Urteil des tages

Der europäische gerichtshof so: guhgell ist mit seinem mäjhl-angebot im gegensatz zur auffassung der bummsnetzagentur kein netzwerkproweider und deshalb übrigens auch nicht verpflichtet, datenschnorchelschnittstellen für BRD-geheimdienste und BRD-polizeien einzubauen.

Was dieses urteil zwischen den zeilen über die proweider und webdienstanbieter aus der real existierenden BRDDR aussagt — deren inniminis und sonstigen grundgesetzfeinde gerade ausbaldowern, ob man aus digitalen assistenten nicht dauernutzbare wanzen machen kann — möge jeder träger eines gehirnes selbst bemerken. Auch weiterhin viel spaß in einer deutschen, demokratischen republik, in der ihr alle geliebt werdet!

BRD-staatsgeheimnis des tages

Kurze frage: wie hoch ist eigentlich die fehlerrate dieser autokennzeichen-skänner von troll-collect an den straßen, mit denen in der BRD die maut durchgesetzt werden soll? Die antwort auf diese einfache frage liest sich so:

Mit Veröffentlichung der von Ihnen beantragten Information könnte die ordnungsgemäße Kontrolle der Maut als hoheitliche Aufgabe und letztlich auch die vollständige Einnahme der Maut gefährdet sein

Ah ja! Hört sich ja nicht so zuverlässig an. 😀

Contentindustrieller leserverkäufer des tages

Das fischblatt „die zeit“ so: lass mich weiter im schlamm baden! Die anderen sind doch auch nicht sauber.

Der Online-Auftritt der „Zeit“ bekommt einen Big Brother Award für die Nutzung von Werbetrackern und Facebook Pixel. Dazu kommt die Speicherung sensibler politischer Daten auf amerikanischen Google-Servern beim Projekt „Deutschland spricht“. Außerdem wird das Nachfolgeprojekt „My Country Talks“ von Google mitfinanziert, was laut Laudatio die journalistische Unabhängigkeit beschädigt […] Die Nutzung von Werbetrackern sei im branchenüblichen Rahmen, das machen „alle journalistischen Angebote mit hoher Reichweite“

Übrigens: letzteres stimmt vermutlich. Und es ist auch der grund, weshalb man niemals, niemals, niemals eine contentindustrielle webseite ohne wirksamen adblocker aufrufen sollte. Seiner privat- und intimsfäre und der kompjutersicherheit zuliebe.

Innenminister… ähm… internetz der dinge des tages

Na, habt ihr euch auch alle schön abhörmikrofone (werber- und jornalistensprech: intelligente lautsprecher) in eure wahnzimmer gestellt? Weil ihr das so toll findet, mit einem kompjuter zu sprechen? Und fernseher mit kameras, als ob ihr nie 1984 gelesen hättet? Und alle möglichen weiteren smartdinger mit mikrofon und kamera, die euer ganzes leben an irgendwelche euch unbekannten kompjuter funken? Und seht ihr zu, dass der akku immer geladen ist und der stecker immer steckt? Die BRD-innenminister wollen euch demnächst damit überwachen, scheiß aufs grunzgesetz [archivversjon]!

Fernseher, Kühlschränke oder Sprachassistenten können teils permanent Informationen sammeln. Einem Bericht zufolge wollen die Innenminister diese „digitalen Spuren“ als Beweismittel vor Gericht verwenden

Ach, ihr seid nicht so doof, dass ihr euch die intimsfäre mit so etwas vollrümpelt? Näxste frage: fahrt ihr auto?

Laut dem Redaktionsnetzwerk Deutschland wollen die Innenminister nun außerdem über den Umgang mit jenen Daten beraten, die in privaten Fahrzeugen anfallen

Endlich wird klar, wofür man dieses 5G braucht: damit die daten bei der von den menschenrechtsfeinden aus CDUCSPDUAFDPGRÜNETC gewünschten vollumfänglichen totalüberwachung jedes menschen in der scheiß-BRD nur so flutschen. Das internetz kriegt ihr zum ausgleich dafür unter dem banner des geistigen eigentumes sowie des schutzes vor häjhtspietsch und fäjhknjuhs technokratisch vorzensiert.

Wenn euch doch nur vorher jemand gewarnt hätte! Der werber hat euch nicht gewarnt, und sein stinkender bruder, der jornalist, hat euch auch nicht gewarnt, und alle anderen haltet ihr ja für weltfremde spinner. Erich Mielke hätte euch auch rund um die uhr geliebt, ihr konsumtrottel und idjoten!

Überwachung des tages

Was „browser-fingerprinting“ ist, weiß hoffentlich inzwischen jeder. Man identifiziert menschen nicht mehr mithilfe eines cookies, sondern anhand aller möglicher daten, die eine webseit über javascript abfragen und zu irgendjemanden übertragen kann: etwa die installierten fonts, der verwendeter brauser, addons im brauser, zeitzone, betrübssystem, bildschirmauflösung, fenstergröße — und wenns derb wird, wird sogar noch überwacht, wie die maus geschoben und die tastatur benutzt wird. Wer einmal einen einblick bekommen möchte, wie viele bit identifizierender informazjon man daraus generieren kann und wie eindeutig das ist: die EFF hat schon seit ein paar jahren eine interessante demonstrazjon im web. Natürlich läuft so etwas normalerweise völlig unauffällig im huntergrund ab, während man auf irgendwelchen webseits ist. Cookies zu löschen hilft gar nicht, weil keine verwendet werden. Der beste schutz gegen solche mafiagestapometoden der scheißwerber ist übrigens ein sehr restriktiver umgang mit dem eingeräumten privileg für webseits, javascript im brauser auszuführen. Das ist übrigens auch generell ein guter schutz vor der übernahme des webbrausers durch ausgenutzte fehler im webbrauser, denn praktisch alle ausbeutbaren fehler der letzten jahre standen im zusammenhang mit javascript.

Warum ich diese olle, wohlbekannte tatsache noch einmal in erinnerung bringe? Nun, hat hier vielleicht jemand ein wischofon? Da sind sensoren drin, die man über javascript abfragen kann, und mit denen bekommt man sehr viele identifizierende bit informazjon raus (link geht auf eine englischsprachige webseit).

Der zugriff auf diese sensoren erfordert keine besonderen berechtigungen, und der zugriff auf die daten ist sowohl über eine native äpp, die auf einem gerät installiert ist, als auch über javascript beim besuch einer website auf einem eiOS- und ändräut-gerät möglich

Auch weiterhin viel spaß mit euren wischofonen! Ist ja alles so toll und zukunft, inzwischen kann man mit den dingern sogar reden. Erich Mielke wäre so stolz auf euch gewesen!

<loriot>Ach!</loriot>

Amazon-Patent:
Alexa könnte ohne Aktivierungswort mithorchen

Und?! Was habt ihr geglaubt, wofür abhörmikrofone — von scheißjornalisten an der reklamevermarktungsfront als „intelligente lautsprecher“ bezeichnet — da sind?!

Die Technik soll aber nicht im Einsatz sein

Lässt sich niemals überprüfen und kann sich mit jeder kleinen softwäjhraktualisierung ändern. Und müsst ihr verstehen: so ein patent eintragen lassen, kosten einen kleinen batzen geld — und das machen unternehmen nur, weil sie die technik nicht nutzen und auch nicht lizenzieren wollen? Klar, wenn man dumm genug ist, kann man das natürlich glauben. Aber kommt schon! Leute, die sich so einen scheißdreck in ihre wahnzimmer stellen, haben ja auch jetzt schon keine probleme damit, dass ein paar amazon-mitarbeiter bei ihnen mithören. Ich weiß gar nicht, was die immer alle gegen einen überwachungsstaat wie die DDR hatten… ach, in der DDR konnte man nicht so kuhl wie in startrek in eine maschine labern… gut leute, an euch sind die freiheitsrechte verschwendet. Viel spaß noch im kommenden faschismus! Erich Mielke wäre so stolz auf euch gewesen, ihr idjoten!

S/M, händi und überwachung des tages

Bericht:
Snapchat-Mitarbeiter missbrauchten Tools zum Ausspähen der Benutzer

Auch weiterhin viel spaß mit euren ganzen kommerztrojanern auf den scheißwischofonen. Ist ja alles so einfach zu benutzen. Und was meint ihr wohl, was los ist, wenn erstmal die ganzen behördenhintertüren nach dem geschmack der grundgesetzfeinde in den innenministerjen mitverbaut werden! Wenns internetz im händi ist, ists gehirn im arsch.

Wiedergänger des tages

Digitales Vermummungsverbot
Schäuble drängt auf Klarnamen im Netz

Nee, Wolfgang, du oller, erfahrener troll! Diesen ball nehme ich nicht an. Die nummer, die du da versuchst, ist so ausgelutscht und durchdiskutiert, dass ich deinen dummen versuch als zeichen der beginnenden demenz deute.

Wenn euch doch nur jemand gewarnt hätte!

In den USA fragen Polizeibeamte immer mehr Standortdaten von Google ab, um Kriminalfälle aufzuklären. Dazu gibt es eine eigene Datenbank namens „Sensorvault“, in der Smartphone-Daten mit Aufenthaltsorten gespeichert sind. In der ersten Stufe werden die Daten für einen bestimmten Zeitraum an einem bestimmten Ort anonym abgefragt, erst in weiterer Folge, bei einem konkreten Verdachtsfall, werden der Polizei Daten mit Namen von Personen ausgehändigt. Laut dem Bericht der „New York Times“ hat diese neue Form der Ermittlungsarbeit rasant zugenommen

Jetzt müsst ihr halt darauf achten, mit euren wischofonen (oder demnächst: autos) nicht in der nähe eines verbrechens zu sein. Demnächst müsst ihr vermutlich sogar darauf achten, wo ihr euch aufhaltet, um keinen verdacht für die „vorausschauende polizeiarbeit“ mit künstlicher intelligenz zu erwecken, sonst gehts in den folterknast für potenzjelle terroristen. Auch weiterhin viel spaß mit eurer völligen datennacktheit unter dem dummen banner des „ich habe doch nix zu verbergen“ in rasend schnell faschistisch werdenden gesellschaften!

So etwas wie Anne Frank wird in zukunft jedenfalls nie wieder passieren…

Meikrosoft des tages

Na, hat sich hier schon jemand dieses offißß 365 von meikrosoft andrehen lassen, weil eine terminal-anwendung nach ideen aus den großrechner-architekturen der sechziger jahre ja viel moderner und hipper ist und die klaut sowieso viel besser ist als der eigene massenspeicher und der eigene kompjuter?

Eines der verblüffendsten Ergebnisse ist, dass Office 365 beim ersten Anmelden das Kennwort des Nutzers im Klartext und nicht als Salted Hash übermittelt

Meine fresse! Oh, wie kriege ich diese hand wieder aus dem gesicht‽

Klar, das passwort wird über TLS übertragen, also mit transportverschlüsselung (wie bei HTTPS). Aber in einer unternehmung sitzt normalerweise mindestens ein proxy zwischen firmennetz und internetz. Und der macht viel mehr, als einfach nur proxy zu sein, zwischenzuspeichern und zugriffe zu beschleunigen. Oft macht er zum beispiel auch HTTPS unter verwendung eines eigenen zertifikates auf (zum beispiel für virenskänns und anderes schlangenöl), und dann wird halt auf den firmenrechnern ein weiteres TLS-zertifikat installiert, damit das ruckelfrei geht. Der privatschlüssel, den man braucht, um mit jedem irgendwo reingehängten einplatinenrechner die verschlüsselte übertragung mitlesen zu können, liegt dann auf dem proxy. Und dann gibt es natürlich auch noch lokale antivirus-schlangenöle, die genau die gleiche nummer machen und wo es eher ein noch kleinerer akt wird, die damit von sicherheitssoftwäjhr aufgerissene sicherheitslücke auszunutzen. Das ist eher so eine fingerübung für ein ehrgeiziges kind. TLS ist im arsch. Wir haben nur leider zurzeit nix besseres.

Mit einer sicherheitstechnik aus den frühen siebziger jahren, nämlich dem gesalteten häsching eines passwortes für die speicherung und die übertragung über einen möglicherweise unsicheren kanal, ist man bei meikrosoft aber leider überfordert.

Bedeutet das etwa, dass meikrosoft gar nix mehr hinkriegt? Aber nein doch. Es bedeutet nur, dass meikrosoft auch schon die elementarste kompjutersicherheit scheißegal ist. An anderen stellen zeigt sich meikrosoft hingegen sehr ambizjoniert, und…

Ebenso überrascht, dass Office 365 noch vor der Zustimmung zur zugehörigen Einverständniserklärung Telemetriedaten an Microsoft sendet

…die permanente heimliche überwachung des anwenders an seinem datensichtgerät funkzjoniert natürlich ganz hervorragend. Müsst ihr verstehen! Daten sind das öl des 21. jahrhunderts (A. Merkel). Das muss man aus den menschen rausfördern! Mit allen mitteln. Zur not mit dem äkwivalent zum fräcking. Da kann man sich doch nicht auch noch an gesetze halten, bei dem ganzen schönen öl und dem ganzen schönen reichtum durch datensammlungen. Oder sich gar um so einen unwichtigen scheißkram wie passwortsicherheit kümmern, wenn man eigentlich nur überwachungsfunkzjonen haben will und den menschen künstliche abhängigkeiten ins leben drücken will, damit sie niemals niemals niemals wieder frei werden…

Willkommen im staatsknast

EU-parlament beschließt anlasslose erkennungsdienstliche behandlung aller EU-bewohner nach kriminalpolizeilichen maßstäben und langfristige speicherung der so erhobenen biometrischen daten in einer EU-verwaltungsklaut. Wisst schon, für die sicherheit. Und damit die sicherheit auch in zukunft immer sicherer werden kann…

Die EU-Gremien haben mit ihrer Übereinkunft aber einen Zusatz in Artikel 10 eingebaut, wonach die Mitgliedsstaaten die biometrischen Informationen auch für andere, nicht näher bestimmte Zwecke jenseits der „Personalisierung“ der Ausweise und der reinen Identitätsprüfung verwenden dürfen. Einzige Bedingung dafür ist, dass die weiteren Nutzungsformen dem allgemeinen EU-Recht und nationalen Gesetzen entsprechen

…ist die ausweitung der datennutzung auf beliebige staatliche begehrlichkeiten gleich von anfang an vorgesehen.

Wo bleibt eigentlich der DEXIT! Vor allem ihr da drüben in neufünfland: da hättet ihr auch bei eurem STASI-staat bleiben können… 😦

Gesundheitsüberwachung des tages

Die techniker-krankenkasse will ihren versicherten mal wieder überwachungsscheiße von guhgell, äppel oder samsung aufdrängeln [archivversjon]. Hej, kommt, lasst euch schon überwachen! Gibt auch bonus! Und wer wert auf seine menschenwürde legt und deshalb kein datenbergwerk für irgendwelche überwachungs- und reklameklitschen sein will, kriegt halt keinen bonus.

Dass so ein menschenrechtsverachtender scheißladen wie die TK mit derartigen fascho-ideen aus der klaut überhaupt noch versicherte hat! Lassen sich die menschen so gern verkaufen? Und nein: die sind bei der TK nicht zu doof, einen schrittzähler fürs wischofon zu kohden. So doof ist keiner, der gesundheits-äpps macht. Die sind unwillig, vorsätzlich unwillig. Vermutlich kriegen die sogar geld dafür…

Fratzenbuch und wischofon des tages

Zahlreiche Apps geben private Informationen an Facebook weiter, oft ohne Zustimmung der Nutzer […] Dabei geht es um Gesundheitsdaten zu Herzfrequenz, Gewicht oder Menstruation. Aber auch gespeicherte Preise bei Wohnungssuchen gehören dazu […] Betroffen sind auch Nutzer, die überhaupt keinen Facebookaccount haben

Tja, wenn euch nur jemand vor der verrotteten, grenzkriminellen scheißkultur auf den wischofonen und den ganzen trojanischen äpps gewarnt hätte! Viel spaß im kommenden faschismus, ihr idjoten! So, und jetzt weiter däumchensammeln! Schöne bunte däumchen! Wenn es doch wenigstens glasperlen wären, die hätten immerhin noch einen wert… 😦

Schlagzeile des tages

Ich finde diese überschrift in „the register“ ja so gut, das muss gleich nochmal auf deutsch wiederholt werden:

„Wir wollen nicht, dass in jedem wohnzimmer eine kamera steht“, sagt der typ, der kameras in wohnzimmern verkauft. Zuckerberg, du idjot!

[…] Zuckerberg gab sogar ein beispiel dafür, was zu weit gehen würde. „Wenn man in metafern reden will, ist messaging wie das wohnzimmer der menschen, und wir wollen definitiv keine gesellschaft, in der es kameras in jedem wohnzimmer gibt.“ Zittrain wies darauf hin, dass das fratzenbuch buchstäblich ein neues gerät, „Portal“, verkauft, das eine mit dem internetz verbundene kamera für die wohnzimmer der menschen ist.

Bwahahahahaha!

Ich wünsche euch auch weiterhin viel spaß mit fratzenbuch, wanzäpp und instavergrämung! Und immer schön die trojaner von Zuckerbergs grenzkrimineller spämmklitsche auf eure persönlich genutzten kompjuter installieren — und jetzt neu, frisch und super eine kamera in das wahnzimmer stellen! Was kann dabei schon passieren?

Guhgell des tages

Der internetz-der-dinge-sicherheitsdingens von guhgell hat ein verstecktes und undokumentiertes mikrofon eingebaut. Das ist schon einmal schwer zu überbieten, aber guhgell toppt diese kleine wohnungsverwanzung noch mit der bislang faulsten ausrede des jahres:

Die Google-Alarmanlage Nest Secure hat ein Mikrofon, über das weder Presse noch Nutzer informiert waren. Das sei keine Absicht gewesen, erklärt nun Google

Ach, das guhgell-wanzmikrofon hat sich da von selbst reingemacht, das wurde gar nicht eingebaut? Und dass es völlig undokumentiert war, ist auch so ein kleines versehen? Ich verstehe…

Auch weiterhin viel spaß mit den ganzen wanzen, die ihr selbst kauft, mit strom versorgt und mitten in eure privat- und intimsfäre stellt! Die konzerne lieben euch doch alle!