Der jornalismus der zukunft

Nein, nicht in der VR china, im iran oder in nordkorea, sondern in der europäischen union, in großbritannjen:

Die britische Regierung habe die Zeitung dazu gezwungen, Daten des Whistleblowers Snowden zu löschen, schreibt der „Guardian“-Chefredakteur. Agenten des Geheimdienstes GCHQ überwachten demnach persönlich, wie im Keller der Zeitung ein Laptop zerschmettert wurde.

Keine sorge, der stets im hofberichterstatterton schleimenden BRD-scheißsystempresse und dem BRD-kwasistaatsrundfunk wird so etwas so schnell nicht passieren. Und frau Merkel und herr Pofalla haben ja versichert, dass die vorwürfe allesamt vom tisch seien

Siehe auch heise mit dem zitat-leckerli:

Ihr hattet eure Debatte. Es muss jetzt nicht mehr geschrieben werden

Damit klar ist, wie sich die staatsgewalt die presse wünscht!

Ermittlung 2.0

Ein dieb, dessen freunde schon öffentlich davon erzählt haben, dass sie sein diebesgut in der hand gehalten haben und es dabei ganz genau beschrieben haben… ein solcher dieb bekommt einen brief von einem polizeibeamten, dass er sich doch bitte am nächsten freitag gut vorbereitet auf der polizeiwache einfinden soll, um dort die frage zu beantworten, ob er etwas gestohlen habe. Denn der polizeibeamte muss ja aktiv werden, wenn es so viele indizjen für einen diebstahl gibt, und deshalb fragt er natürlich einfach den dieb… oder so ähnlich

Kann man sich gar nicht mehr ausdenken, diesen ganzen bananengeschmack in der BRDDR.

Kleines sprach-leckerli im text:

Der De-Cix, der vom Eco betriebene Austauschknoten, kooperiere mit keinem ausländischen Geheimdienst, bekräftigte Landefeld

Hervorhebung von mir. Denken müssen leser selbst.

Immer wieder lustig: die bitkomiker

Die spezjalisten von der BITKOM haben eine grandiose idee, was man zur abwehr der digitalen wirtschaftsspionage durch britische und US-geheimdienste tun könnte: einfach „kritische infrastruktur“ [bingo!] durch einen „sicherheits-TÜV“ [bingo!] zertifizieren lassen. So kriegt man die leute auch wieder in die „cloud“. Sorry: in den waxtumsmarkt [bingo!] „cloud“… 😀

Wenn der gute Dieter Kempf von den BITKOMikern jetzt noch ein verfahren findet, mit dem er seine kompetenz durch ein prüfsiegel belegen kann, sind wir alle zufrieden.

Erste testfrage für die zertifizierung des herrn Kempf: wie kann man belegen (und das müsste man ja für ein derartiges siegel seines „sicherheits-TÜV“ tun können), dass ein DV-system keine hintertüren hat und auch gegen ambitzjonierte angriffe mit geheimdienstlicher metodik sicher ist? Korrekte antwort: gar nicht, weil es schlichterdings unmöglich ist, ein DV-system alltäglicher komplexität mit jedem möglichen input zu testen. Schon das ungleich einfachere halteproblem ist unlösbar.

Aber vielleicht kann der „sicherheits-TÜV“ ja immer noch über die zertifizierten systeme pendeln oder ihnen ein horoskop stellen lassen, damit leichtgläubige deppen wieder vertrauen in den „waxtumsmarkt cloud“ bekommen… :mrgreen:

Übrigens steht nach hinweisen aus gewöhnlich völlig uninformierten kreisen das ergebnis des „sicherheits-TÜV“ schon fest: „exchange“, „sharepoint“ und „outlook“ bekommen wie jedes anderes meikrosoft-produkt ganz selbstverständlich bestnoten, weil meikrosoft erklären wird, dass das alles ganz sicher ist, ganz großes und echt jetzt mal wirklich ehrliches ehrenwort. BSD und linux… ach, da weiß man ja nie so genau, also nicht empfehlenswert.

Vor ein paar monaten noch verschwörungsspinnerei…

…und jetzt schon eine meldung der aktuellen camorra:

Die Geheimdienste der USA, Großbritanniens und Frankreichs dürfen nach Einschätzung des Freiburger Historikers Josef Foschepoth in Deutschland aber auch weiterhin die Telekommunikation überwachen. Auch die Aufhebung von Verwaltungsvereinbarungen ändere daran nichts, sagte Foschepoth der Deutschen Presse-Agentur dpa.

Die früheren Alliierten könnten „auf Grund des ihnen nach dem Zweiten Weltkrieg zugewachsenen Besatzungsrechts weiterhin in Deutschland abhören“. Dieses Recht sei inzwischen in deutsche Gesetze eingegangen, sagte Foschepoth. Die Grundlage der jetzt aufgehobenen Verwaltungsvereinbarungen, das Zusatzabkommen zum NATO-Truppenstatut vom 3. August 1959, sei nach wie vor gültig, erklärte der Historiker.

Mit schmackhafter realsatire

Was tut man nicht alles für seinen überwachungsstaat?

Einige Firmen, so legen es die GCHQ-Dokumente nahe, entwickelten eigens eine Software zum Ausspähen und wurden dafür vom GCHQ entlohnt. Sie ließen sich also dafür bezahlen, dass sie ihre eigenen Kunden ausspionierten. Alle geben sich unschuldig und sind verschwiegen

Nein, das sind nicht die USA, das ist diese insel, die immer zu stundenlangen sondersendungen im BRD-hirngrillfernsehen führt, wenn irgendein auf frühere großräuber zurückgehendes produkt jahrhundertlangen inzests heiratet oder mal wieder einen nachwux wirft.