Überwachung des tages

Die polizei in hannover kann sich gemäß eines schon vor zwölf jahren dafür geschlossenen vertrages klicki-klicki auf sämtliche überwachungskameras des hannöverschen nahverkehrsbetreibers „üstra“ aufschalten. Und damit auch niemand über diese tolle sicherheitsmaßnahme, die sich demnächst wohl auch mit biometrischer gesichtserkennung und automatischer erstellung persönlich zuordnenbarer bewegungsprofile kombiniert, irgendwie beunruhigt ist, wird das in der öffentlichkeitsarbeit der hannöverschen polizei und der scheißüstra nicht ganz so offensiv kommuniziert:

Öffentlich bekannt war diese außerordentliche Zusammenarbeit mehr als zehn Jahre nicht. Keiner der drei Vertragspartner hat je etwas darüber verlautbaren lassen, sondern Stillschweigen darüber gewahrt […] Nachfragen hierzu bei der ÜSTRA im Rahmen der Aktionärs-Hauptversammlung im August 2016 führten zunächst dazu, dass der ÜSTRA-Vorstand behauptete, dass es eine solche Kooperation gar nicht gäbe!

Die frage, wie viele dieser klammheimlich und kwasiverschwörerisch eingerichteten „sicherheitspartnerschaften“ es wohl noch in hannover und in anderen städten geben mag und wie viele scheinbar privaten (und nicht mit irgendwelchen hinweisen ausgezeichneten) kameras in irgendwelchen geheimpolizeilichen dunkelkammern zusammenlaufen, kann ich natürlich nicht beantworten. Es wird ja von den überwachungsstaatsfreunden verschwiegen.

Zur hölle mit der ihre fahrgäste an den überwachungsstaat verkaufenden üstra! Es hat hier wohl lange keine rote-punkt-akzjon mehr gegeben! Stinkende arschlöcher!

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Internet der dinge des tages

Security
Hoppla! Mehr als 185.000 WiFi-kameras mit unsicherer administrazjons-schnittstelle im web

Zieht einfach die stecker raus, bevor jemand ein botnetz daraus macht…

Natürlich wird keiner die stecker rausziehen. Woher sollen die leute denn wissen, das da jeder ohne passwort kohd hochladen und ausführen kann? Woher sollen die fabrikmäßig von schule, glotze und presse verdummten idjoten überhaupt wissen, was das bedeutet?

Schlagzeile des tages

Jackpotting:
Geldautomaten in Deutschland mit USB-Stick ausgeräumt

Tja, wenn softwäjhr auf einen angesteckten USB-stick einfach ausgeführt wird, dann ist das häckchen kein „so großes“ problem. Vermutlich muss man den kram noch so signieren, dass er als update akzeptiert wird, und wenn ich nur daran denke, wie oft der hirnende kryptokram falsch gemacht wird, dann würde ich mich nicht darüber wundern, wenn das auch bei geldautomaten passiert.

Und ganz großartig: der häcker musste eine halbe stunde rumfummeln. In einem kameraüberwachten raum. Und das ist niemanden aufgefallen. So viel bringt die allgegenwärtige kameraüberwachung in wirklichkeit zur kriminalitätsabwehr. Nicht einmal bei den bankverbrechern, wo ein krimineller mal eben schnell einen sechsstelligen øre-betrag mitnehmen kann, sitzt jemand, der ständig ein auge auf die dinge hat. Nicht einmal dort. Da könnt ihr euch hoffentlich denken, welchen zweck die anderen scheißkameras haben, die sie überall hingepflanzt haben: vorwiegend psychologische einschüchterung und angstmacherei, erzwingen von konformität und wohlverhalten unter der allpräsenz des ständigen auges des allsehenden großen bruders — und ständige ungewissheit, ob nicht jemand zuschaut. Wenn die „würde des menschen“ aus dem grunzgesetz eine bedeutung hätte, wären die meisten dieser kameras schlicht illegal. (An einem geldautomaten verstehe ich sie ja noch…)