S/M des tages¹

Kurzer link auf einen englischen text, der erklärt, warum man sein web-geschäftsmodell besser nicht von einer S/M-klitsche wie dem zwitscherchen und der dort angebotenen API abhängig machen sollte. Natürlich hat das zwitscherchen inzwischen ein eigenes bildhochladedingens und will aus den üblichen träcking-, datensammel- und reklameeinblend-gründen, dass die nutzer das auch nutzen. Und zwar exklusiv.

In diesem fall war das „geistige eigentum“ die juristische keule, mit der „twitpic“ erschlagen wurde. Das zwitscherchen glaubt offenbar auch „rechte“ an marken zu haben, die irgendwie aus dem verb „to twit“ gebildet wurden und setzt diese „rechte“ mit API-erpressungen und drohbriefen seiner rechtsabteilung durch.

Meine kleine profetie: die ganzen komischen klitschen, die sich irgendwie an das zwitscherchen drangeklemmt haben, werden irgendwann ähnliches erleben, während das zwitscherchen im sauseschritt zum zweiten fratzenbuch heranzuwaxen strebt. Die offene API war was für die markteinführung, jetzt ist sie zunehmend unerwünscht, und die ebenfalls offenen RSS-fiehds wurden ja schon vor jahren einfach weggemacht. Offenheit passt nicht zu den möglichen geschäften des zwitscherchens Ein seriöses geschäftsmodell hat dieses börsennotierte unternehmen natürlich immer noch nicht…

¹S/M ist meine abk. für „social media“. Aus gründen.

Bei twitpic heißt löschen…

…nicht etwa, dass gelöscht wird, sondern nur, dass es unsichtbar gemacht wird, aber weiterhin in der großen sammlung von twitpic bleibt:

If you log in after deletion, your account and media will be restored

Ich hoffe ja insgeheim, dass alle diese web-zwo-nullklitschen irgendwann an den sinnlos gesammelten daten ersticken. (Und dass irgendwann leute damit anfangen, die datensammlungen skriptgesteuert mit so viel unfug anzureichern, dass sie kaum noch brauchbar sind. Hmm, eigentlich eine gute idee…)