S/M des tages

Es geht um Tumblrs Lösung um DSGVO konform zu sein. Hier soll es nicht um das Gesetz, oder den Sinn oder Unsinn dahinter gehen, sondern darum, wie man als Designer ein neues “Feature” dieser Art implementiert. Besonders wenn man den Plan verfolgt die neuen Möglichkeiten, die Nutzer durch dieses Gesetzt [sic!] haben, nicht wiiiiirklich den Nutzern anbieten zu wollen […] Das hat jemand gestaltet. Ein Designer hat sich hingesetzt und diesen Flow so gestaltet, dass die Wahrscheinlichkeit möglichst gering ist, dass Leute Tumblr die Möglichkeit nehmen mit ihren Daten Geld zu verdienen. Aus Business-Sicht völlig nachvollziehbar, aber aus menschlicher Sicht einfach unmoralisch und ja, asozial

Aber hej, hauptsache, die tolle DSVGO schützt euch vor eurem sportverein, kleingartenverein, mittelständischen unternehmer oder privaten blogger, die zurzeit häufig von für sie unwägbaren juristischen risiken eingeschüchtert ihre webauftritte einstellen und zu den für sie rechtssichereren (und für die menschheit deutlich weniger datenschützenden) zentralanbietern wie fratzenbuch, zwitscherchen, guhgell und konsorten gehen. Das ist ganz großes kino! Und so ein endgeil verbesserter datenschutz, denn die dateneinsammelei der großen internetz-stalker wird gar prächtig geschützt! Wenns doch nur ein menschenschutz statt eines datenschutzes wäre! Auch weiterhin gilt: die DSVGO würgt und würgt und würgt.

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Ads des tages

Benutzt hier jemand dieses tumblr? Na, dann viel spaß mit der reklame, die demnächst in euer geschreibe verklappt wird… ein seriöseres geschäftsmodell als die vergällung erwünschter inhalte mit asozialen, unerwünschten, verlogenen und für die kompjutersicherheit gefährlichen ads ist „yahoo“ nicht eingefallen.

Zum glück benutzt jeder leidlich vernünftige mensch adblocker.

„Plopp“ sagte die kleine S/M-blase…

Könnt ihr euch noch erinnern, wie „yahoo“ vor zweieinhalb jahren mitten im S/M-rausch die blogging-seit „tumblr“ für fluffige 1,1 milljarden dollar [!] gekauft hat? Weil man ja irgendwie mit den ganzen hunderten milljonen nutzern geld machen können muss? Nun, das war wohl nicht ganz so ein guter kauf:

Die Abschreibung – eine Wertberichtigung der überhöhten Preise aus Übernahmen – traf vor allem das Nordamerika-Geschäft mit einer Höhe von 3,7 Milliarden Dollar. Auf Tumblr entfielen 230 Millionen Dollar, hieß es in einer Telefonkonferenz nach der Zahlenvorlage

Schon komisch, dass das erwartete geschäft nicht klappt, einfach die kommunikazjon von menschen mit scheißreklame zu vergällen! Da hätte aber auch vorher niemand drauf kommen können…

Vielleicht hätten die mal an ihren „flickr“ merken können, wie man einen dienst anbietet, für den menschen freiwillig etwas geld bezahlen, um dort etwas mehr zu können (denn wer keine reklame sehen will, der kennt eine billigere metode). Leider baut „yahoo“ sein „flickr“ immer mehr zu einer an träsch-seits wie instagram orientierten S/M-müllhalde nach gegenwärtigem zeitgeschmack um — und die änderungen, die dort in den letzten anderthalb jahren in der nutzerführung vorgenommen wurden, waren größtenteils keine verbesserungen. Inzwischen klappt dort das hochladen eines bildes über die webseit mit dem neuen hochladedingens nur noch mit einer wahrscheinlichkeit von rd. sechzig prozent, ansonsten sieht man nach einigem drehen der pinken und blauen bällchen die meldung „datei abgelaufen“. Aber hej, dafür siehts so aus, wie es die idjoten aus der generazjon wischofon gewohnt sind, die kommen nämlich nicht mehr mit einem einfachen HTML-dateihochladefeld der marke „neunziger jahre“ klar. So ists jetzt schon absehbar, dass das bisschen einnahme aus „flickr“ auch in kürze wegbrechen wird.

Wenn „yahoo“ für eine øre zu kriegen ist, greife ich zu.