ÖPNV-nulltarif des tages

In manchester, großbritannjen, hat der örtliche nahverkehrsbetreiber eine tolle äpp machen lassen, um fahrkarten mit dem händi kaufen zu können — und seinen private key gleich mit reingelegt, damit das auch funkzjoniert, wenn man seine fahrkarte onlein kauft und sie später offlein aktiviert, um seine fahrt zu starten [der link geht auf einen englischsprachigen text]:

Die private keys für RSA, mit denen der QR-kohd signiert wurde, lagen als PEM-dateien im APK.

🤦🤣🔐

Wer interesse daran hat und sich einen torbrauser installieren kann oder wer eine äpp daraus bauen möchte: die gesamte ticket-erzeugungs-ruhtine ist in javascript veröffentlicht. So als p’litische stellungnahme zum derzeit überteuerten, privatisierten nahverkehr… 😉

Und irgendwelchen unternehmen (insbesondere auch banken) wünsche ich auch weiterhin viel spaß dabei, sich schnell eine äpp für diese wischofone von irgendeiner klitsche zusammenstöpseln zu lassen, weil jetzt ja jeder eine äpp für diese wischofone braucht.

Ein pfund gehacktes bitte!

Gehackte Websites:
620 Millionen Accounts zum Verkauf im Darknet

Bitte auch weiterhin ganz ganz feste daran glauben, dass eure daten bei irgendwelchen webklitschen in echt jetzt mal total sicheren händen sind! Und vergesst nicht, immer und überall für die noch totaler noch sicherere zwei-faktor-autorisierung auch noch eine telefonnummer anzugeben, damit eure telefonnummer auch zur handelsware wird. Ist doch schön, wenn man angerufen wird!!!1!

Freut ihr euch auch schon alle so wie ich drauf, wenn demnächst auch gesundheitsdaten unter kriminellen gehandelt werden? Oder die bewegungsprofile eurer „smarten“ autos? :mrgreen:

Hej, und in der karl-wiechert-allee sind mal wieder knallig krachende kompetenzwochen ausgebrochen:

Der Marktplatz befindet sich nicht im öffentlichen Internet – er ist über das Tor-Netzwerk erreichbar

Jeder kann auf das TOR-netzwerk zugreifen. Es ist so einfach wie die installazjon eines webbrausers. Echt. Klick klick. Da braucht man keine zugangsdaten für. Da braucht man kein geheimwissen für. Das ist öffentlich. Da kann übrigens auch jeder mit ein paar kenntnissen selbst einen hidden service aufmachen. Mann, heise! Wollt ihr das niwoh der kompjuterbild noch unterbieten?! Ernsthaft?! Oder bezahlt euch etwa irgendwer dafür, dass ihr möglichst viele leute dumm haltet?

Privatsfäre des tages

Benutzt hier jemand den „orfox“, den feierfox-basierten TOR-brauser für ändräut-wischofone, um seine privatsfäre zu sichern?

Tja, feierfox eben, der scheißdreck ist einfach nicht mehr benutzbar… 😦

Nachtrag: Das orfox-projekt so: ja, da sind träcking-bibliotheken mit drin, aber wir benutzen die gar nicht. Ich dazu nur: ja, da wurde eine stellungnahme rausgepustet, aber ich glaube die gar nicht.

Polizei des tages

Polizisten haben Vereinsräume und Wohnungen von Netzaktivisten durchsucht. Die Betroffenen gelten nur als Zeugen, trotzdem wurden Dokumente und Technik beschlagnahmt

So weit der „normale“ wahnsinn, den wohl jeder ein bisschen kennt, der in der BRD lebt und hin und wieder mal von seinen bürgerrechten gebrauch gemacht hat (außer als neonazi, da lernt man die polizei nicht so einschüchternd kennen). Aber jetzt achtet mal auf das foto im artikel [archivversjon]!

Gruß auch an das heimatmuseum und an die CSU!

Überwachung des tages

Benutzt hier jemand TOR, um sich anonym im internetz zu bewegen, um bei der kommunikazjon über empfindliche temen nicht persönlich identifizierbar zu sein oder um geschäfte im so genannten „darknet“ zu machen? Der staat, in dem du lebst, will aber nicht, dass du anonym bleibst…

„Pirate bay“ des tages

Die zurzeit in etlichen europäischen staaten zensierte webseit „the pirate bay“ ist selbstverständlich auch als TOR hidden service verfügbar.

Wer mir das nicht glaubt und sich gerade darüber wundert, dass der brauser beim klick auf den link nur eine fehlermeldung anzeigt, probiere einfach diesen brauser aus, und schon regnet es schokotschipps vom himmel. Willkommen im „darknet“! War doch gar nicht so schwierig… 😉

„Werte- und freiheitsgemeinschaft NATO“ des tages

Anders als der „pösen, pösen russe“ hat die regierung der türkei mal wieder erhebliche zensurmaßnahmen fürs internetz nötig, und überwacht und analysiert für diese filterung auch den kompletten datenverkehr.

Seit kurzem ist das Anonymisierungsnetzwerk Tor in der Türkei fast vollständig blockiert, dies berichten die Blogger von Turkey Blocks. Der Direct-Access-Mode von Tor sei mittlerweile für beinahe alle User des Landes nicht mehr zu erreichen, der Bridge-Modus funktioniere zwar derzeit noch größtenteils, allerdings sei bei einigen Providern bereits ein Downgrade dieser Verbindungen zu bemerken. Solche Maßnahmen haben zum Ziel die Geschwindigkeit der betreffenden Verbindungen dermaßen stark zu reduzieren, dass sie praktisch nicht mehr nutzbar sind

Die sind in der NATO, und demnächst werden sie in der europäischen unjon sein! (Sobald ein bisschen gras über die sache gewaxen ist, so drei monate nach der bummstagswahl, werden die p’litverbrecher davon sprechen, dass man aufeinander zugehen und miteinander sprechen muss, und rabenmutter Merkel wird da in der ersten reihe der arschkriecher stehen und ganz tief ins kleine löchlein reinkriechen. Wenn nix dazwischenkommt, ist die türkei in zwei, drei jahren mitgliedsstaat der europäischen unjon, und wenn etwas dazwischenkommt, gibt es einen sonderstatus durch einen vertrag mit der EU, der einer richtigen mitgliedschaft so nahe kommt, dass niemand den genauen unterschied feststellen kann.)

Benutzt hier jemand TOR unter windohs?

Wenn ihr jeder webseit das ausführen von javascript gestattet, ist diese vorkehrung zur sicherung der eigenen anonymität in den letzten jahren vollständig sinnlos gewesen.

Die frage, warum der TOR-brauser mit aktiviertem javascript kommt, beantwortet sich vermutlich mit der feststellung, dass die feierfox-entwickler es nicht mehr — wie früher einmal möglich — erlauben, javascript abzuschalten. Obwohl es niemals eine gute idee ist, jeder dahergelaufenden webseit eines von asozjalen kriminellen und spitzelsüchtigen polizeien und geheimdiensten übervollen webs (und darkwebs) das ausführen von kohd im brauser zu erlauben.

Wenn euch doch nur jemand vor javascript gewarnt hätte…

Herzlichen glückwunsch

Ich gratuliere der heise-redakzjon und allen technikern in der karl-wiechert-allee dazu, dass sie es geschafft haben, einen „TOR hidden service“ aufzubauen, damit man den heise-publikazjonen leidlich anonym content zustecken kann. Das schafft nicht jeder jornalist… :mrgreen:

Wer auch mal in „darknet“ oder „darkweb“ (so nennt man das jetzt ja, damit es dunkel und bedrohlich klinge) machen möchte: hier ist eine schnelle deutschsprachige anleitung von mir… 😉

Woher mein spöttischer ton über die großspurige meldung kommt, erklärt sich beim lesen der anleitung.

Zensur des tages

Die domäjhn der den inhalten gegenüber neutralen (und damit: unzensierten) torrent-suchmaschine „the pirate bay“ wurde vom königreich schweden konfisziert.

Wer wieder sehen will, was damit der welt verlorengegangen ist, kann die onion-seit der „pirate bay“ unter http://uj3wazyk5u4hnvtk.onion/ besuchen — dies erfordert allerdings TOR. Weitere ausweichdomäjhns werden in den näxsten tagen an allen möglichen stellen in diesem so genannten „internetz“ zu finden sein und sich mit der geschwindigkeit einer interessanten und für viele menschen lebenspraktisch wichtigen informazjon verbreiten. 😉

Ich wünsche den zensoren auch weiterhin viel spaß beim zensieren.

(Die weiseren piraten haben allerdings schon längst eingesehen, dass man doch besser andere protokolle als torrent verwenden sollte. Die zentrale infrastruktur eines erforderlichen träckers macht torrents angreifbar und damit zensierbar.)

„Dark web“ des tages

Tja, ist schon kacke, wenn man eine webseit fürs „dark web“ aufsetzt und den websörver nicht ein bisschen sicher konfiguriert, so dass ein paar informazjonen rausgepustet werden:

In late 2015, Muffet found a dark web search engine with a leaky status page that showed what people were searching for […] Amongst the searches that survived his redactions for distastefulness was the question “how to get rid of 2 bodys”.

[…]

The screen shot below shows the server status page for a European, left-wing magazine that I found on Tor. The page reveals that the magazine, a .onion site, is sharing a server with a completely unrelated .net job website.

The job site isn’t on Tor so its location is public and can be discovered in seconds

Nur für den fall, dass jemand da draußen glaubt, im darknet bewege man sich einigermaßen sicher und kann nicht erwischt werden.

Schlagzeile des tages

Das freie internetz aus österreich:

Netzsperren:
T-Mobile und Kabelplus blockieren „Pirate Bay“

Ich würde jetzt ja gern für meine werten mitleser aus österreich die onion-URL und TOR empfehlen, aber leider ist die beliebte bucht zurzeit nicht als „hidden service“ verfügbar. Ich hoffe, das ändert sich in kürze wieder.

Na, wenn man schon mal einen ausnahmezustand hat…

Ein Verbot von Tor wird hingegen als allgemeine Antiterror-Maßnahme vorgeschlagen

Hej, die massenmörder von paris haben zwar über unverschlüsselte SMS kommuniziert, aber wenn man schon mal gerade dabei ist, kann man ja jede form anonymisierender internetnutzung für illegal erklären. Wisst schon: wegen der sicherheit und so…

Die sperrung der „pirate bay“ steht in der BRD unmittelbar bevor!

Die GEMA und die musikindustrie haben ihre internetzzensurwünsche vom BGH zu geltendem recht erklärt bekommen — und endlich kann mit der fuchtel des „geistigen eigentums“ das internetz durchzensiert werden¹:

Nach zwei Entscheidungen des Bundesgerichtshofs (BGH, Az. I ZR 3/14 und Az. I ZR 174/14) vom heutigen Donnerstag können Zugangsanbieter grundsätzlich dazu verpflichtet werden, den Zugriff auf Websites mit urheberrechtswidrigen Inhalten zu sperren. Allerdings müsse der Rechteinhaber zunächst „zumutbare Anstrengungen“ unternommen haben, gegen den Täter selbst oder den genutzten Host-Provider vorzugehen

Damit ist davon auszugehen, dass demnächst alle großen zugangsproweider der BRD die „pirate bay“ in der einen oder anderen weise sperren werden.

Ich muss sagen: das gefällt mir. Endlich bekommen ganz viele menschen — ja, es sind viele, die saugen — einen grund, TOR zu benutzen. Denn natürlich gibt es die bekannte und beliebte bucht auch als anonym nutzbaren und praktisch unzensierbaren hidden service. (Dieser link funkzjoniert nur mit TOR.) Und sich einen TOR-brauser zu installieren, den man verwendet, um torrents zu suchen, ist keine raketenwissenschaft, damit müsste also jeder klarkommen. Auch weiterhin viel spaß beim saugen… und natürlich beim teilen! 😉

SHARING IS CARING!

¹Ja, ich habe zensur gesagt. Urheberrechtlich geschützte inhalte können verdammt kleine schnipsel sein, die man praktisch überall findet. Zur zeit läuft zum beispiel ein rechtsstreit vor dem bummsverfaschungsgericht wegen eines zweisekündigen audioschnipsels. Mit diesem vom BGH gesprochenen „recht“ ist — trotz der „hohen hürden“, die wie immer in der BRD-gesellschaft in erster linje eine hürde des auszugebenden geldes sind — eine beliebige internetzzensur möglich, und zwar vor allem gegen kleine, künstlerische und anonym betriebene projekte. Auch dieses blog ist jetzt prinzipjell zensierbar, denn ich habe eben die adresse eines hidden service für the pirate bay veröffentlicht, und damit einen link auf urheberrechtswidrige inhalte gesetzt. Der einzige schutz dagegen ist massenhafter widerstand durch massenhaftes verbreiten der links auf entsprechende seiten im so genannten „darknet“, der das willkürliche, rechtsmissbräuche wegzensieren dieses wissens zur hoffnungslosen aufgabe macht. Und genau das werde ich ab heute tun. Mit der aufforderung, es mir nachzutun. Und mit bitterem, verbitterten und inzwischen sehr unfriedlichen gruß an eine contentindustrie, die mich durch ihre tätigkeiten in den letzten jahren dazu gezwungen hat…

  1. …in der BRD youtube immer wieder über einen proxy zu gucken, weil verblüffend viele videos in der DDR 2.0 nicht mehr sichtbar sind, und das betrifft auch dinge, die ich als investigativen jornalismus bezeichnen würde; und
  2. …mehrere mir persönlich wichtige internetz-projekte einzustellen, zum beispiel das bloggende hannover, das unter den bedingungen des klandestin von den presserverlegern herbeilobbyierten „leistungsschutzrechtes“ ein unkalkulierbares juristisches risiko geworden war.

Dies sind natürlich nur ein paar sehr willkürliche beispiele. Was läuft, ist nicht schutz von werken, sondern von privilegien der contentindustrie — und zwar mit der juristisch verstärkten zensurkeule.

Und ansonsten: lest selbst! Das blahblog musste ich, weil es konzepzjonell nichts als eine linkschleuder (mit zwischen 6.000 und 12.000 lesern pro tag) war, ebenfalls wegen des „leistungsschutzrechtes für presseverleger“ einstellen, da es zum untragbaren juristischen risiko wurde, das leicht zu einem rechtsstreit um einen sechs- bis siebenstelligen betrag hätte führen können.

SHARING IS CARING! Und GEISTIGES EIGENTUM IST KULTURELLER RAUB!

Und demnächst wieder: Laterne, laterne, der neumond frisst die sterne, gehe aus mein licht, gehe aus mein licht, und störe die verwerter nicht!

(Sorry, das ich so viele links über das web-archiv setzen musste, aber das digitale vergessen ist auch so ein tema…)

Nachtrag, 16:00 uhr:

netzpolitik.org
BGH-Entscheidung zu Netzsperren: Die nichtsnutzige digitale Sichtschutzpappe ist zurück