Ähm…

…habt ihr schon einmal einen internetzausfall wegen einer eingeschobenen schaltsekunde erlebt? Oder ein vergleichbares technisches problem?

Die Zeitverschiebung verursacht mehr Probleme – wie Internetausfälle – als sie Vorteile bringt, heißt es vonseiten der Techfirmen. Außerdem sei es letztlich sinnlos, sich mit Schaltsekunden zu befassen, da sich die Rotationsgeschwindigkeit der Erde in der Vergangenheit kaum verändert habe

Ich gebe ja zu, dass diese zusatzsekunden — sie entstehen dadurch, dass die erde selbst nicht präzise genug läuft und dass unsere atomuhr-zeitmessung viel präziser ist, vor allem deshalb, weil der mond die rotazjon der erde leicht bremst¹ — alles ein bisschen komplizierter machen, aber ein problem hatte ich deshalb noch nie. Die einzige zeitumstellung, mit der ich regelmäßig probleme habe, ist die bescheuerte, nichtsnutzige und ungesunde uhrenverstellung zur sommerzeit und zur normalzeit zurück, die ist ja auch gleich eine ganze stunde und nicht nur ein sekündchen, aber damit hat ein kompjuter auch keine probleme, sondern nur ein mensch. Und das, obwohl bei der rückstellung auf normalzeit einfach eine ganze stunde gedoppelt wird. Und obwohl dieser bullschitt zweimal in jedem verdammten jahr durchgezogen wird. Aber dafür — und für alle möglichen veränderungen von zeitzonen und p’litische bullschitt-entscheidungen aller art — gibt es eine technische lösung: einfach intern einen sekundenzähler für die sekunden seit 1970-01-01 00:00:00 UTC benutzen und diese fortlaufende zahl über eine datenbank auf die konkrete zeit einer gewünschten (manchmal sehr obskur definierten und immer wieder mal veränderten) zeitzone abbilden. Ja, das ist ein bisschen aufwändig. Es ist auch ein bisschen bescheuert, dass regjonen mit sommerzeit gleich zwei zeitzonen haben und in abhängigkeit vom datum die jeweils passende ausgewählt werden muss. Aber es funkzjoniert schon seit vielen jahrzehnten hervorragend.

Und dann soll es probleme mit einer sekunde geben?

Ich gebe zu, dass es probleme beim test von softwäjhr geben kann. Um irgendwelche grenzfälle mit eingefügten sekunden oder zeitangaben wie 23:59:60 uhr zu simulieren, müsste man in einem testsystem solche bedingungen herstellen. Und schon könnte man sehen, ob die softwäjhr mit so einer zeitangabe mit der 60 in der sekunde klarkommt. Ich kenne übrigens keine testumgebungen, in denen man so etwas (am besten automatisiert) machen kann, aber wenn das so ein häufiges und wichtiges problem ist, muss es derartige umgebungen ja geben. Oder ist es etwa gar kein so häufiges und wichtiges problem? Oder, noch schlimmer: ist es ein häufiges und wichtiges problem, aber die softwäjhrklitschen möchten lieber an der zeitmessung rumfummeln statt eine brauchbare testumgebung für einen etwas komplizierten grenzfall zu erstellen? Und jetzt soll sich die ganze welt einschließlich aller fysiker und eichämter auf dieser welt nach den wünschen von guhgell, meikrosoft und fratzenbuch richten, damit denen ein aufwand erspart bleibt? Weia! Vielleicht sollte man einfach jedesmal vorm einschieben einer schaltsekunde alle netzwerke für ein paar sekunden abschalten, damit die rechner hinterher in einem konsistenten und definierten zustand weitermachen können. Die einzigen, die damit probleme haben werden, sind die hochgeschwindigkeits-spekulanten an den börsen… 😁️

Aber ich bin guter dinge, dass uns die schaltsekunden noch lange erhalten bleiben. Die europäische unjon kriegt es ja noch nicht einmal hin, diese dumme sommerzeitumstellung abzuschaffen, und das, obwohl das angeblich p’litischer wille ist.

¹Nein, man kann nicht problemlos die sekundenlänge ändern. Wenn man die definizjon der sekunde ändert, muss für sehr viele messungen angegeben werden, auf welche sekundenlänge sich der messwert bezieht, und das wird ein kleiner albtraum, vermutlich nicht nur für fysiker…

Wenn doch nur vorher jemand davor gewarnt hätte

Glaubt hier jemand, die digitalkompetenz in fernost, etwa in japan, sähe besser aus als in bananistan?

Technik
Abschaltung des internetz explorers wird japan monatelang kopfschmerzen bescheren

[…] Seit april wird die in tokjo ansässige softwäjhrklitsche computer engineering & consulting mit hilfeersuchen zugeschüttet.

Bei den kunden handelt es sich vor allem um behörden, finanzinstitute sowie produkzjons- und logistikunternehmen, deren webseits nur mit dem internet explorer kompatibel sind.

„Könnten sie bitte etwas tun, damit wir keine weiteren probleme haben?“, bat ein kunde

Ich könnte da ja etwas tun: stecker ziehen. 😁️

Hinweis: ich habe mir schon in den späten neunziger jahren feinde gemacht, indem ich immer gesagt habe, dass eine „web-anwendung“, die nur auf dem internetzexploiter von meikrosoft läuft, keine webanwendung, sondern eine windohs-anwendung ist. Mit einer fetten, hochgefährlichen und überkomplexen laufzeitumgebung, einem so genannten webbrauser. Und zwar einem webbrauser von einer klitsche, die sich alle mühe dabei gibt, diesen webbrauser nachhaltig inkompatibel zu anderen webbrausern zu machen, um abhängigkeit zu erzeugen. Ich wurde dafür als spinner ausgelacht. Und außerdem lief das geschäft so gut: die einen hatten massive, die weitsicht behindernde dollarzeichen auf den pupillen, und die anderen haben mit ungläubigen kinderaugen geguckt, wenn eine anwendung im brauser lief und ganz viel dummes geld locker gemacht. Vom risikokapital, das man selbst mit allerdümmsten geschäftsideen abgreifen konnte, will ich gar nicht erst anfangen. Darauf, dass meikrosoft seinen scheißbrauser weiter pflegen wird, haben sich alle einfach verlassen.

Gut, dass sie niemals die kwelltexte in PHP oder CFML *grusel!* gesehen haben; gut, dass sie niemals die javascript-wüsten gesehen haben, die man für die einfachsten dinge in einer benutzerschnittstelle häcken musste… aber die werden sie sich jetzt ja wohl wieder anschauen müssen. So schöner kohd!

Tja, jetzt seid ihr verlassen!

Mit dem salat, den ihr jetzt alle habt, wünsche ich guten appetit!

Grabstein mit der Aufschrift: Internet Explorer -- 1995-8-17 -- 2022-6-15 -- He was a good tool to download other browsers

Gender des tages

Es hat sich mal jemand die mühe gemacht, diverse genderneusprech-schreibungen mit gegenwärtig populären sprachausgabesystemen zu testen. Das ergebnis ist natürlich… ziemlich gemischt. Aber gut, dass sich mal jemand die mühe gemacht hat.

Was sich aber aus den Ergebnissen auch erkennen lässt ist, dass es keine Form gibt, die nicht von mindestens einem Tool bereits unterstützt wird. Es ist also anscheinend keine technische Unmöglichkeit die beliebigen Formen umzusetzen

Die für blinde und schwer körperbehinderte menschen verwendeten sprachausgabelösungen — da arbeitet im hintergrund auch öfter mal festival mit deutscherer fonemisierung oder espeak — wurden im test überhaupt nicht berüchtsichtigt¹.

Nein, natürlich ist es keine unmöglichkeit, die schreibkonvenzjonen zu unterstützen. Es ist nur zusätzlicher aufwand, und der ist deutlich größer, als die meisten menschys im ersten moment denken. Aber warum sollte dieser größere aufwand getan werden?

Es handelt sich ja nicht um standardsprache, die etwa vom duden genormt ist und deren regeln kwasi-offizjell dokumentiert sind, sondern um eine subkulturelle mode, die seit jahrzehnten ständig im fluss ist. Ich habe in den letzten so zwanzig jahren lebenszeit das aufkommen von drei neuen formen neben der vorher bereits bürgerlich etablierten und jahrelang sogar im angesehenen jornalismus verwendeten binnenmajuskel erlebt, nämlich nacheinander den asterisk, den unterstrich und seit rd. fünf jahren zunehmend den noch am wenigsten nervenden doppelpunkt. Den mittelpunkt, der im text ebenfalls getestet wurde, kannte ich bis zum heutigen tag nur als multiplikazjonszeichen. Das wäre dann schon die vierte form in rund zwanzig jahren, die eine vorher halbwegs etablierte form ablösen soll. Oder anders gesagt: in rd. zwanzig jahren lebenszeit habe ich fünf verschiedene konvenzjonen für geschlechtertrennende schreibe erlebt. Es gibt im durchschnitt alle vier jahre eine neue derartige lösung ohne problem.

Und jetzt versetzt euch nur einmal in eurem leben in die armen seelen, die mit dem schreiben von softwäjhr gestraft sind. Die müssten, wenn es nach euch ginge, neben den offizjellen regeln jeweils noch ein regelwerk für inoffizjelle, sehr flüchtigen moden unterworfene regelwerke implementieren.

So eine sprachsyntese bekommt einen text als eingabe, und wandelt diesen text in foneme und weitere steueranweisungen um — zum beispiel, um erkannte nebensätze, eingeklammerte textteile, aufzählungen und dergleichen nach einer pause in etwas anderer tonhöhe und leicht variierter geschwindigkeit wiederzugeben, damit die satzstruktur auch hörbar wird; um in einem fragesatz zum ende hin die tonhöhe anzuheben (zum glück standardsprachlich klar durch ein fragezeichen gekennzeichnet); aber auch, um z.B. gängige abk. aufzulösen und andere verständnishilfen zu implementieren usw. (Bitte beachten: der punkt nach dem usw., den ich gerade gemacht habe, ist eine überlagerung eines satzendezeichens und der kennzeichnung einer abk., mit der ein mensch überhaupt keine probleme hat, aber formuliert für so eine sache mal softwäjhr! Und eine abk. zum satzende ist ein relativ häufiger fall. Wenn man es falsch macht, endet ein vorgelesener satz einfach im nichts und es geht nahtlos mit dem näxsten satz weiter.) Dieses ganze kaos wird ergänzt um einen gar nicht so kleinen ausnahmenkatalog für wörter, die vom regelwerk abweichen, etwa beim langen „e“ in „mecklenburg“, aber auch bei vielen fremdsprachlichen wörtern, die im deutschen den lautungskonvenzjonen der jeweiligen ursprungssprachen folgen. Einen solchen katalog von regeln und ausnahmeregeln zusammenzustellen, ist ein wirklich guter kopfschmerz, selbst noch für meine wunderhübsche muttersprache, mit der wir alle in der glücklichen situazjon sind, dass die ortografie nahe an der gesprochenen standardsprache liegt. (Spricht hier jemand dänisch? Oder englisch? Da ist es nicht so. Aber gar nicht. Die aussprache jedes wortes ist glückssache, es scheint mehr ausnahmen als regeln zu geben. Aber hej, dafür hat man dort zum ausgleich schon seit ewigkeiten so gut wie kein geschlecht mehr in der sprache! Das hats jetzt aber voll viel gebracht für die situazjon von frauen, transen und queeren in großbritannjen und in den USA! Ach! Und auf der anderen seite sprechen die isländer eine archaisch anmutende, wuchtige alte sprache mit voller geschlechtskennzeichnung bis in die namensgebung bei familjennamen auf -son und -dóttir hinein und zudem voller übler, schwerer grammatik, haben aber eine vielfältige, offene, sehr inklusive und von weitgehender gleichberechtigung geprägte gesellschaft aufgebaut? Wie kommt das bloß? Denkt doch mal drüber nach! Oh!)

Weitere, teilweise komplexe sonderregeln gibt es etwa, wenn der text matematische formeln oder tabellen mit daten enthält. Gut, in p’litisch-ideologischen texten aus den titelmühlen der „sozjalwissenschaftlichen“ fakultäten hat man das nicht ganz so häufig, aber es soll ja auch menschen geben, die sich mit richtiger wissenschaft beschäftigen oder seriösen jornalismus lesen, der nicht alles auf die frage „wie fühlen sie sich“ und „wie fühlen sie sich jetzt“ runterbricht. Und natürlich müssen auch diese ganzen fälle über ein regelwerk erkannt und in foneme und steueranweisungen übersetzt werden.

Diese mischung aus fonemen und steueranweisungen geht an ein bäckend, das daraus dann klänge macht, die als sprache in einer vom nutzery einstellbaren geschwindigkeit und stimmfärbung wiedergegeben werden. Im bäckend wird dann das ebenfalls schwierige problem gelöst, die einzelnen foneme flüssig ineinander übergehen zu lassen, damit das ergebnis nicht wie eine schwer verständliche roboterstimme klingt, sondern auch eine erleichterung ist und einen nutzen hat. Ich finde, dass selbst festival diese aufgabe schon sehr gut erledigt hat, man konnte das dingens sogar ein bisschen zum „singen“ bringen, wenn man es wirklich wollte. Das ist natürlich auch ein grund, weshalb so oft noch festival verwendet wird.

Also kurz nach länglichem exkurs zusammengefasst: ein gutes regelwerk für die fonetische umsetzung geschriebener sprache zu kohden, ist eine schwierige aufgabe. Im ergebnis fasst man den kohd nur noch an, wenn es unbedingt sein muss, wenn er seinen dschobb erstmal gut genug macht. Da steckt komplexität drin, und komplexität ist einfach nur ein anderes wort für „ganz viele mögliche und vorher selbst für technisch geschulte menschen völlig unerwartete fehlerkwellen“. Eine anpassung an einer stelle kann unerwartete auswirkungen in anderen kontexten haben. Deshalb fasst man das so ungern an.

In diesem kohd könnte man jetzt, wenn man das in einem anfall von masochismus unbedingt wollte, weitere regeln für die jeweilige geschlechtertrennende sprachmode einbauen, aber das finden guter heuristiken ist mit den folgenden kleinen problemchen und möglichen nebenwirkungen verbunden:

  1. Die für die genderschreibe verwendeten sonderzeichen haben ja oft schon innerhalb der schriftsprache eine viel etabliertere bedeutung gehabt, die sie weiterhin behalten, und diese regeln müssen abbilden, wann welche bedeutung vorliegt, wenn sie nicht einfach nur das sonderzeichen mit seiner bezeichnung „aktivist-doppelpunkt-in“ vorlesen sollen. Ein asterisk verweist sonst oft auf eine fußnote, ein doppelpunkt leitet oft eine aufzählung, einen kausal locker verbundenen satz (das ist informell, aber häufig) oder eine direkte rede ein; letztere ist in informeller schreibe nicht unbedingt zusätzlich durch anführungszeichen gekennzeichnet. Der jetzt moderne mittelpunkt wurde bislang nur als multiplikazjonszeichen verwendet, aus naheliegenden fiesheitsgründen natürlich auch in formeln, damit man nicht einfach nur prüfen kann, ob der punkt nur von ziffern umgeben ist, um ein „mal“ draus zu machen. Beim formulieren von regeln, wann was vorliegt, kann ich nur viel spaß wünschen! Ich kenne niemandy, dem so eine sisyfusarbeit spaß macht.
  2. Die für die genderschreibe verwendeten sonderzeichen haben oft aber auch innerhalb des betrübssystemes und des verwendeten kompjuters eine andere bedeutung. Wenn bei der sprachlichen wiedergabe eines verzeichnisinhaltes die unterstriche als stimmloser glottaler plosiv wiedergegeben werden, wie es der momentan in p’litik, presse, glotze und so genannter „hochschule“ vorangetriebenen lösung ohne probem entspricht, dann werden sämtliche dateinamen mit einem unterstrich (und das ist häufig) falsch wiedergegeben, was bei einem blinden oder schwer körperbehinderten menschen zu „fehlbedienungen“ und unverständlichem verhalten des kompjuters führen kann. Woher soll die sprachausgabe den unterschied kennen? Sie erhält nur eine liste als text und weiß nichts vom kontext (und erst recht nichts von kontexten, die es später einmal geben könnte). Es gibt einfach kein device für verstand oder hellsichtigkeit in einem kompjuter. Die dinger sind dumm wie scheiße und machen nur, was man ihnen sagt; sie können nicht erraten, was man von ihnen will. Und nein, eine einfache liste von gängigen wortendungen im regelwerk hilft nicht, wenn da eine datei ich_in_hamburg.mp4 im verzeichnis liegt. Das _in würde falsch geparst. Der ausnahmenkatalog müsste schon sämtliche pronomen und nomen wie „kritiker_in“ mitenthalten. Das wird eine lange, lange liste. Und dabei sollte doch nur eine sprachausgabe entstehen, kein ganzes wörterbuch.
  3. Oh, nehmen wir doch künstliche intelligenz? Tolle idee! Dann soll also ein neuronales netzwerk angelernt werden, und es ist nicht einfach möglich, fehler zu beheben, sondern es muss zur fehlerbehebung neu träjhniert werden? Und beim aufkommen einer neuen mode in der geschlechtertrennenden sprache? Kann man so machen. Ja. Kann man. Wird dann aber nicht gut. Dafür ist der aufwand hoch. Und die erforderliche rechenleistung und der damit verbundene stromverbrauch. Grüßt die hl. Greta der klimabewegung mal nett von mir! Am ende hat man etwas, bei dem man nicht versteht, warum es funkzjoniert. Und damit es richtig ätzend wird, versteht man auch nicht, warum es manchmal nicht funkzjoniert. Das ist das wichtigste problem bei angelernten neuronalen netzwerken: man versteht nicht, warum es funkzjoniert, man versteht auch nicht, warum es nicht funkzjoniert und man hat keine möglichkeit, fehler auf ihre ursache einzugrenzen und diese fehler gezielt zu beheben. Ich halte das übrigens für eine sackgasse der informatik, so gut KI auch in einigen nischen (zum beispiel bei der sonst extrem schwierigen erkennung gesprochener sprache, wenn man nix dagegen hat, dass sprachsämpels wegen des aufwandes übers internetz an ein rechenzentrum gesendet werden) performen mag.

Es ist tatsächlich viel mehr aufwand, als jene gut gestellten höheren töchter mit hochschulhintergrund zu denken scheinen, die noch nie in ihrem leben auch nur eine einzige verdammte zeile kohd geschrieben haben. Die stellen dann eher die folgende, aus ihrer von scheuklappen und kenntnislücken geprägten sicht der dinge sehr naheliegende frage:

Wenn die Ablehnung genderinklusiver Sprache oft mit dem technischen Argument daherkommt, wäre es dann nicht hilfreich, wenn Screenreader und Text-To-Speech-Software breitflächig alle gängigen Varianten unterstützten?

Sie fragen, warum man sich den ganzen aufwand nicht gleich fünffach macht. Für fünf moden, die vielleicht in den näxsten zwei jahren von der sexten mode abgelöst oder ergänzt werden. Und dann von der siebten. Bitte immer gut getestet und im alltag nützlich und fehlerfrei. Und bitte ganz schnell, wenn die neue mode von einer gesellschaftlichen minderheit mit zum glück nur geringer gemeinsprachlicher strahlkraft durchgesetzt werden soll.

Wenn es nicht gleich als „äjbel-istisch“ gebrandmarkt würde, dann würde ich ja sagen: die sprechen vom programmieren wie ein blinder von farben. Oh, jetzt habe ich es sogar geschrieben. Liebe blinde mitmenschen, entschuldigt mich bitte dafür! Die galle ist wirklich kein guter co-autor.

Werte genderistys, setzt euch einfach selbst dran! Sowohl festival als auch espeak sind kwelloffen und frei. Damit könnt ihr machen, was immer ihr wollt. Die links findet ihr weiter oben, falls ihr noch nicht wisst, was eine web-suchmaschine ist. Probiert es einfach mal, liebe mitmenschys! Ihr werdet sehr schnell bemerken, was daran so schwierig ist! Und spätestens, wenn ihr die aktuelle geschlechtertrennende neusprech-mode einigermaßen ruckelfrei implementiert habt und ein gut getestetes, alltagstaugliches regelwerk vorliegt, das dann von der näxsten mode obsolet gemacht wird, werdet ihr merken, dass es nur sehr eingeschränkten spaß macht, langwierige und anstrengende analytische arbeit für die mülltonne zu leisten. Um eine lösung zu haben, zu der es noch nicht einmal das problem gibt. Die lebenszeit ist übrigens eine begrenzte resorße, und man kriegt sie hinterher nicht wieder zurück.

Ich hätte da einen anderen vorschlag für euch, der viel einfacher in der umsetzung ist, aber in dieser form leider nur fürs web und generell für HTML-dokumente, also gar nicht für den druck, funkzjoniert: schreibt ein brauser-äddon und denkt euch eine proprietäre CSS-auszeichnung für gegenderte wörter aus, so etwas wie --newsspeak: inclusive! Dann schreibt ihr einfach in eure HTML-dokumente ein dudenkonformes <span style="--newsspeak: inclusive">der arbeiter</span> statt die arbeiter:in und proggt ein brauser-äddon, das diese formen dann wie gewünscht durch die jeweilige mode oder die einstellung des nutzerys ersetzt. Und wer eine sprachausgabe benutzt oder benutzen muss, hört im normalfall einfach standarddeutsch. Aber vielleicht schreibt ihr auch einen spezjellen einstellbaren modus fürs vorlesen, damit auch jedy in den „genuss“ kommt, das das möchte. Es muss dann ja nicht mehr schön aussehen, sondern nur schön und vor allem verständlich vorgelesen werden. Niemand wird genervt, verwirrt oder ständig von keck in den text geworfenen sonderzeichen im lesefluss unterbrochen. Das ist immer noch eine menge arbeit, weil wir im deutschen auch so ein fieses kasussystem haben und die endung sowie der artikel entsprechend gesetzt werden müsste (von der erkennung und anpassung zugeordneter adjektive fange ich jetzt nicht an, das wird schnell entmutigend), aber es ist wesentlich leichter umzusetzen, weil das autory klar macht, welche wörter behandelt werden sollen und das nicht durch ein regelwerk erkannt werden muss. Denn die erkennung durch ein regelwerk ist der wirklich heftige teil daran. Wer geschlechtertrennende sprache lesen möchte, installiert sich einfach das entsprechend äddon in seinem webbrauser. Und wer das nicht möchte, installiert sich das äddon nicht. Ist diese freiheit, die wir alle durch kompjuter gewonnen haben, nicht etwas fantastisches?!

Oh, ihr wollt es den ganzen anderen menschen einfach aufzwingen, obwohl sie sehr gut auf eure lösung ohne problem verzichten konnten? Na, dann geht das natürlich nicht so einfach, dann müsst ihr es eben auf komplizierte weise machen. Ach, und die programmierarbeit sollen auch andere menschen machen, die das können? Nach euren vorgaben? Am besten kostenlos? Und immer schön an eure jeweilige mode angepasst? Tja, dann leckt mich doch einfach am arsch! 👅️

Und ich denke, genau diese antwort werdet ihr von beinahe jedy bekommen, wenn auch oft ein bisschen höflicher verpackt.

Oh, ihr wisst gar nicht was HTML ist? Und ihr wollt anderen sagen, was sie für euch am kompjuter machen sollen? Weil es ja ganz einfach ist? Da kommt dann aber gleich noch ein schwäbischer gruß hinterher. Habt ihr mal was vom Dunning-Kruger-effekt gehört? 🤡️

Übrigens ist es einer der gründe, weshalb ich hier, wenn ich das gendern eines textes, eines absatzes, eines satzes aus irgendeinem grund in einem bestimmten kontext mal für nützlich halte, auf der endung -y mit sächlichem genus und angehängtem „s“ für pluralformen gendere. Damit hat kein sprachsyntesesystem ein problem, es ist problemlos sprechbar. Es entstehen wörter, die keine geschlechtsinformazjon mehr beinhalten, nicht einmal mehr das deutsche generisches maskulinum (was übrigens keinen pimmel hat, sondern einfach olle grammatik ist). Es bleibt auch halbwegs verständlich und klingt nur ein kleines bisschen verschroben, wenn es von jemanden gehört wird, der standarddeutsch versteht. Außerdem klingt es um größenordnungen unverkrampfter und weniger neurotisch als andere entsprechende sprachp’litikversuche. 😉️

Aber mit unverkrampfter und weniger neurotisch anmutender sprache kennen sich die ganzen fürsprecherys der geschlechtertrennenden sprache in ihrem hl. und röm.-kath. anmutenden elfenbeinturm leider noch nicht so aus. 😂️

Übrigens: dieser ganze text, der vorsätzlich sehr weit von den dudenkonvenzjonen abweicht, wird verständlich von sprachsyntesesoftwäjhr ausgesprochen. Warum? Weil ich mir darüber gedanken gemacht habe². Darum. Es waren noch nicht einmal so viele gedanken — sonst wäre die rechte gutschreibung, die keine gute rechtschreibung sein will, besser geworden — aber es waren schon ein paar tage gedankliche arbeit, notizen, verworfene ideen und langsamer formung damit verbunden. Ich glaube oft, mit dem gedankenmachen kennen sich auch viele nicht mehr so gut aus. Vielleicht fehlt ihnen der apparat dazu. 🧠️

Ich wage sogar die tese: je aufdringlicher, emozjonaisierender, alternativloser, manipulativer und gerechtigkeitsheischender mir ideen unterbreitet werden, desto weniger gedanken sind mit diesen ideen verbunden.

¹Warum diese relativ unbekannten sprachausgabesysteme? Weil die unterstützungssoftwäjhr für blinde und schwer körperbehinderte menschen recht alt ist und man die alte, leidlich entfehlerte softwäjhr immer noch benutzt. Früher gab es ja noch den spiegel in braille-schrift für die blinden, die vermutlich dickste spiegel-ausgabe. Und sonst eher so nix. Die meisten menschen können sich gar nicht vorstellen, was für eine befreiung und erleichterung es für blinde menschen war, eine normale zeitung, ein buch oder eine zeitschrift auf den skänner legen zu können und eine taste zu drücken, damit ein kompjuter den text vorliest. Da hat sich eine welt eröffnet! Schon lange, bevor „normale“ menschen überhaupt wussten, dass ein kompjuter auch sprechen könnte, haben die damaligen roboterstimmen hart an der grenze zur unverständlichkeit vielen menschen erstmals das lesen von literatur für sehende ermöglicht. Und weia, waren diese stimmen am anfang schlecht. Aber schon nach wenigen jahren wurden die regelwerke und die umwandlung in klänge besser. Und ein bisschen offtopic: der erste erschwingliche kompjuter mit einer (damals leider nur englischen) sprachausgabe in seinem standardbetrübssystem war übrigens der commodore amiga aus dem jahr 1985, aber das war ja nur ein „spielzeug“ für die kiddies, das keiner ernst genommen hat. So blieb das potenzjal lange unerkannt.

²Ich habe in fußwegentfernung zum landesbildungszentrum für blinde gewohnt und hatte sehr viele blinde in meiner umgebung. Als ich das erste mal in einem gespräch mitbekam, dass deren sozjaldienst eine ganze scheißwoche braucht, um jemanden vorbeizuschicken, der ihnen das zerschossene windohs neu aufsetzt, habe ich mich gern abgeboten – denn eine ganze scheißwoche lang nicht lesen zu können, empfand ich als echt heftige einschränkung. Das hat sich sehr schnell rumgesprochen, dass ich einfach noch am abend vorbeischauen kann und es mache…

Bloggen ist kompliziert geworden…

…und Henning Uhle zeigt uns mal kurz, was passiert, wenn man von dieser ganzen komplexität überwältigt nicht mehr für menschliche leser schreibt, sondern für algoritmen von suchmaschinen.

Das ist eben nicht mehr nur eine Blog-Plattform. Es ist eben ein verdammtes Content Management System. An mancher Stelle ist WordPress einfach mal kaputt optimiert worden. Ja, es funktioniert alles. Und mittlerweile haben sie auch die meisten Plugins, die amok gelaufen sind, eliminiert. Aber bei dem Gedanken, einfach was ins Internet zu werfen, wie man das früher gemacht hat, ist WordPress zu groß.

Jetzt ist es so, dass du immer im Hinterkopf hast, dass das SEO-Plugin grün werden muss […]

Ich kann das problem nicht so richtig nachvollziehen, und ich benutze schon seit ewigkeiten dieses komplexitätsmonster wördpress. Bei mir sieht das verfassen eines neuen textes allerdings auch so aus:

Bildschirmfoto eines editors, in dem ich meinen text in HTML schreibe

Von den jeweiligen editor-beglückungsideen in wördpress habe ich mich schon lange abgewendet. Ich finde generell die idee der „anwendung im webbrauser“ ziemlich schlecht und hätte es besser gefunden, wenn es einen sehr kleinen wördpress-kern mit ganz wenig funzjonalität gegeben hätte, den man mit ein paar mitgelieferten und von der kernmannschaft mitgepflegten äddons auf den jeweils gewünschten funkzjonsumfang erweitern kann. Wenn man schon so äddon-schnittstelle kohdet! Stattdessen habe ich heute ein in PHP geschriebenes softwäjhr-monster, bei dem ich immer wieder die äddon-schnittstelle nutze, um unerwünschte, aber in den kern verbaute funkzjonalität abzustellen. Diesen beschissenen neuen editor zum beispiel, der auf meinem arbeitsrechner so lange zum inizjalisieren braucht, dass ich darüber vergessen würde, was ich eigentlich schreiben wollte, wenn ich dieses scheißdingens aus der javascript-energieverschwenderhölle benutzte. Man sollte die entwickler dazu nötigen, ihren auswurf mal auf einem nicht ganz aktuellen rechner zu testen, damit sie den leuten gnade angedeihen lassen, die sich nicht alle zwei jahre einen neuen kompjuter kaufen.

Stattdessen ist XMLRPC wunderbar. Die hätten einfach eine ganz normale anwendung zur verwaltung der webseit machen können. So für leute, denen es nicht ganz so leicht fällt, ein bisschen HTML zu tippen und sich ein skript zu basteln, mit dem man den text bloggen kann. Haben sie aber nicht.

Und irgendwelche nervigen SEO-schlangenöle brauche ich nicht. Ich schreibe für menschen, nicht für maschinen. Ich habe niemals den wunsch gehabt, irgendwelche preise der alfabloggeria abzustauben und massenhaft gelesen zu werden. Ich mache das alles immer noch so wie früher:

Früher (TM) war es so, dass man seine Gedanken zu Erlebtem, Gelesenem und wozu auch immer in den Blog schrieb. Es war das Teilen von Erfahrungen, das Mitteilen von Gedanken, der Austausch mit anderen

Erfreulicherweise geht das noch. Nur diese ganzen blogs im früheren, eigentlichen sinn des wortes sind mangelware geworden, stattdessen machen sie alle S/M¹. „Weil man da viel mehr reichweite hat“ oder so ähnlich. Wenn sie ein eigenes blog haben, dient es nur zur nachäffung des unseriösen jornalistischen klickbäjht-geschäftes. Und in der tat, wördpress ist mit jeder versjon ein bisschen unbenutzbarer geworden, und ich habe schon öfter den tag verwünscht, an dem ich das genommen habe. Wie viel spaß eine migrazjon auf ein anderes system macht, habe ich ein paar mal ausprobiert. Es macht keinen spaß. Es macht so wenig spaß, dass ich es niemals angegangen bin. Spätestens, wenn man sich dabei erwischt, SQL-dumps mit sed zu bearbeiten, um ein paar problemchen zu beheben, verliert man die lust, wenn es nicht unbedingt sein muss.

Technik, die begeistert

Ich bitte um entschuldigung. Wördpress punkt com hatte heute ein paar schmerzen mit XMLRPC. Ich bekam schöne HTTP 500, internal server error zurück, der fehler führte in meinem blogskript zu einem neuen publikazjonsversuch nach kurzer pause, aber die texte wurden dennoch veröffentlicht, so dass sie hier kurz mehrfach erschienen sind. Ich habe da eben aufgeräumt, aber es kann sein, dass einige leser ziemlich kaputte RSS-fiehds mit ungültigen links bekommen haben… und die leute, die über das zwitscherchen folgen, müssen auch denken, dass ich einen akuten textdurchfall habe. Dabei ist es nur technikscheiße. Wie ich sie zum glück nur noch selten erlebe…

Zum glück hat dieser mist nur wenige minuten gedauert. Aber irgendwas war dort heute ganz schön kaputt.

Liebe krohm- und krohmium-nutzer

Statt mir immer wieder einmal mäjhls zu schicken, dass unser täglich spam auf eurem scheißbrauser so richtig kacke aussieht, weil es dort keine automatische silbentrennung gibt und deshalb manchmal sehr große lücken in einer zeile auftauchen, schickt diese mäjhls lieber an guhgell! Denn guhgell hat diesen scheißbrauser entwickelt, aber gleichzeitig dafür gesorgt, dass der nur auf wischofonen und ähnlichen überwachungswanzen mit guhgell-überwachungssoftwäjhr die CSS-attribute für automatische silbentrennung kennt. Und krohmium hat diese scheißentscheidung von guhgell, mit der ihr zu den funkzjonslimitierten dummkonsumdingern gestupst werden sollt, einfach geerbt, ohne allzuviel dagegen tun zu können.

Also nochmal, damit es auch die dummen verstehen: dieser fehler ist von guhgell beabsichtigt! Er tritt auf, wenn man einen guhgell-brauser auf einem richtigen kompjuter benutzt, auf dem man noch das recht hat, selbst darüber zu entscheiden, welche softwäjhr man darauf laufen lassen will. Der gleiche webbrauser auf einem wischofon arbeitet korrekt. Das macht guhgell vorsätzlich so, um euch zu bestupsen.

Mir braucht ihr nicht zu erzählen, dass dieser fehler auftritt. Ich weiß das schon lange, denn ich teste mein gestrokel auch mal, bevor ich es auf die welt loslasse. Und nein, mit stinkender javascript-kacke, um eine vorsätzlich von guhgell gelassene lücke in der CSS-implementazjon mit einer impliziten aufforderung an meine leser, sie sollen doch einfach sicherheitseinstellungen für ihre webbenutzung lockern, zu stopfen, lasse ich mich nicht von scheißguhgell nötigen. Das spämmblog bleibt weiterhin ziemlich frei von javascript. Die sollen in ihrem scheißbrauser einfach CSS implementieren, so wie jeder andere moderne brauser es auch tut! Sogar der internetzexploiter kann das inzwischen… 😦

Leute, nehmt einfach einen anderen brauser! Einen, der nicht vom nach scheiße stinkenden scheißguhgell kommt! Denn noch habt ihr eine einigermaßen freie auswahl. (Übrigens: der feierfox von der „mozilla foundation“ stinkt inzwischen auch markant, aber auch zu dem gibt es noch alternativen.) Und mit einem anderen brauser habt ihr dieses problem nicht mehr (und auch ein paar andere, weniger auffällige probleme fallen weg), und ihr habt nebenbei viel für die hygjene im web und für eure privatsfäre getan.

Denn guhgell ist böse und euer feind. Vergesst das nie! Selbst die früher gute suchmaschine, mit der guhgell damals so groß geworden ist, ist nur noch ein unbrauchbarer haufen rottiger exkremente, voller willkür, nicht nachvollziehbarer effekte und zensur, den man besser nicht mehr benutzen sollte. So sehen produkte von feinden aus, die euch von euren feinden angeboten werden. Guhgell ist böse. Die „geschenke“ von guhgell sind vergiftet und stehen im dienste eines undurchsichtigen, unseriösen und gegen euch gerichteten geschäftsmodelles. Macht einen bogen darum, wann immer es möglich ist! Noch ist es oft möglich.

Javascript des tages

Na, kann in javascript der ausdruck (a == 1 && a == 2 && a == 3) irgendwie true ergeben? Das kann in einer halbwegs gesunden programmiersprache doch gar nicht passieren, oder?

Ähmmmmm… unter umständen kann es doch passieren.

Dieses javascript ist und bleibt eine extratolle programmiersprache. 😉

via Fefe.

Und ja, man kann so etwas auch in anderen programmiersprachen verursachen. Zum beispiel in C++, das ich zwar nicht (mehr) besonders mag, aber für eine durchaus benutzbare programmiersprache halte:

 
#include <iostream>

using namespace std;

class krank 
{ 
private: 
  int t; 
public: 
  krank () : t(1) { } 
  bool operator== (int i) { return i == t++; } 
};

int main (int argc, char **argv) 
{ 
  krank a; 
  cout << ((a == 1 && a == 2 && a == 3) ? "Krank" : "Gesund") << endl; 
  return 0; 
} 

C++-progger sind vermutlich nicht so gestrickt, dass sie jemals auf solche ideen für einen gaga-nebeneffekt im vergleichsoperator kämen. In javascript hingegen lässt sich so eine wertinkonsistenz eines objektes mit leichtigkeit „versehentlich“ erzeugen, wenn einer der verstrahlteren javascript-progger einen getter mit nebeneffekten gemacht hat, und so tritt das kranke verhalten dann halt irgendwann auch mal in „freier wildbahn“ auf…

Wehe dem, der dann darin die fehler suchen muss! 😦

HTML-formatierte mäjhl ist scheiße

Reine textmäjhls sind besser, wesentlich weniger aufwändig in der erstellung und werden zudem von ihren empfängern häufiger gelesen und beklickt. Ich bin nicht besonders überrascht. Aber ein paar werbelügenheinis und ein paar schlipsträger, die sich nicht einmal die mäjhlsoftwäjhr selbstständig einrichten können, die könnten bei so einer betrachtung aus allen wolken fallen…

GNU-facepalm des tages

Dieses zitat mit einer anleitung, wie man die GNU-shell „bash“ kompiliert, dürfte für die meisten menschen eher uninteressant sein. Die, für die es interessant ist, werden vermutlich ein ähnliches gesicht ziehen wie ich…

Prepare Bash for compilation:

./configure --prefix=/tools --without-bash-malloc

The meaning of the configure options:

--without-bash-malloc
This option turns off the use of Bash’s memory allocation (malloc) function which is known to cause segmentation faults [sic!]. By turning this option off, Bash will use the malloc functions from Glibc which are more stable.

Ohne weitere worte. Eben gerade bei „linux from scratch“ gesehen.

S/M des tages

#amadeuantoniofilme wurde – was einiges über das öffentliche Ansehen der Stiftung aussagt – ein grosser Erfolg und schaffte es bis zum Morgen des nächsten Tages auf die Liste der öffentlich angezeigten Trending Topics. Und während man sich noch amüsierte, verschwand der Hashtag schnell wieder aus den Topics. Gleichzeitig änderte sich noch etwas anderes: Normalerweise gibt es bei beliebten Themen ein “Autocomplete“. Man gibt die ersten paar Buchstaben ein, und dann erscheint darunter das ganze Wort. Mit dem Hashtag verschwand auch das Autocomplete schlagartig

Auch weiterhin viel spaß mit zwitscherchen und fratzenbuch, wo euch eure meinung mit gutsherrschaftlicher zensur im rechtsfreien raum und unter komplizenschaft der p’litkaste und ihrer schergen und günstlinge gebildet wird!

Wer nicht in wenigen jahren eine schlimmere zensur als in der DDR erleben will, sollte besser jetzt damit beginnen, über ein unzensierbares, unlöschbares, unüberwachbares, verschlüsseltes, dezentrales, anonymes, selbstarchivierendes, hürdenloses „web“ nachzudenken (mein erster namensvorschlag: evernet), in dem auch die möglichkeit, ein „recht auf vergessen“ durchzusetzen, schon rein technisch nicht mehr gegeben ist. Ich bin leider inzwischen zu alt für so einen kram, aber wenn mich in den näxsten wochen ein anfall von arbeitswut packt, schreibe ich mal wesentliche punkte und erste ideen zur technischen realisierung zusammen und übersetze das, wenns gut genug wird, auch noch ins englische. (Eine tragfähige beispielimplementazjon in einer mühelos portablen programmiersprache traue ich mir zurzeit nicht zu.)

Am schwierigsten kommt mir eine dabei dezentrale, unzensierbare suchfunkzjon vor, die man direkt im protokoll implementieren muss, damit eine wesentliche funkzjon niemals in die hand von fragwürdigen türstehern (suchmaschinen) geraten kann. Beim ersten nachdenken kommt mir YaCy als ausgangspunkt recht naheliegend vor, aber ich muss mal die kwelltexte (örks, java!) anlesen, um dazu näheres sagen zu können. Ob es bei einer guten, dezentralen suchfunkzjon und bei einem völligen verzicht auf zentrale sörver für inhalte und zusammenstellungen von inhalten (inklusive unlöschbarer, verteilter archive früherer versjonen der inhalte) noch erforderlich ist, eine art dezentrales DNS zu implementieren, kann ich beim derzeitigen, völlig unreifen stand meiner gedanken noch nicht sagen, aber ich gehe davon aus, dass das verzichtbar ist.

Eine weitere, mir nicht ganz so groß erscheinende schwierigkeit ist eine dezentrale autentifikazjon, die einerseits anonym und/oder pseudonym zu nutzen ist, aber auch vertrauensnetze wie in PGP ermöglicht, wenn jemand wert darauf legt und kein problem damit hat, zu seinem auftritt zu stehen. (Natürlich kann es gewerbliche auftritte im evernet geben, und natürlich muss für einen anwender die möglichkeit gegeben sein, die reputazjon des gegenübers zu überprüfen, bevor das geld weg ist. Daran, dass das nur eingeschränkt möglich ist und dass mit TLS eine weitere, wichtige funkzjon an zentrale türsteher gegangen ist, krankt auch das gegenwärtige web. Dass eine CA für den start eines perlskripts zum signieren eines privaten schlüssels wesentlich mehr als fünfzig cent nehmen kann und damit durchkommt, ist die folge dieser krankheit.)

Und ja, werte damen und herren innenminister und sonstige kwasistalinistische volxentrechter: es ist natürlich möglich, darüber dann auch kinderpornografie, „raubkopien“, terrorpropaganda, volxverhexung, „hate speech“ und schadsoftwäjhr zu verteilen sowie drogen- und waffenhandel zu betreiben — genau so, wie das jetzt schon über telefon, briefe, pakete, boten, brieftauben und direkte persönliche kontakte möglich ist, ohne dass ihr ein problem damit habt oder gar telefon, post, direkte sozjalkontakte und brieftauben verbieten wollt. Es gibt kriminelle handlungen. Es gibt asozjale handlungen. Es gibt menschen, die kriminelles und asozjales tun. Die dabei verwendete technik ist weder kriminell und asozjal, die taten sinds. (Auch lange, bevor jornalisten und innenminister ein wort wie „internet“ oder gar „darknet“ auch nur gehört hatten, wusste ich, wie ich an drogen und waffen hätte kommen können, wenn ich das gewollt hätte. Es hatte nichts mit einem netzwerk von kompjutern zu tun. Für eine uzi hätte ich achthundert mark bezahlt, wer bessere kontakte hatte, hätte bestimmt bessere schnäppchen machen können.)

Ach! Ich komme in den nächsten drei monaten sowieso nicht dazu… 😦

Und wenn ich nur an die security-erwägungen denke, die erwogen werden müssen, und zwar verdammt gut und sorgfältig! 😦

Vielleicht setzt sich ja jemand anders dran, bevor ich anfange. Ich wäre sehr dankbar dafür und bin auch gern zum mitmachen bereit.

Unbuntu des tages

Weia! Unbuntu 16.04 xxxxxx xxxxxx LTS, das erste unbuntu, das mir übern weg gelaufen ist, bei dem sogar schon das installazjonsprogramm abkackt, noch bevor unbuntu eine schangse zum regulären versagen bekommt. Ganz großes kino.

Ich erkläre mich für eventuelle probleme nicht zuständig, werte mitmenschen. Das behandele ich ganz genau so wie probleme mit windohs zehn. Bleibt bitte erstmal beim 14.04, bis canonical da seine kinderkrankheiten rausgemacht haben! Zumal die 16.04 sowieso eine ganz schlechte idee ist, weil es sich um illegale softwäjhr handelt — scheiß-canonical wollte unbedingt die erste linux-distribuzjon rausgeben, die offen und absichtlich gegen die GPL verstößt.

Ich mag ja wirklich kein geoblocking…

Ich mag ja wirklich kein geoblocking, aber seit ich im spämmblog nur noch kommentare von IP-adressen aus D, A, CH akzeptiere (ich habe das jetzt seit gut zwei monaten so), hat sich das spämmkommentaraufkommen sehr deutlich verändert. Statt der täglichen sintflut von bis zu achthundert (ungefähr zu fünfzehn prozent „handgeschriebenen“, also nicht leicht automatisch erkennbaren) spämmkommentaren habe ich jetzt nur noch zwei bis drei am tag. Und deshalb wird das auch noch ein bisschen so bleiben.

Aber für die leute, die mit VPNs und TOR ihre anonymität sicherstellen wollen, ist es leider scheiße, dass sie bei den kommentaren ausgesperrt werden. Ich weiß das selbst, und ich werde mir noch etwas einfallen lassen…

Bot des tages

Der bot, der als user-agent die nichts sagende zeichenfolge 007ac9 Crawler angibt und in diesem monat immerhin stolze 15.400 anfragen auf das spämmblog (mit seinen zurzeit insgesamt 3.200 einträgen) losgelassen hat, wird von der SEO-klitsche sistrix betrieben. Als ob SEO — also auf suchmaschinen gerichtete spämm-techniken — noch nicht widerwärtig genug wäre, hat sistrix sich einen ganz tollen text ausgedacht, falls mal jemand danach sucht:

Wir von SISTRIX haben es uns zur Aufgabe gemacht, Inhalte und Netzwerke im Internet zu untersuchen, um Informationsmonopole, wie sie derzeit durch Suchmaschinengiganten entstanden sind, aufzubrechen. Die dafür notwendigen Informationen sammelt zum Teil der 007AC9 Crawler.

So so, fast schon für einen guten zweck und vor allem gegen die gefährlichen großen monopole… *schwallkotz!*

Ich als empfindsames wesen, das manchmal erbrechen muss, wenn es mit widerwärtiger heuchelei und nichtssagenden reklame-frasen konfrontiert wird, werde bei nächster gelegenheit (ich sitze gerade an einer kiste, an der ich nicht wirklich gut arbeiten kann) den gesamten IP-bereich von sistrix sperren. Noch lieber würde ich diese SEO-nuckler und suchmaschinen-manipulatöre aus der welt entfernen; diese netzvampire, die einfach nur massenhaft daten für ihre „dienstleistung“ einsammeln, um mit hilfe dieser daten besser dafür sorgen zu können, dass menschen nicht mehr finden, was sie suchen, und stattdessen das, was nach meinung von werbelügenden suchmaschinen-verschmutzern im brote der geldmacht gefunden werden soll. Dass widerliche und letztlich kundenverachtende klitschen wie „ebay“, „tui“ und die „lufthansa“ ihre eigene reputazjon dadurch in die scheiße ziehen lassen, dass sie mit so einem halbseidenen, vampiristischen und in seiner selbstdarstellung intelligenzverachtend verlogenem pack gemeinsame sache machen, ist deren problem, das hoffentlich auch einmal — am besten schon heute — am umsatz spürbar wird.

Geh sterben, du vampir von scheiß-SEO, und stirb grausam! 👿

Werter kräcker…

Werter idjot… ähm… kräcker, der du gerade im moment deine sintfluthaften kräckversuche auf „Unser täglich Spam“ mit unter anderem folgender kopfzeile in deinen HTTP-rekwests loslässt:

User-agent: PHP/5.{3|2}.{1|2|3|4|5|6|7|8|9|0}{1|2|3|4|5|6|7|8|9|0}

Bitte korrigier mal dein kleines kräckeskriptchen, dass es da eine gültig aussehende versjonsnummer reinschreibt! So viel unvermögen kann man sich ja gar nicht länger anschauen! :mrgreen: