„Die juden“ des tages

Einer von fünf Briten glaubt, Juden hätten Covid-19 geschaffen, um daraus finanzielle Vorteile zu ziehen

Auch weiterhin viel spaß mit diesem 21. jahrhundert, das ich mir irgendwie völlig anders vorgestellt habe. Bis zu pogromen und hexenverbrennungen kann es gar nicht mehr so weit hin sein. 😦

Datenschleuder des tages

Die britische stadt sheffield hat überwachungsdaten aus automatischen KFZ-kennzeichen-skänns ohne jeden zugriffsschutz im internetz verfügbar gemacht. Es war jedem menschen aus der welt möglich, die bewegungen von KFZ unmittelbar¹ nachzuvollziehen oder sogar manipulieren. Ein kräck war dafür nicht erforderlich. Es gab keinerlei zugangsschutz, etwa durch ein passwort. Die daten wurden veröffentlicht. Und damit die daten auch für „normale“ menschen leicht interpretierbar wurden, gab es eine praktische visualisierung in einer karte der stadt. 🤦

Auch beim staat sind daten niemals sicher. Auch nicht die überwachungsdaten, die in großen mengen und oft ohne angemessenen grund eingesammelt und langfristig gespeichert werden. In diesem sinne: auch weiterhin viel spaß und orwellness mit dem datenschutz, der euch überall versprochen wird, während die daten verantwortungslos über die welt geschleudert werden! Die liste wäxt und wäxt und wäxt.

Freut ihr euch auch schon so auf die „corona-äpp“ und die „selbstfahrenden“ autos?

¹Der ehemalige fachverlag schreibt „in echtzeit“, was im EDV-zusammenhang eine völlig andere bedeutung hat, nämlich, dass eine reakzjon eines systems innerhalb einer definierten zeit garantiert wird. Deshalb habe ich lieber „unmittelbar“ geschrieben.

Wahnsinn des tages

Leute, die wegen corona viel mehr fresschen gehamstert haben, als sie fressen können — und dann ist auf einmal das haltbarkeitsdatum abgelaufen und das ganze fresschen wandert in die mülltonne [link geht auf einen englischsprachigen text, archivversjon]. 🤦

Tja, so ein gehirn ist halt viel nützlicher, wenn man es auch mal benutzt. 🧠

Und nun zum spocht

Die Entscheidung, den Spielbetrieb zu unterbrechen, sei viel zu spät gefallen, beklagte der 34-Jährige, der als Spieler-Trainer bei Zweitligateam Derby County unter Vertrag steht. „Bis dahin hatte man das Gefühl, Fußballspieler in England wurden wie Versuchskaninchen behandelt“, schrieb Rooney. „Der restliche Sport – Tennis, Formel 1, Rugby, Golf, Fußball in anderen Ländern – alles wurde gestoppt, und uns wurde gesagt, wir sollen weitermachen. Ich glaube, viele Fußballspieler haben sich das gefragt: Hat das irgendwas mit dem Geld zu tun, um das es hier geht?“

Oh, professjonelle — also erwerbsmäßige — und mit geld gut gepämperte geldballspieler haben sich gefragt, ob es beim geldball eher so um geld als um irgend etwas anderes geht. So viel mentale aktivität hätte ich so einem geldballspieler gar nicht mehr zugetraut. Das war doch sicherlich ungewohnt, so einen komplexen gedanken zu entwickeln… 😀

Kurz verlinkt

Simulierter Journalismus

Von einer umfassenden Berichterstattung waren deutsche Medien in der ersten Woche der Anhörungen zur Auslieferung von Julian Assange weit entfernt. Statt authentischen Schilderungen der Auseinandersetzung im Gerichtssaal präsentierte man eine Fassade von Journalismus – zusammenkopiertes Halbwissen, vorgetragen in selbstbewusstem Tonfall […] Offenbar verfolgte niemand den tatsächlichen Wortwechsel vor Gericht – und war zudem auch in der Lage, das Gesagte intellektuell zu begreifen und seine Bedeutung zu erfassen

Tja, wozu denn auch. Der content in jornalistischen medien wird ja nicht benötigt, weil man den leser informieren will, sondern weil man einen köder benötigt, ganz ähnlich wie beim angeln — einen köder, der nötig ist, damit die leute auch die psychomanipulative lüge der scheißreklame fressen. Denn das geschäft mit reklameplätzen ist das eigentliche geschäft der contentindustrie, nicht das geschäft mit jornalistisch erarbeiteten inhalten. Und dann entstehen eben gleichgeschaltete propagandainstrumente, die alle die gleichen NITF-ticker der großen agenturen ohne eigenes zutun ins redakzjonssystem übernehmen. Vom regierungsfrommen BRD-parteienstaatsfernsehen hätte man ja niemals etwas anderes erwartet… 😦

Stirb, scheißpresse, stirb! Denn wenn du nicht verreckst, scheißpresse, und du scherge der scheißpresse, du stinkender scheißjornalist, nicht mitverreckst, dann wird am ende der letzte erbärmliche rest der freiheit verrecken.

Und nun zur gesundheit

Nach einer britischen Studie scheint es zumindest den 1970 Geborenen aus den ärmsten Haushalten gesundheitlich deutlich schlechter zu gehen als den 1920 Geborenen

Aber achtung! Es ist eine bullschitt-studie mit selbsteinschätzungen von menschen und dafür ohne medizinische untersuchung, weitergetragen von Florian Rötzer, dem telepolis-garanten für die extraporzjon bullschitt in telepolis.

Neues aus dem staat, der anständige wie verbrecher behandelt

Dies alles geschieht gerade (noch) in der europäischen unjon, diesem bollwerk der freiheit, der menschenrechte und des unabhängigen jornalismus aus den verlogenen sonntagsreden eurer scheißp’litiker, und die jornalisten scheißen auch überwiegend drauf. Ist ja nicht pösen russen oder gefährlichen chinesen, sondern bei „freunden“.

Aber Farrell betonte vor allem, dass die Entscheidung, Assange zu verlegen, ein „massiver Sieg der Häftlinge in Belmarsh“ gewesen sein: „Eine Gruppe von Häftlingen haben den Gefängnisdirektor bei drei Gelegenheiten erklärt, dass die Behandlung von Assange ungerecht und unfair ist. Nach Treffen zwischen Häftlingen, Rechtsanwälten und der Belmarsh-Führung wurde Assange in eine andere Gefängnisabteilung verlegt, allerdings in eine mit nur 40 Häftlingen.“ […] In dem Hochsicherheitsgefängnis sind Straftäter untergebracht, die Gewaltverbrechen oder Terrorismus beschuldigt werden. Dass ausgerechnet die Schlimmsten der Schlimmen für Assange eintreten, während sonst vielfach die Öffentlichkeit dem Schicksal von Assange gleichgültig gegenübersteht, könnte auch eine Kampagnenstrategie sein

Tschüss, großbritannjen!

Bald ist großbritannjen draußen aus der EU, und wenn ich so überfliege, was die scheißpresse tintenklext, die mir übrigens schon seit wochen erzählt, dass die briten die schnauze voll vom BREXIT hätten, wird mir ganz anders. Im moment fehlt nur noch, dass der pöse pöse russe diese wahl hinmanipuliert hat. Aber ich denke mal, diese räuberpistole wird uns in den nächsten tagen auch noch ein schüler von Claas Relotius auftischen. Beleglos, versteht sich. Und mit starken, emozjonalen worten, versteht sich.

Nein, das wahlergebnis ist nicht der untergang großbritannjens, und es ist leider auch nicht der untergang der EU. (Hoffentlich ist es aber der anfang vom ende der EU, und hoffentlich geht das mit dem ende schnell und zivilisiert!)

Es gab da eine äußerst demokratische volxabstimmung, deren ergebnis scheinbar niemanden im rest der EU gefällt, und es gibt da jetzt eine partei, die zur wahl versprochen hat, dass sie den in dieser äußerst demokratischen volxabstimmung ermittelten mehrheitlichen volxwillen auf jeden fall umsetzen will, was ja eigentlich eine selbstverständlichkeit wäre, wenn man von sich behauptet, irgendwie demokratisch zu sein. Und genau damit haben die tories ein beeindruckend gutes wahlergebnis eingefahren, was ich durchaus nachvollziehen kann. Tja, wenn man schon wählt, dann doch lieber eine partei, die nicht vor der wahl sagt, dass sie den volxwillen ignorieren und ihre beglückungsideen unabhängig davon verwirklichen will…

Aber das mit dem volxwillen findet man in einer strikt antidemokratischen EU — diese wird übrigens im deutsch der jornalisten und sonstigen hirnficker einfach „europa“ genannt, als sei diese ganze brüsseler großscheiße so „alternativlos“ wie die geografie — mit ihrem hochkommisariats-p’litbüro, ihrer lobbykraten-kryptokratie und ihrem teaterparlament ohne inizjativbefugnisse gar nicht gut.

Ich gratuliere den briten zu ihrem EU-austritt, der von sich durchschummelnwollenden p’litikern zu einer unfassbar schweren geburt gemacht wurde. Und ich befürchte, dass wir BRD-bewohner keinen DEXIT mehr erleben werden, weil die BRD unter der führung der dämonkratischen einheitsfront CSPDUAFDPGRÜNLINKETC selbst dann noch in dieser EU bleiben wird, wenn diese antidemokratische konstrukzjon nicht nur zerfallen, sondern schon längst verwest ist und giftig zum himmel stinkt. Und sie wird genau dafür von jornalisten in presse und glotze gefeiert werden; wer nicht mitfeiert, ist pfui und nazi…

Die falschanklage hat ihren dschobb gemacht…

…und ein mensch, der nichts weiter verbrochen hat, als verbrechen publik zu machen, wird in absehbarer zeit von den briten an den überwachungs-, kriegs- und folterstaat USA ausgeliefert, die objektiv schangsenlose falschanklage kann also wieder fallengelassen werden [archivversjon]:

Die Justiz in Schweden lässt den Vergewaltigungsvorwurf gegen WikiLeaks-Mitbegründer Julian Assange fallen. Die Staatsanwaltschaft erklärte, man werde die Untersuchung nicht fortsetzen. Das teilte die stellvertretende Direktorin der schwedischen Strafverfolgung, Eva-Marie Persson, mit. Es gebe keine ausreichenden Beweise für eine Verurteilung, obwohl man die Klägerin für glaubhaft halte

Gefickt eingeschädelt… 😦

Ich bin manchmal doch ein bisschen froh darüber, dass Edward Snowden nicht in einem dieser „demokratischen rechtsstaaten“ in der europäischen unjon sitzt.

Übrigens, werte jornalistenhirnficklügner!

In großbritannjen kann es keine verfassungskrise geben. Großbritannjen ist ein königreich ohne verfassung im gewöhnlichen sinn des wortes; an die stelle einer richtigen verfassung, in die jeder im zweifelsfall einfach einen blick werfen könnte, tritt ein ganzes und ziemlich unüberschaubares bündel von konwenzjonen, rechtsprechungen und gewohnheiten. Und man muss nicht sehr lange rescherschieren, um das rauszukriegen:

Das Vereinigte Königreich hat anders als die meisten Nationalstaaten keine kodifizierte Verfassung, verfügt also über kein einzelnes Dokument, das das politische System des Landes und die Kompetenzen und Schranken einzelner Staatsorgane festlegt. Vielmehr basiert das Verfassungsrecht des Vereinigten Königreiches auf mehreren Quellen, deren Bedeutung und Gewichtung einer stetigen Anpassung an aktuelle Gegebenheiten unterliegt. Zu den Quellen des britischen Verfassungsrechtes gehören Gesetzesrecht, zu einem minimalen Anteil, aber mit häufig fundamentaler Bedeutung, das Common Law, also durch vielfache Präzedenzen geschaffenes Gewohnheitsrecht, Konventionen, die meist der Begrenzung politischen Handelns dienen, Gesetze und Gewohnheiten des Parlaments, als einflussreich geltende Verfassungsinterpreten wie Walter Bagehot und William Blackstone sowie in gewissem Umfang europäisches Recht

Auch weiterhin viel spaß beim fehlinformiertwerden durch die tagesschau-redakzjon!

Was passiert mit staatlichen datensammlungen?

Na, ist doch klar: sie kommen irgendwo wieder raus; legal, illegal, scheißegal:

Die EU-Kommission hat indirekt eingeräumt, dass die Briten widerrechtlich sensible Teile der Schengener Datenbank kopiert und mit US-Firmen geteilt haben […] Großbritannien hatte seit 2015 eingeschränkten Zugang zum SIS, hielt sich aber nicht an die Regeln […] Konzerne wie Atos, IBM, CGI oder Fujitsu betreiben laut dem Bericht die nationalen, auf SIS beruhenden Datenbanken sowie Warnsysteme für die britischen Behörden

Ich wünsche euch allen auch weiterhin viel spaß dabei, irgendwelche DSGVO-zettel zu unterschreiben, während die europäische unjon gesammelte daten über die bevölkerung der EU fröhlich durch die welt schleudert! „Gefühlter datenschutz“ ist doch geil, nicht wahr?!

Scheißpresse des tages

Der UN-Sonderberichterstatter Nils Melzer hat seine Position zum Fall Assange noch einmal klar gestellt – doch keine Zeitung wollte den Beitrag drucken

Wo kommen wir da auch hin, wenn irgendwelche „hetzerischen anschuldigungen“ (Jeremy Hunt) eines berichterstatters der vereinten nazjonen in den zeitungen stehen? Weder parteien noch konzerne (und damit reklamekunden der contentindustrie) haben ein interesse daran. Dann lieber ein paar schöne Claas-Relotius-texte, preisgekrönt und hochkwalitativ.

Stirb, scheißpresse, stirb! Verrecke, jornalist, verrecke!

(Es war übrigens Julian Assange, der eine jornalistische arbeit geleistet hat, die jornalisten verweigern — indem er kriegsverbrechen der USA dokumentiert hat. Aber das soll auch vergessen gemacht werden von den scheißjornalisten aus presse und glotze.)