Telekomiker des tages

Was kostet das verlegen von zweihundert meter glasfaser vom nächsten verteilerschrank zu einer schule, die endlich richtiges internetz kriegen soll? Bei den deutschen telekomikern kostet es den mondpreis von nur noch achtzigtausend abgewixten øre! Aber hej, es muss ja niemand ein solches angebot annehmen *mitakustikkopplerwink!*…

Datenschleuder des tages

Stell dir mal vor, du gehst in einen telekom-laden und lässt dir dort eine datensicherung deines wischofons auf einen USB-stick machen (weil du so sehr generazjon wischofon bist, dass du das nicht mehr selbst hinbekommst) und die telekomiker drücken dir dann ein datenzäpfchen in die hand, auf dem neben deinen eigenen daten auch die daten irgendwelcher anderen leute drauf sind

Die Frau hatte auf dem Stick Hunderte Urlaubsbilder, private Nachrichten und Anrufprotokolle von fremden Menschen entdeckt. Laut Verbraucherzentrale enthielt der Stick Sicherungskopien der Smartphone-Gerätespeicher von sieben Kunden. Betroffen seien insgesamt mehrere Hundert Menschen

Natürlich mit adressbüchern und allen im wischofon gespeicherten passwörtern von sieben leuten.

Auch weiterhin viel spaß und orwellness beim festen glauben an den überall weitgehend konsekwenzenlos versprochenen schutz eurer persönlichen daten! Die liste wäxt und wäxt und wäxt. Ob es bei so klarer faktenlage zu einem bußgeld nach DSGVO kommen wird? Nun, die DSGVO wurde nicht dafür gemacht, gegen BRD-kwasistaatskonzerne angewendet zu werden, und ich gehe davon aus, dass sie in bananistan entweder nicht angewendet wird oder es ein eher symbolisches bußgeld „für die kaffeekasse“ geben wird.

Prof. dr. Offensichtlich

Prof. dr. Offensichtlich, der forsche forscher an allen fronten der erkenntnis, hat sich mal diese angebote diverser wischofon-zugangsproweider angeguckt, die nur für bestimmte angebote wie etwa netficks und wattsäpp kein datenvolumen abrechnen und zum baffen erstaunen des ganzen kosmos rausgekriegt, dass das gegen die netzneutralität verstößt und andere anbieter benachteiligt. Niemand hätte damit rechnen können!!!1!

Die Lockvogelangebote verteuern aber auch insgesamt den Zugang zum freien Netz: Anbieter mit Inklusiv-Verträgen verlangten für zusätzliches Datenvolumen meist unverhältnismäßig viel Geld

Aber für die generazjon wischofon spielt das alles keine rolle mehr, die freuen sich, wenn sie schön netficks gucken, spottifein hören und ihre kommunikazjon über den fratzenbuch-dienst wattsäpp zentralisieren können. An denen ist das internetz sowieso verschwendet, die zahlen gern mehr geld für schlechteren netzzugang, wenn sie nur genug glotz- und popmusikgift kriegen. Und hej, wenn ihr alle über wattsäpp tschättet, dann habt ihr die freude nicht für euch allein, es freuen sich auch der innenminister und die geheimdienste…

Kryptografie des tages

Heise vermeldet heute in seinem bullschitt-ressor, dass die USA unter annahme von annahmen aller art in einer studie ausgerechnet haben, dass das US-amerikanische kryptografieverfahren AES einen „wirtschaftlichen mehrwert“ von 250 gigadollar gebracht hat. Ich hoffe, ihr habt angesichts dieser meldung alle gespürt, wie eure geldbeutel spontan angeschwollen sind.

Natürlich geht diese abgeschriebene PResseerklärung damit weiter, dass man immer AES einsetzen soll, wenn man kann, denn AES wird, wie führende kristallkugeln berichten, noch jahrelang unknackbar sein. Als ich das gelesen habe, habe ich meine ohren fest an das gras gepresst und mich spontan gefragt, ob die NSA wohl inzwischen ein verfahren kennt, AES mit vertretbarem aufwand zu knacken. Das ist sehr schwierig, denn AES ist ein relativ einfacher algoritmus, der leicht formalisierbar und analysierbar ist und dennoch zwei jahrzehnte lang von den kryptanalytikern dieser welt nicht so geknackt wurde, dass die alarmsirenen aufheulen mussten… wenn auch ein paar bits komplexität durch gute analyse weggehobelt werden konnten.

Was heise verschweigt ist diese lustige anekdote, die ich viel lieber in erinnerung bringen möchte: als AES zum nachfolger von DES gemacht wurde — die verfügbare rechenleistung wurde inzwischen so gut, dass man alle DES-schlüssel durchprobieren konnte — gab es eine konferenz, auf der verschiedene potenzjelle nachfolger vorgestellt wurden. Unter anderem haben dort auch die deutschen telekomiker ihren deutsche-telekom-kwalitätsalgoritmus MAGENTA mit werbeträchtiger benamsung vorgestellt. Ich zitiere aus der wicked pedia:

Die Kryptologen Adi Shamir und Ross Anderson fanden bereits während der 20-minütigen Präsentation des Algorithmus theoretische Angriffsmöglichkeiten. Kurze Zeit später bewiesen sie, dass dieser Angriff auch praktisch möglich und das Kryptosystem somit leicht zu brechen ist

Nur, falls jemand glaubt, vor zwanzig jahren sah es hier besser aus.

Hauptsache man schenkt den kaufpreis den käufern

„Mit einer klugen Verkaufsstrategie kann der Bund für die Telekomaktien weit mehr als zehn Milliarden Euro erlösen“, konstatierte der CDU-Wirtschaftspolitiker Carsten Linnemann gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Woche. „Dieses Geld brauchen wir dringend für den Glasfaserausbau. Es sollte auch ausschließlich dafür verwendet werden.“

Und nein, wer glaubt, dass die durch und durch korrupte scheiß-CDU oder die hartz-IV-scheißgrünen das kabelnetz selbst ausbauen wollen, um es dann an die telekom zu vermieten, hat sich geschnitten. Das geld wird der telekom geschenkt werden. Und die telekom bezahlt damit ihre eigenen schächte, so dass sie nicht mit ihrem eigenen geld investieren muss — und dann vermietet die telekom diese leitungen zu gesalzenen kosten an mitbewerber. Das hier ist die BRD, das große bananistan und korruptistan.

Spämmschutz des tages

Woran erkennt man eigentlich, ob eine mäjhl der deutschen telekomiker wirklich eine mäjhl der deutschen telekomiker und nicht etwa eine mäjhl von kriminellen ist, so fürs phishing oder mit schadsoftwäjhr statt der rechnung zum beispiel. Die antwort auf diese drängende frage geben euch die deutsche telekomiker [dauerhaft archivierte versjon dieser hochnotwichtigen sicherheitshinweise der deutschen telekomiker]:

Es wird das E-Mail-Siegel angezeigt.

Na, dann kann ja nix mehr schiefgehen! :mrgreen:

Auch im jahre 2017 kriegt es ein unternehmen wie die deutsche telekomiker also nicht hin, mäjhls digital zu signieren (das kostet nicht einmal geld) und seine kunden dazu anzuleiten, die digitale signatur immer zu überprüfen. Stattdessen gibts eingebettete grafiken, „e-mail-siegel“ genannt. Ganz großes kino! Ganz große kompjutersicherheit! Telekomiker: ihr seid die schadsoftwäjhr und ihr seid das phishing! Geht einfach sterben und nehmt eure kundenverdummendes schlangenöl mit ins grab!

Oder müsst ihr als früheres staatsunternehmen der BRD etwa alles dafür tun, dass es niemals zu einer breiten anwendung kryptografischer standardverfahren kommt, um die staatliche verfügungsmasse (lügenredend: bürger, volk) überwachbarer zu halten?

Hinweis via @benediktg@gnusocial.de

Telekomiker des tages

[…] die Telekom versteht unter dem „Anschluss der Zukunft“ keine erhöhte Geschwindigkeit – sondern eine signifikant NIEDRIGERE

Die sehr nette und sehr höfliche Mitarbeiterin am Telefon war selbst „geschockt“. Durch die Umstellung auf IP-Telefonie wird es der Deutschen Telekom nämlich nicht mehr möglich sein, unserem Haus eine VDSL-Anbindung zu gewähren. Somit sinkt die maximale Geschwindigkeit von derzeit 25 Mbit auf 16 Mbit

Na, da freut man sich doch gleich doppelt, wenn man dazu auch noch mehr oder weniger gezwungen wird. Auch weiterhin viel spaß mit den datenautobahnen in der BRD, die ähnlich marode schleichwege wie viele straßen sind. Gruß auch an Alexander Doofrindt!

Sucht hier noch jemand einen dschobb?

Wie wäre es mit einer arbeit als digital transformation designer (m/w) in berlin (vollzeit) für die deutschen telekomiker. Wer es schafft, diese stellenanzeige durchzulesen, ohne bewusstlos zu werden, erfüllt bereits die erste anforderung: sein eingebautes bullschitt-o-meter ist total kaputt und deshalb bei allen tätig- und tätlichkeiten nicht weiter störend.

Unentbehrlich fürs bullschitt-bingo!

via @benediktg@gnusocial.de

Telekomiker des tages

Sagt der scheff: „Weia, ist uns da eine große scheiße passiert. Wir haben 200.000 SIM-karten an einen toten obdachlosen verkauft, und jetzt hat sich rausgestellt, dass es terroristen waren“. Sagt der PR-lügner: „Moment, ich habe eine idee. Ich rotze einfach eine PResseerklärung raus, die so tut, als seien wir für die terrorbekämpfung zuständig und verliere kein wort darüber, dass das niemanden bei uns jemals aufgefallen ist“.

Und in der tat, die jornallje (einschließlich heise onlein) bringt die PResseerklärung und stellt keine doofen fragen an einen wichtigen anzeigenkunden… 😦

Telekomiker des tages

Na, ruckelt juhtjuhbb bei euch ganz fürchterbar? Das liegt nicht an juhtjuhbb und nicht an guhgell, sondern an den deutschen telekomikern, die ein weiteres mal weniger internetz für mehr preis liefern:

Nutzerberichten zufolge kommt es seit heute Nachmittag zu Störungen im Telekom-Netz. Bei IPv4-Verkehr zu Google bleiben aktuell 10 bis 40 Prozent der Pakete auf der Strecke. Betroffen sind offenbar auch andere Dienste, darunter YouTube und die DNS-Server 8.8.8.8 und 8.8.4.4, die der Internetriese bereitstellt

Wenn ich mich richtig erinnere, hatten die telekomiker das gleiche oder ein sehr ähnliches problem in der ersten hälfte des letzten jahres und haben es irgendwann nach mehreren monaten „gelöst“. Auch damals gab es paketverlust zwischen vierzig und fünfzig prozent, genau, wie ich es eben noch einmal beim ping gesehen habe. Wer ist eigentlich kunde bei diesem überteuerten scheißladen?!

Telekomiker des tages

Die telekomiker unter der marke ihrer tochtergesellschaft „congstar“ so: wir können ihre IP-basierte telefonnummer innerhalb der gleichen stadt nicht umziehen, aber wir räumen ihnen ein sonderkündigungsrecht ein, so dass sie für ihren neuen wohnort einen vertrag mit einem anderen anbieter machen und hierbei ihre telefonnummer übernehmen können — oder machen sie einfach einen neuen vertrag mit uns und bekommen dafür dann eine neue telefonnummer. [Der link geht auf einen diaspora-pod und erfordert leider javascript, um etwas lesen zu können]

Was rauchen die da?! Und vor allem: wieviel davon? :mrgreen:

Und vor allem: was müssen die leute immer in sich reinkippen, um kunden der telekomiker sein zu können?!

„Cloud“ und datenschleuder des tages

Datenleck in der Telekom-Cloud ermöglicht Zugriff auf fremde Adressbücher

Tja, ich wünsche euch auch weiterhin viel spaß mit der „cloud“, also der unnötigen datenspeicherung auf den kompjutern anderer leute — und natürlich mit den ganzen idjoten, die eure persönlichen daten irgendwo in der „cloud“ speichern. Immerhin hat die telekom „technische vorkehrungen getroffen, damit ein solcher zugriff in zukunft nicht mehr möglich ist“. Was das bedeutet, sagt sie nicht. Eine wirksame totale verbindungstrennung — stecker ziehen — würde das ganze schöne „cloud“-geschäft beenden. Für gewöhnlich völlig uninformierte kreise deuten diese aussage so, dass jetzt heiligenbilder auf die server-racks geklebt wurden.

Kennt ihr den schon?

Magenta Security Kongress:
Telekom präsentiert neue Sicherheitsprodukte

Die hatten doch gerade erst was mit ihren routern und 900.000 von internetz, telefon und fernsehen abgeklemmten kunden… na, die kriegen bestimmt eine extrasichere „cloud“ hin! :mrgreen:

Und wer einen brauser (oder jede beliebige andere anwendung oder jeden beliebigen anderen dienst) in einem sandkasten laufen lassen will, sollte sich unbedingt einmal „firejail“ anschauen! Ach, das gibt es nicht für windohs? Na, dann müsst ihr halt schlangenöl von den telekomikern kaufen! Die sind ja expörten!

Telekomiker des tages

Dass die telekomiker gerade rd. 900.000 kunden mit aufgehäckten routern hatten, die dann eben ohne überteuertes telefon, internet und fernsehen leben mussten, hat ja jeder mitbekommen. Den ersten, im web dokumentierten hinweis auf ein mögliches sicherheitsproblem bei ihren billigroutern in telekomikerfarbenen gehäuse haben die telekomiker übrigens im januar des jahres 2014 bekommen, als ein kunde im support-forum der telekomiker nach dem offenen listener auf port 7547 fragte, so dass ein angestellter der telekomiker die folgende antwort vom besten gab [dauerhaft archivierte versjon, falls diese offene intelligenz- und kundenverachtung den telekomikern mal zu peinlich wird und es deshalb im löschfinger zuckt]:

Bitte vor dem weiterlesen gut hinsetzen! Keine tischkanten in gebissnähe! Keine getränke im mund! Vorsicht mit dem kopf und der schreibtischplatte!

Genug gewarnt…

Sie haben recht, ein offener Port stellt immer ein gewisses Risiko dar. Letztlich werden aber immer einige Ports offen sein müssen, sonst ist die Funktionalität eines Routers nicht mehr gegeben. Sie möchten ja schließlich surfen, telefonieren, Dateien herunterladen, mailen, online spielen u.s.w.. Alle diese Dienste benötigen offene Ports und doch haben Sie keine Angst Mails zu verschicken, oder?

Wenn Sie ganz sicher sein möchten, müssen Sie auf Ihren Internetzugang verzichten.

Ja, dieser spezjalexperte im telekomiker-brot sagt einem fragenden kunden allen erstes, dass man ja einen offenen listener-port haben müsse, um webinhalte abzurufen, zu telefonieren, dateien über FTP, HTTP, gopher daunzulohden! (Das stimmt natürlich nicht. Ein listener-port ist erforderlich, um sörverdienste anzubieten, aber nicht für normale cleients.) Und deshalb keine panik, wenn auch der router einen listener-port im internetze offen hält! Das hat zwar zusätzlich nix mit dem anderen zu tun, was ebenfalls offen gelogen war, aber hej, telekomiker-kunden sind doch doof, denen kann man doch alles erzählen.

Für den facepalm, den man da machen will, gibts leider zuwenig hände.

In einem internetz-security-museum — so etwas gibt es bestimmt in ein paar jahrzehnten — ist diese antwort unbedingt ausstellungswürdig. Gut, dass man sie leicht kopieren kann, denn sie gehört auch in das museum für spätkapitalistische kundenverachtung und offene lüge.

Wenn mir persönlich als antwort auf einen hinweis auf ein potenzjelles sicherheitsproblem eine derartig patzige und offen gelogene antwort durch einen techniker-supportheini zuteil würde, dann betrachtete und behandelte ich mein vertragliches vertrauensverhältnis mit so einem scheißladen als irreparabel beschädigt. Nein, geld würden die von mir nie wieder sehen. Die könnten ja mal versuchen, es sich zu holen.

Und diese arschlöcher und idjoten haben noch kunden?! Unfassbar!

Wer angesichts solcher kundenverachtung so doof ist, kunde der telekomiker zu sein, kriegt jedenfalls nach der nächsten katastrofe keine tüte mitleid von mir.