Gesundheit des tages

Wie, sie haben krebs? Wir machen in unserer klinik eine neuartige chemoterapie, und ganz viele unserer pazjenten haben jetzt keinen krebs mehr, also kommen sie zu uns, auch wenn es sie ein paar zehntausend øre kostet:

Eine Privatklinik in Bayern bietet eine umstrittene Krebstherapie an. Für den Erfolg soll sie mit vermeintlich geheilten Patienten geworben haben. Recherchen von NDR und „SZ“ ergaben nun: Einige sind längst an ihrer Krankheit verstorben

Sozusagen die endlösung des krebserkrankungsproblems.

Während allen angst vor terrorismus gemacht wird…

…läuft der ganz normale horror des kapitalismus ungebremst weiter und fordert seine toten:

Die Tragödie vom 14. November rüttelt ganz Spanien für ein Problem wach, das zwar nicht neu ist, sich aber in den vergangenen Jahren rapide zugespitzt hat. Die sogenannte Energiearmut – die Probleme vieler Menschen beim Bezahlen der Strom- und Gasrechnungen – forderte nach einer Studie der Sozial- und Umwelt-Stiftung ACA zuletzt mehr als 7000 Menschenleben pro Jahr

Warnung, der link geht zur springerpresse!

Tot

Trotz diverser mordversuche durch die geheimdienste der USA hat es Fidel Castro, revoluzjonsführer der kubanischen revoluzjon, heute „geschafft“, im alter von neunzig jahren eines natürlichen todes zu sterben. Sein bruder Raúl demonstriert jetzt als kubanischer herrscher, dass der sozjalismus genau so einen auf abstammung und speichelleckertum gegenüber dem „blauen blut“ basierenden herrschaftsapparat wie der frühere feudalismus hervorbringt.

Kurz verlinkt

König: Herr Menzel hat Ihnen keinen Grund genannt, warum er die Kamera beschlagnahmt?

Nennstiel: Es war sein Wunsch die schönen Fotos zu bekommen, die waren in Farbe

Natürlich ist die speicherkarte mit den feuerwehr-dokumentazjonsfotos aus dem NSU kämpingwagen nach ihrer beschlagnahme durch die polizei spurlos verschwunden

Tot

Werner Walter (UFO-forscher, mitbegründer des CENAP) ist tot. Ich kann nur hoffen, dass sein ganzes archiv von irgendjemanden digitalisiert und gut aufbereitet (am besten auch durchsuchbar) ins netz gestellt wird, damit wir uns alle immer wieder an den (von ihm oft scharf kritisierten) ausflüssen im grenzbereich zwischen UFOlogie und esoterik und ein paar jahrzehnte flugscheibenkleister und „exopolitik“ (nein, dieses wort ist keine erfindung von mir) erfreuen können. Und nein, der bullschitt ist nicht vorbei.

Nee, das war kein einfacher typ, aber vermutlich einer der seriösesten UFO-forscher in der BRD. Allerdings hat er es ganz überwiegend mit identifizierten flugobjekten zu tun gehabt, was natürlich nicht ganz so spektakulär und als projekzjonsfläche für allerlei träume geeignet wie die unidentifizierten ist. Tja, wenn man nicht die mehrzahl der gemeldeten sichtungen identifizieren und meist recht unspektakulär aufklären kann, belegt man damit nicht etwa, dass man ein toller UFO-spezjalexperte ist, sondern nur, dass man sich nicht so richtig mit den vielen dingen, die am himmel erscheinen können und leicht zu fehldeutungen führen können, auskennt.

Schade, dass ihm ein talent nicht gegeben war: die leichtigkeit eines schriftsprachlichen stiles, den man gern und mühelos liest. Einen eindruck gibt es auf der optisch nicht besonders ansprechenden CENAP-webseit, deren oft schwer verdaulicher, mit teilweise verschachtelten anmerkungen übervoller njuhsticker voller kommentare zum tagesgeschehen und zum jornalistischen UFO-bullschitt leider seit schon vielen jahren nicht mehr aktualisiert wurde. Aber aus dem tema ist ja auch inzwischen die luft draußen. Zum glück. (Aber ich befürchte, das kommt auch wieder. Jornalisten brauchen ständig köder für das eigentliche geschäft des jornalismus, die reklame — und außerirdische köder werden den fischen auch irgendwann wieder schmecken.)

Nachtrag: GWUP

Es sind doch schon „selbstfahrende autos“ im einsatz…

…und zwar bei der hannöverschen polizei. Anders kann ich mir nicht erklären, dass es sich in dieser sicherlich direkt aus einer PResseerklärung der polizei abgeschriebenen meldung so liest, als hätten die beiden polizeibeamten völlig unbeteiligt in ihrem dienstwagen gesessen, als das auto eine pizzalieferantin totgefahren hat.

Aber hej, polizeibeamte in der BRD haben ja auch diese tollen dienstwaffen, mit denen sie niemals umständlich selbst schießen müssen, wenn jemand damit totgemacht werden soll — in der polizeilichen PResseerklärung, die immer unrelativiert und in den formulierungen wörtlich von der gesamten scheißjornallje abgeschrieben und vom scheißrundfunk wiedergegeben wird, heißt es dann immer, dass sich ein schuss gelöst habe…

Bei solchen hirnficksprachregelungen ist es doch nur folgerichtig, dass nicht die polizisten andere menschen totfahren, sondern ihre autos.

Neues aus dem reichshauptslum: tod in berlin

Jetzt soll es wegen der Zustände am Lageso einen ersten Toten geben – das berichten zumindest Helfer. Der Tod eines 24-jährigen Syrers sei eine „direkte Folge von der Wartesituation am Lageso“, sagt Diana Henniges von der Initiative „Moabit hilft“ zu SPIEGEL ONLINE . Der junge Mann habe seit Wochen immer wieder beim Lageso vorstellig werden müssen, um Krankenscheine und andere Leistungen dort abzuholen. „Er war vom Warten in der Kälte ausgelaugt, hatte einen grippalen Infekt. Am Ende hat er sich auch mit Fieber am Lageso anstellen müssen“. Er habe zudem nichts zu essen gehabt, weil das Lageso das Geld dafür nicht auszahle

Aber hej, berlin ist halt eine arme stadt, die so etwas nicht organisiert bekommt. Da wird dann halt mal unnötig verreckt. Das heißt aber nicht, dass kein geld für wichtigeres da wäre.

Nachträgchen: Oh, gibt es da etwa nicht einmal eine leiche? Huch! Da wird sich die scheißpresse doch nicht etwa einen bären aufbinden lassen haben, denn das wurde ja doch ein paar mal gemeldet… (Ich kann mir ja kaum vorstellen, dass das so einfach geht, aber ich habe mich eben immer noch nicht so vollumfänglich an den clickbait-kwantitätsjornalismus des gegenwärtigen „internetz-jornalismus“ gewöhnt, wie das erforderlich wäre.)

Nachtrag 28. Januar, 14:30 Uhr:

Lageso in Berlin
„Moabit hilft“ ist fassungslos über erfundenen Flüchtlingstod

Datenschutz des tages

Der datenschutz (und damit der schutz der würde und privatsfäre der menschen, also ein verdammtes grundrecht für jeden menschen) muss weg, denn er ist schlecht für die wirtschaft!!!1!1!!!elf!

(Morgen im gleichen kino: kriminelle beschweren sich, das gesetze schlecht fürs geschäft sind.)

Kann man natürlich nicht als „der datenschutz“ muss weg sagen, weil das ja auffällt. Also sagt man es ein bisschen anders:

Jeder EU-Bürger soll das Recht haben, zu entscheiden, mit wem er Daten teilen will

Klicken sie hier, um die autonomie über die (im laufe der zeit größer werdenden) digitalen anteile ihres daseins aufzugeben und die damit verbundenen geschäftsmöglichkeiten an irgendwelche klitschen ohne seriöses geschäftsmodell zu übertragen, damit diese klitschen die digitalen gutsherren der zukunft sind. Von guhgell und fratzenbuch lernen, heißt siegen lernen! Und hej, wäre ja schade, wenn die daten nach dem tod des datenabbaugebietes… ähm… menschen einfach so sinnlos würden:

Als Antwort auf die Keynote der EU-Kommissarin schlug Floridi am Ende des Tages ein europaweit gültiges „Data Donation Protocol“ vor: jeder Mensch bestimmt, was nach seinem Tod mit seinen Daten passieren soll. Sie könnten gelöscht, von den Erben verkauft oder etwa der Wissenschaft zur Verfügung gestellt werden, ganz im Sinne des Digital Death Designs

(Ja, „digital death design“ steht da wirklich!)

Klicken sie hier, um der datamine inc. ein ewiges nutzungs- und vermarktungsrecht zu übertragen. Sie bekommen dafür auch glasperlen… ähm… webdienste, äpps und unterhaltung.

S/M des tages¹

Kurze frage: wenn ich sterbe, und ich habe eine webseit betrieben und benutze ein mäjhlkonto, wem gehört das hinterher? Es kann ja eine menge zeug sein, mindestens persönlich wertvoll. Es kann auch einiges drin sein, was öffentlich ist und was anderen nicht gefällt. Richtig: es gehört hinterher den erben.

Beim fratzenbuch hingegen sieht das völlig anders aus:

Facebook lässt den Zugriff auf Konten im „Gedenkzustand“ für Erben nicht zu

Da meint das fratzenbuch, dass es alles dem fratzenbuch gehört.

Ich wünsche euch allen auch weiterhin viel spaß mit börsennotierten S/M-unternehmungen ohne seriöses geschäftsmodell und der digitalen enteignung eures lebens und eurer gesamten kommunikazjon!

(Übrigens, falls es jemanden interessiert: ich habe einem guten freund, dem ich vertrauen kann, eine liste mit sämtlichen passwörtern gegeben und empfehle das zur nachahmung. Einziger nachteil: die liste muss natürlich aktuell gehalten werden, denn zumindest ich ändere manchmal auch ein passwort. Aber vergessene passwörter sind damit auch kein problem mehr.)

¹Wers noch nicht weiß: S/M ist meine abk. für „social media“. Aus gründen.

Vollidjot des tages

„Wie kriegt man es hin, dass polizisten ihre dienstwaffen ziehen und einen abknallen“, hat sich ein vollidjot gefragt. Und dann ist er auf folgende idee gekommen: Ich binde mir ein imitat eines sprengstoffgürtels (ohne sprengstoff) um meinen gottserbärmlich dummen leib, fuchtele mit einem großen messer rum, schreie laut auf arabisch „gott ist groß“ und stürme so in eine pariser polizeiwache.

Die frage, ob der aushilfsterrorist von der muslimischen volxverdummungsfront auch ein gehirn hatte, hat der patologe aus der forensischen medizin in paris noch nicht beantwortet. In jedem fall handelt es sich jedoch um einen weiteres beispiel, das dem rest der welt aufzeigt, was religjon aus einem menschlichen gehirn machen kann: etwas in seiner funkzjon so ähnliches wie ein dreiviertel kilo matsch. Und das gilt für jede religjon — die satanische herrlichkeit des gottes der religjösen spiegelt sich vortrefflich in der intellektuellen „totalverfinsterung“ seiner anhänger. Möge ihnen allen ein ganz helles lichtlein aufgehen!

Hoffentlich hat dieser vollidjot noch keine kinder gemacht! Irgendwer muss ja die Darwin-awards abstauben…