurzeit der werbeblocker ein wichtigeres und ungleich wirksameres sicherheitsprogramm als das antivirus-schlangenöl.

„Geschäftsmodelle“, die voraussetzen, dass menschen sicherheitssoftwäjhr abschalten, müssen verschwinden! Am besten schnell! Und sie werden auch verschwinden, aber leider nicht schnell genug…

Stirb, scheißwerber, stirb! Und grüß Judas Iskariot von mir.

Prof. dr. Offensichtlich

Prof. dr. Offensichtlich hat mal für eine studie 9000 freiwilligen wischofon-nutzern neben den ganzen S/M-wanzen noch eine wissenschaftswanze auf der ausgelagerten hirnmasse installiert und sich angeschaut, wie die sich mit ihren wischofonen informieren. Das ergebnis könnte nicht überraschender sein und trifft die ganze welt völlig unerwartet: die verbringen mehr viel mehr zeit mit irgendwelchen S/M-seits der marke fratzenbuch als mit nachrichtenseiten und informieren sich auch bevorzugt über den von unternehmen ohne seriöses geschäftsmodell kontrollierten S/M-kram. Für die wischofon-zombies, die hirnlos mit gesenktem haupt durch die grauen städte der zerfallenden welt wandeln, ist das fratzenbuch schon längst der neue jornalismus geworden…

Tja, jornalist: dein ende ist hier! Das wird dein scheißverleger nicht schaffen, den leuten zeitungsabos fürs händi zu verhökern… kannst dich ja mit diesen in den dunkelkammern des reichstags herbeilobbyierten „leistungsschutzrecht“ für deinen scheißverleger trösten, du arsch. 😀

Prof. dr. Offensichtlich

Prof. dr. Offensichtlich hat mal etwas gemacht, was jornalisten niemals tun würden: er hat sich angeschaut, was die zielgruppe jornalistischer produkte im internetz haben möchte. Dabei kam zum erstaunen des gesamten erdballs heraus, dass sich menschen auch von jornalisten nicht gern als idjoten behandeln lassen:

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass Online-Leser mehr wollen als Geschichten über Stars und Sternchen, kurze Meldungen ohne Tiefgang und sogenannte Listicles, also Artikel in Listenform

Ein fürwahr erstaunliches ergebnis, das weit von der analyse derer abweicht, die sonst von presseheinis um rat gefragt werden, wenn sie erfahren wollen, womit man die leser fesselt: menschenverachtende werbehirnficker und intelligenzverachtende bullschittproduzenten.

Ach ja, ihr ganzen leser der webseits von scheißzeitungen:

Um verlässlichere Zahlen zu erhalten, hat das American Press Institute mit seinen Partnerpublikationen einen „Engagement Index“ entwickelt, der über ein Dutzend Website-Metriken beinhaltet, die sowohl die Verweildauer, die Seitenaufrufe als auch das Teilen in sozialen Netzwerken messen

Freut euch weiterhin über die überwachung auf zeitungswebseits. Wo es zuverlässige javascript-blocker gibt, wisst ihr hoffentlich, wenns euch doch nicht gefällt, von so einem geschmeiß (und von den scheißwerbern) überwacht zu werden…

Prof. dr. Offensichtlich

Prof. dr. Offensichtlich hat sich vor ein paar monaten mal in einer größer angelegten studie die ganzen senkkopfzombies angeschaut, die ständig mit ihrer ausgelagerten hirnmasse rummachen und beim angucken eine total unerwartete entdeckung gemacht:

Smartphones machen abhängig, unproduktiv und unglücklich: Das ist das Fazit von Alexander Markowetz, Forscher der Universität Bonn. Der Juniorprofessor für Informatik hat mit Hilfe einer App die Handy-Nutzung von 60.000 Personen ausgewertet

Auch weiterhin viel spaß… ähm… abhängigkeit, unproduktivität und unglück mit euren wischofonen!

(Ich würde es allerdings sehr begrüßen, wenn einmal einer dieser wisschenschaftler eine studie machte, wie abhängig, unproduktiv unglücklich, dumm und passiv das fernsehen die menschen macht. Von daher betrachtet ist das wischofon ein echter fortschritt…)

„Impfgegner“ des tages

Ein paar „impfgegner“ haben (lobenswerterweise) mal eine studie in auftrag gegeben, um zu überprüfen, ob es einen zusammenhang zwischen impfungen und autismus gibt. Nun, das ergebnis wird für die auftraggeber eher enttäuschend sein:

Das Ergebnis nach den Tests zeigte, dass es keinen Zusammenhang zwischen den Impfstoffen und Veränderungen in Verhalten oder dem Gehirn der Tiere gab. Somit ist der eindeutige Zusammenhang zwischen Impfungen und Autismus weiterhin nicht bestätigt

Spätestens näxste woche wird man in üblichen knallkopp-kreisen behaupten, dass diese studie teil einer verschwörung zur unterwanderung der aufklärer über die risiken der impfung ist… 😦

Kinderficker_innen des tages

Ein Drittel sind Frauen

Interessant ist auch, dass es keinen offensichtlichen zusammenhang zwischen der nutzung von so genannter „kinderpornografie“ — ich halte das immer noch für ein unwort, denn pornografie wird von informierten erwaxenen menschen gemacht, die das entweder für geld oder zum spaß oder gar aus beiden gründen tun — und dem aktiven sexuellen kindesmissbrauch gibt, dass aber sehr viele täter_innen… prof. dr. Offensichtlich lässt grüßen… berufe hatten, in denen sie beruflich umgang mit kindern haben.

Auf diesem hintergrund wünsche ich euch weiter viel spaß bei der totalen verkrippung, verkindergartung, verschulung und sportvereinung eurer kinder! 👿

Das gehirn verhungert

Was für ein studjenergebnis: übergewicht senkt das risiko einer demenzerkrankung, untergewicht erhöht es. Achtung, jetzt beginnt der unwissenschaftliche teil: das passt ganz hervorragend zum verhungerten schönheitsideal aus presse, glotze und reklame: je weniger fett, desto weniger hirnfunkzjon, desto mehr dummer konsum — aber hej, man ist gesundheitsbewusst und stirbt viel später, da störts auch nicht, dass man mit degeneriertem gehirn jahrelang zum pflegefall wird, was ja auch ein gutes geschäft ist…

Prof. dr. Offensichtlich

Prof. dr. Offensichtlich hat mal wieder einen nebenjob angenommen und diesmal in australjen eine riesen studie gemacht, bei der zur überraschung der alternativmediziner, der restlichen welt und des ganzen bekannten universums herausgekommen ist, dass wirkstofflose „medikamente“ kein bisschen besser wirken als placebos. Ein meilenstein der medizin, den niemand mehr für möglich gehalten hätte! :mrgreen:

Ach ja, und vergesst nicht, jeden arzt, der euch homöopathische medikamente empfiehlt oder verschreibt und jeden apoteker, der sie euch verkauft, klar und deutlich als verantwortungslosen kwacksalber zu bezeichnen, dem es scheißegal ist, ob kranken menschen geholfen wird oder ob sie sinnlos weiterleiden, solange nur seine kasse stimmt. „Gefühlloses, gieriges und menschenverachtendes gesäuge“ würde ich zwar nicht als zusatz zu dieser ansage empfehlen, aber es ist dennoch eine sehr treffende beschreibung dieser widerlinge.