S/M des tages

Wie kriegt man es im lande des maaslosen netzwerkdurchsetzungsgesetzes für die staatlich erzwungene privatwirtschaftliche internetzzensur hin, dass das zwitscherchen einen sperrt? Ganz einfach: irgendwelche schlüsselwörter aneinanderkleben und darauf warten, dass die „künstliche dummheit“ ihr werk tut.

Spätwähler nach 18 Uhr bekommen Geld für Wahlzettel unterschreiben zählt doppelt Rechtspopulismus AfD Mohammed Europawahl Wahl gewinnen…

Der erfolg war erwartungsgemäß durchschlagend:

Seitdem haben wir außer einer automatisierten Antwort nichts mehr von Twitter gehört. Der Account ist weg und die Beschwerde irgendwo im Nirvana eines unsäglichen, willkürlichen Prozesses gelandet, bei dem die Kunden nicht wissen, was passiert, wie es weitergeht, wo eigentlich das Problem liegt […] Man kann nur den Kopf darüber schütteln mit welch stumpfsinnigen Aktionismus ein global agierender Konzern vorgibt gegen Desinformation vorzugehen. Dabei ist auffällig, dass Twitters Moderation absolut nicht in der Lage ist Tweets in Kontext zu setzen und vollkommen unfähig ist Satire zu erkennen

Tja, wenn euch doch nur jemand vor der zentralisierung eurer kommunikazjon über irgendwelche börsennotierten unternehmen ohne seriöses geschäftsmodell gewarnt hätte! 😦

Auch weiterhin viel spaß mit der immer weiter ausgeweiteten, dummen technokratisch-mechanischen scheißzensur in der BRD! Gruß auch an Heiko Maas (SPD) und alle seine scheißgenossen!

Guhgell, S/M und „geistiges eigentum“ des tages

Am 25. September dann meldete sich bei der Copyrightabteilung von Youtube jemand unter dem christlichen Namen „FirstCrist, Copyright“ und behauptete, Al Hayat TV habe Urheberrechte verletzt. Daraufhin teilte Youtube den Betreibern von Al Hayat mit, dass der Sender im Fall von nur zwei weiteren Beschwerden geschlossen werde – es sei denn, er reiche eine „Gegendarstellung“ ein. Dadurch würden allerdings die persönlichen Daten an den Beschwerdeführer weitergeleitet

So schnell kommen die von guhgells juhtjuhbb gesammelten daten dank der urheberrechts-technokratie in die hände von religjösen mörderbanden. Auch weiterhin viel spaß mit den einfach zu nutzenden diensten zentraler anbieter und vor allem: viel spaß mit dem immaterjalgüterrecht!

(Hinweis für lesefaule, die nur bildungsfern-sehen und es deshalb noch nicht wissen: selbst das p’litische system des staates, in dem du gerade jetzt lebst, kann sich in windesschnelle in etwas ausgesprochen unerfreuliches und mörderisches verwandeln, und dann kann so manche jetzt harmlose mitteilung nachträglich lebensgefährlich oder ausgesprochen nachteilhaft werden. Deshalb müssen datensammlungen aller art vermieden werden.)

Interestingness…

Und immer wieder kann ich mich über die „fähigkeit“ der gestalter von so genannten „web zwo null“-anwendungen wundern, die nichtsigkeit ihrer „konzepte“ in unsinniger sprache zu verkleiden, damit sie nicht ganz so nackt vor dem anwender steht. Bei flickr habe ich zum beispiel eben den folgenden text lesen müssen:

Dies sind ihre 57 beliebtesten Inhalte, sortiert nach Interestingness

Wenn mir jetzt noch jemand erklären würde, was „interestingness“ sein soll… es kann sich dabei kaum um die zugriffszahlen handeln, da selbst fotos ohne nennenswerte zugriffszahlen weit oben in der liste aufscheinen und der spitzenplatz von einem niemals betrachteten foto eingenommen wird. Wahrscheinlich ist es einfach nur eine technisch ermittelte unsinns-zahl, und um das besser zu verbergen, wird ein hübsches unsinns-wort dazu geschrieben. Und damit man nicht merkt, wie unsinnig das unsinns-wort und das dahinter stehende technokratische „konzept“ wirklich ist, wird dieses unsinns-wort als englisches unsinns-wort in den deutschen text gekleistert. Sicherlich, man hätte auch „interessantheit“ schreiben können, aber das klingt erstens ziemlich falsch und zweitens merkt dabei jeder, was es für ein unsinn ist, wenn bilder ohne einen einzigen zugriff in einer solchen liste der „interessantheit“ ganz oben stehen.

Eben typisch „web zwo null“: ganz viel heiße luft. Was anderes kann solche blasen ja auch nicht groß machen.