Ein paar tausend dollar verbrannt…

Inklusive Steuern, Versand und Brillenglaesern hat mich das Experiment Google Glass mal eben geschmeidige $4000 gekostet […] Je mehr ich mir Gedanken ueber den Gegenwert mache, um so mehr bin ich angesickt ueber die Art und Weise wie Google mit seinen “Explorern” umgeht, also den Menschen, die sich auf dieses Experiment eingelassen haben und viel Geld Richtung Mountain View ueberwiesen hatten

Ich kann ja kaum in worte fassen, wie sehr sich mein mitleid in grenzen hält… :mrgreen:

Ich wünsche weiterhin viel spaß dabei, überteuerten und unausgereiften technik-tinnef zu kaufen, nur, weil die ganze scheißjornallje eine guhgell-PResseerklärung nach der anderen abschreibt, als ob es sich um richtige nachrichten handeln würde. Selbst, wenn es sich um so eine mitmenschenverachtende scheiße wie eine NSA-überwachungsdrohnenbrille handelt. Wer das jetzt nicht mehr möchte und nicht weiß, wohin mit seinem geld: ich nehme es gern an und liefere auch nix dafür, außer das, was ich auch unbezahlt liefere…

Na ja, andere bezahlen halt gern…

Es gibt wahrscheinlich hunderte Bilder von meinen beiden Google Glass im Netz, wohlgemerkt mit immer anderen Traegern. Ich moechte gar nicht ausrechnen wollen, wie viele Menschen dies potentiell gesehen haben und vor allen Dingen wieviele Menschen ihre Erfahrungen damit weitergegeben haben

…und machen dann unbezahlte reklame für guhgells beglückungsideen. Es kann ja auch nicht jeder mit dem gehirn denken, das rückenmark ist doch auch ganz hübsch.

Dinge, die die welt nicht braucht

Das erste technologiefreie wischofon. Zum kaufen. Mit kapitaleinsammlung über „crowdfunding“. Denn die welt ist reif. Und sie will ganz dringend gepflückt werden:

Fast Tausend Menschen haben ein NoPhone bereits vorbestellt

Ich empfehle passend zum „NoPhone“ die „NoApp“ (nur echt ohne hübsches piktogramm), selbstverständlich hochkwalitativer, aus sicherheitsgründen digital signierter und überhaupt echt guter kohd zum freien daunlohd. Wer dafür etwas bezahlen möchte, so dass ich die „NoApp“ auch in zukunft weiterentwickeln kann, kann ja auf meiner homepäjtsch eine spende geben. 😀

Was uns allen immer schon so richtig gefehlt hat…

Dank äppels handgelenk-anzeigefläche fürs äppel-wischofon können wir endlich, endlich, endlich unseren „freunden“ eine aufnahme von unserm puls als nachricht schicken. Wie konnten wir nur die ganze zeit ohne leben! Die antwort auf „first world problems“ sind „first world solutions… without problems“.

Dinge, die die welt nicht braucht

Passend zum brütenden wahnsinn der IFA: endlich!!!1! kann eine „smartwatch“ auch musik wiedergeben, ohne dass man dazu ein händi benötigt!!elf!1!! Wurde ja auch zeit, denn…

[…] Bislang konnte man mit Android-Wear-Smartwatches ohne gekoppeltes Handy nicht viel mehr anfangen, als die Uhrzeit ablesen.

…irgendwie muss man die überteuerten technikspielzeuge ja an den konsumenten bringen. Und hej, für die freunde der totalen orwellness können die dinger demnächst auch GPS, damit endlich!!!1! auch uhren träcken und überwachen können. :mrgreen:

Auf gar keinen fall vergessen, regelmäßig den akku aufzuladen, sonst wisst ihr irgendwann nicht mehr, wie spät das ist!

Kaufzwang und konsumterror

Liebe mitmenschen, die ihr nach einen guten einstieg in die S/M-kacke¹ sucht, dieser vollständige führer durch die gegenwärtige welt des fratzenbuches sei euch empfohlen [Bildschirmfoto]. Mit 198 tipps von echten sozjalkrams-experten. Und ganz wichtig: nicht vergessen, näxstes jahr die 2015-ausgabe zu kaufen! :mrgreen:

Die welt ist nämlich reif, und sie will gepflückt werden. [via]

¹S/M ist meine abk. für „social media“. Aus gründen.

Tolle idee des tages: der autographer

Tolle idee des tages ist die kamera für rund 450 euro. Jetzt neu für die dummen des technikzeitalters: ohne auslöser, den man selbst drücken müsste. Die kamera „entscheidet“ selbst, wann ein foto gemacht wird. So wird das für die elektrospielzeug-krüppel so drückend wichtige problem gelöst, dass man beim fotografieren noch etwas tun muss:

Der Autographer ist eine kleine Kamera zum Umhängen, die immer dann ein Foto macht, wenn sich etwas in ihrem Sichtfeld ändert. Der Hersteller verspricht, dass damit alle wichtigen Ereignisse ohne weiteres Zutun aus der Ich-Perspektive auf die Speicherkarte kommen

Spätere modelle werden gleich um eine automatische hochladefunkzjon für das fratzenbuch oder für guhgell doppelplusgut (mit GPS-informazjonen, versteht sich) und um eine versteckte knipsschnittstelle für die NSA ergänzt. Ein zusammenwaxen mit guhgell glaß wäre strategisch günstig.

Früher war alles besser…

Und früher hat man das, was heute industriell produzierter tinnef ist, der gebildeten menschen zum trost über ihren schizofrenen „leifsteil“ als esoterik verkauft wird, noch ganz klar mit dem wort aberglaube bezeichnet. Wenn man gebildet und dadurch über die dumpfe magie erhaben war, sogar mit dem wort dummer aberglaube.