Prof. dr. Offensichtlich

Prof. dr. Offensichtlich, der forsche forsche an allen fronten der erkenntnis, hat sich gesagt: wir hatten ja neulich fipronil in den hühnereiern, gucken wir doch mal, ob sich das zeugs auch im hühnerfleisch findet. Der laie staunt und die fachwelt wundert sich über das ergebnis

[Dauerhaft archivierte versjon der MDR-meldung gegen die von presseverlegern in den dunkelkammern des reichstages lobbyistisch-kryptokratisch durchgesetzte „depublikazjon“ von gebührenfinanzierten inhalten des BRD-staatsfunks.]

Alle jahre wieder

Ich kriege gerade mit, dass offenbar gestern in der glotze mal wieder dokumentiert wurde, wie fleisch in massentierhaltung „produziert“ wird. Und jetzt ekeln sich alle. Und völlig absehbar ists für mich, dass dieses medial produzierte gefühl in nur einer woche wieder vergessen sein wird, hinfortgespült von aktuelleren medial produzierten gefühlen, vom einer sintflut und sinnflut der contentindustrie und des staatsfernsehens. Und dann — es ist ja sommer — gehts wieder grillen, lecker lecker grillen.

Guten appetit! Und weiterhin viel spaß am hirngrill des fernsehers, ihr verfügungsmasse der professjonellen psychoficker!

Petizjon des tages

Es ist ja wirklich schlimm:

Können Sie sich eine OP bei vollem Bewusstsein, ohne Betäubung vorstellen? Ein Albtraum? Aber grausame Realität für Millionen von Schlachttieren in Deutschland und in ganz Europa! Lt. EU-Kommission (Mai 2011) erleben in bestimmten EU-Staaten bis zu 75 % der Tiere bei vollem Bewusstsein ein extrem qualvolles Ende: Entweder werden sie aus bestimmten Gründen vor der Schlachtung überhaupt nicht betäubt, oder die Betäubung ist unzureichend (wirkt weder lang noch stark genug). Sie werden dann — oft maschinell — amputiert, aufgeschnitten, verbrüht, in Teile zerlegt oder verbluten – meist kopfüber an Haken hängend – qualvoll lang, nicht selten in unerträglichem Schmerz zuckend, laut stöhnend oder aufbrüllend. Die Hauptgründe sind neben einer grundsätzlichen Hintanstellung des Tierschutz-Prinzips Akkordarbeit, Kostenersparnis, Gewinnmaximierung bis hin zu hemmungsloser Profitgier, aber auch erhebliche Mängel bei den Betäubungsgeräten. Diese unerträglichen Zustände stellen einen schwerwiegenden Verstoß gegen die deutsche Tierschutz-Schlachtverordnung wie gegen europäische Tierschutzgesetze dar und stellen die Glaubwürdigkeit der gesamten EU-Tierschutzpolitik in Frage.

Und die gewohnt und petitionsgerecht bückgeistigen petanten haben auch eine richtig tolle idee, wie man den viechern einen würdevollen tod zurückgeben kann — achtung, das ist (vermutlich) keine satire:

Zur Durchsetzung der geltenden Tierschutz- und Arbeitsschutzgesetze ist eine durchgängige Kontrolle sowie Dokumentation mittels Videoüberwachung unabdingbar

Vergesst nicht auch noch den bundestrojaner und die vorratsdatenspeicherung! Wenns um mitwesen tier geht, sind den meisten menschen die menschenrechte noch scheißegaler als eh schon.