„Internetz der dinge“ des tages

Daran, dass ein kühlschrank, ein heizungsventil oder ein toaster am internetze hängen soll, haben wir uns ja alle gewöhnt, weil die jornallje so voll ist von den beglückungsideen der tinnefverkäufer. Neu ists hingegen, dass man einen ganzen fernsehsender so weitgehend häcken kann, dass er weltweit das programm der häcker und nicht mehr sein eigenes ausstrahlt — das dabei ganz nebenbei auch die webseit, der zwitscherchen-kanal und alles mögliche andere übernommen wird, ist ehrensache.

Ach, woran ich mich gerade erinnere, wenn so ein staatlicher französischer hirnfick- und propaganda-sender — das nennt man heute übrigens „Mit Untertiteln in Arabisch, Englisch und Mandarin versehen, soll es französische Unternehmen und die französische Lebensart positiv darstellen“ — mal von leuten übernommen wird, die sich im krieg mit frankreich befinden: kennt ihr noch diese szene aus „they live“. 😈

Auch weiterhin viel spaß dabei, alles ohne not ans internetz zu hängen! Es kann ja gar nichts dabei schiefgehen, und es ist alles noch nie ohne dieses internetzdingens gegangen, das man einfach für alles benutzen muss… :mrgreen:

Schneller nachtrag: das BRD-staatsfernsehen berichtet über den „schweren cyberangriff“ auf einen befreundeten propagandasender und zitiert den franzöischen außenmini Laurent Fabius:

Wir sind fest entschlossen, die Angreifer aufzuspüren und sie zu bestrafen, damit solche Cyberattacken künftig nicht mehr die Pressefreiheit treffen können

Weil, tja, müsst ihr verstehen: kwasistaatliche propagandasender heißen jetzt „pressefreiheit“. Klingt ja auch gleich viel besser.

Nachtrag 10. april 2014: Wie kommt es bloß zu so einem schweren, umfangreichen, nach ersten PResseerklärungen „gut vorbereiteten“ angriff? Zum beispiel, indem man spezjalexperten für kompjutersicherheit bei TV5 dranlässt:

Das Passwort für Youtube: „lemotdepassedeyoutube“

„passwortfueryoutube“ ist eine großartige wahl! Da kommt doch niemand drauf! Und hej, es ist immerhin deutlich sicherer als 123456. Wer würde da nicht sofort glauben, dass auch andere passwörter eines internazjonalen fernsehsenders ziemlich idjotisch vergeben wurden — und völlig überraschend kam es dann zum großhäck…