Überraschung!!1!!!

Einführung des autos:
Pferdedroschken-scheff warnt vor pleitewelle

Oder so ähnlich

Nein, ich kann solchen läden wie „uber“ nix abgewinnen. Aber den absurd überteuerten scheißtaxen mit ihren henkersfahrern auch nicht. Das geschäft mit den taxen hat bislang zu sehr großen teilen nur funkzjoniert, weil es den menschen nicht einfach möglich war, bei bedarf spontan fahrgemeinschaften zu bilden. Und deshalb wird dieses geschäft auch verschwinden. Wenn ich dann lese, dass bereits jetzt — also mit wucherpreisen für die nutzung — viele fahrer keine rücklagen für die alterssicherung anlegen können, dann ist klar, dass es mit den scheißtaxen im grunde schon vorbei ist und dass es taxen nur noch wegen staatlicher eingriffe gibt. Und morgen im gleichen kino: „die unsichtbare hand des marktes“, die für uns alle das beste schafft… :mrgreen:

Die „vernunft“ der „märkte“

Beförderungsvermittler Uber hat in den ersten drei Monaten des Jahres mit einem Drittel mehr Kunden und 36 Prozent mehr Fahrten den Umsatz um 20 Prozent steigern können. Gleichzeitig hat sich der Betriebsverlust im Jahresabstand mehr als verdoppelt, von 478 Millionen US-Dollar auf gut eine Milliarde

Da sagt man sich doch: der umsatz steigt und die verluste steigen mit, das klingt nach einer pleiteklitsche. Und, wie reagieren „die märkte“ auf diese leicht zu interpretierende nachricht (die spielcasinos wäre ein besseres wort)? Werden etwa die anteilsscheine an diesen geldverbrennungsbetrieb abgestoßen, bevor sie völlig wertlos werden? Aber mitnichten:

Donnerstagabend nach Bekanntgabe des Milliardenverlustes gab es im nachbörslichen Handel hingegen ein kleines Plus

🤦‍♂️ Auch weiterhin viel spaß mit dem casinokapitalismus! Und natürlich mit einem scheißjornalismus, der jeden verdammten tag so tut, als hätten börsenkurse irgendetwas mit dem wirtschaftlichen geschehen zu tun und seien sie etwas anderes als die wettkwoten, die beim buchmacher am totalisator entstehen. Deshalb ist ja in dieser bullschittberichterstattung auch immer von stimmung, glauben, hoffen und erwarten die rede, nicht von irgendwelchen tatsachen.

(Könnt ihr euch noch an die große dotcom-krise anfang der nuller jahre erinnern. Da haben auch alle davon gesprochen, dass sie marktanteile aufbauen müssten, während gewinne im moment nicht so wichtig seien, und sie wurden für ihre blubberbläschen von gigantischen teoretischen gewinnen von idjoten aller art mit geld vollgepumpt, dass es nur so zum lachen war. Bis die blase platzte und ganz viel reingepumptes geld weg war. Wer einen beruf mit zukunft sucht: insolvenzverwalter. Da werden in absehbarer zeit wieder ganz viele von gebraucht.)

Häckchen des tages

Uber- und Lyft-Fahrer am Flughafen von Washington D.C. tricksen jeden Abend mehrmals die Algorithmen der Fahrdienstvermittler aus, um ihre Preise zu erhöhen. Wie der lokale Nachrichtensender WJLA berichtet, melden die Fahrer den Portalen dazu koordiniert, nicht verfügbar zu sein und lösen durch den automatisch erkannten Fahrermangel einen Preisanstieg aus. Kurze Zeit später schalten sie ihre Apps wieder ein und akzeptieren die nun deutlich teureren Fahrten

Diese fahrer wären sogar noch größere häcker, wenn sie sich überhaupt nicht unterbezahlt von so einer börsennotierten taxiklitsche mit äpp ausbeuten ließen. Aber wenn internetz im händi ist, ists gehirn nun mal im arsch. Da lässt man sich lieber von einer scheißklitsche wie uber als „betrüger“ beschimpfen und macht weiter, wenn man einfach nur existenzsichernd für arbeit bezahlt werden möchte. Ihr wärt auch gute sklaven geworden!

Jornalismus des tages

Endlich hat der scheißjornalismus im zeitalter des adblockers und des wegbrechenden werbemarktes ein neues geschäftsmodell gefunden: geld für schleichwerbung und leserkommentar-manipulazjon annehmen:

Die britische Tageszeitung Evening Standard soll mehreren Unternehmen für hohe Beträge eine positive Berichterstattung angeboten haben […] Demnach sollen Firmen wie Google und Uber eine halbe Million britischer Pfund gezahlt haben, um das Zeitungsprojekt „London 2020“ zu unterstützen. Im Gegenzug seien ihnen nicht nur als Werbung gekennzeichnete Artikel versprochen worden, sondern auch eine Berichterstattung, „die man mit Geld nicht kaufen kann“, sowie „gefällige“ Erwähnungen in den Kommentarspalten

Das wird den scheißjornalismus jetzt aber endgültig retten!!1!

Gut, das geschäftsmodell ist jetzt nicht neu, neu ist aber, dass es mal so richtig krachend auffliegt und dass man es nicht als wirre verschwörungsteorie abtun kann.

Also leute, immer schön für den „paid content“ zahlen! Auch, wenn er aus ungekennzeichneter reklame besteht. Wisst schon, jornalismus ist voll wichtig für eure p’litische bildung und ermächtigt euch, gut informierte entscheidungen zu treffen… :mrgreen:

Hat hier jemand dieses „uber“ benutzt?

An Skandale um den Fahrdienst-Vermittler Uber konnte man sich schon gewöhnen, doch eine neue Enthüllung offenbart schockierende Verantwortungslosigkeit. Hacker stahlen schon 2016 Daten von 57 Millionen Fahrgästen und Fahrern, Uber verschwieg das

Und wie haben die „häcker“ das jetzt gehäckt? Mit einer axt? Mitnichten…

Die Hacker seien im Oktober 2016 durch eine schlecht geschützte Datenbank in einem Cloud-Dienst an die Daten gekommen

…es waren „uber“, die diese daten selbst auf den kompjutern anderer menschen abgelegt und somit veröffentlicht haben.

Auch weiterhin viel spaß beim festen glauben an den euch überall völlig folgenlos und frei von jeglicher haftungspflicht zugesicherten schutz eurer daten! Und immer ganz ganz feste an die „cloud“ glauben, der onkel werber und sein hässlicher bruder, der jornalist, hats euch ja gesagt!!1! Die liste wäxt und wäxt und wäxt

Urteil des tages

Nach einem urteil des frankfurter landgerichtes ist es jetzt in der gesamten BRD verboten, kostenpflichtige mitfahrgelegenheiten zu vermitteln… jedenfalls immer dann, wenn man sich dafür einer äpp auf einem wischofon bedient.

(Ja, ich weiß, dass diese zusammenfassung übel vereinfachend ist. Aber werte taxifahrer: spätestens, wenn autonom fahrende autos in ein paar jahren sicherer, besser und schneller durch jede größere stadt fahren, als ihr es jemals schaffen könnt, ists mit eurem beruf und mit euren standesrechten vorbei. Denn die arbeit einer maschine ist nun einmal billiger als die arbeit eines menschen.)