Nutzt hier jemand eiFohns oder äpple-PCs?

జ్ఞా — nein, ich weiß nicht, wie man das ausspricht. Aber äppel weiß dafür nicht, wie man das korrekt rendert und die aktuellen betrübssysteme von äppel kacken ab. Unicode ist und bleibt ein bisschen schwierig. Hauptsache, es gibt neue emojis. 💩

Und hej, wenn schon so ein einzelnes zeichen das fon zum abkacken bringt, dann würde es mich gar nicht wundern, wenn man darüber auch kohd ausführen kann. Das ist ja nicht das erste mal, dass äppel beim rendern eines komplex aufgebauten unicode-zeichens abkackt, und bislang scheint das problem eher so behoben worden zu sein, als dass die paar zeichen, mit denen man fehler ausbeuten kann, rausgefiltert werden. Denn sonst würde der scheiß nicht immer wieder passieren. Ich glaube, wenn Steve Jobs noch leben würde, bekäme er bei dieser vorgehensweise einen seiner kolerischen wutanfälle, bei denen man ganz weit weg sein möchte…

Meikrosoft des tages

Erstmal ein bisschen C++-kohd… wahrlich nix kompliziertes, einfach nur die formatierte ausgabe einer zahl, bei der die sprach- und landeseinstellungen berücksichtigt werden sollen — es hilft doch sehr, die größenordnung auf dem ersten blick abzuschätzen, wenn man tausenderseparatoren verwendet:

#include <iostream>
#include <locale>

using namespace std;

int main (int argc, char **argv)
{
    locale loc ("");
    cout.imbue (loc);
    cout << 1234567 << endl;
    return 0;
}

Frage: was wird ausgegeben, wenn man das mit meikrosofts „visual studio“ als konsolenanwendung kompiliert und das resultierende binary unter windohs sieben in der CMD.EXE-konsole aufruft?

Mit unbearbeiteten deutschen landeseinstellungen sollte hier 1.234.567 ausgegeben werden (und schweizerdeutsche einstellungen ergäben 1'234'567). Nun, auf einem kompjuter kam 1ÔÇç234ÔÇç567 raus, was natürlich… ähm… ein kleines bisschen unerwartet aussieht und die zahl auch nicht leichter lesbar macht. 😯

Hl. henker! Woran liegt das?

Bei einem blick in die landeseinstellungen in der windohs-systemsteuerung dieses kompjuters habe ich zunächst gedacht, dass dort ein leerzeichen als tausender-separator angegeben wurde. Es war aber kein „normales leerzeichen“ U+0020, sondern ein „ziffernleerzeichen“ U+2007 (also ein &numsp; in HTML oder ein \hphantom{0} in LaTeX). Auch im jahr 2018 kann es einem also immer noch (völlig unerwartete) probleme bereiten, dass diese scheiß-CMD.EXE nicht unicodefähig ist und eine völlig andere zeichenkohdierung als der gesamte rest des systemes verwendet. Das sind diese kleinen momente, in denen ich ganz froh darüber bin, dass ich es nur noch selten mit windohs zu tun habe und deshalb schon ganz vergessen habe, was für heitere altlasten dieses flickwerk mit sich herumträgt…

Dass diese beiden verschiedenen leerzeichen (unicode hat noch einige mehr anzubieten) in so einem einstellungsdialog wegen ihrer leerzeichenhaftigkeit natürlich nicht durch hingucken unterscheidbar sind und dass man sich deswegen etwas länger fragt, woran zum henker es liegt, brauche ich hoffentlich gar nicht erst zu erwähnen. Die moral der heitren kurzgeschicht: für CMD verwende die locales nicht!

Mittelalter 2.0 des tages

Unicode 10 bringt 56 neue Emojis, darunter Feen, Vampire, Zauberer

Auch weiterhin viel spaß mit dem modernen, technisch beförderten analfabetismus und der devoluzjon der schriftsysteme:

Die unterschiedlichen Bildzeichen haben in der Vergangenheit für Missverständnisse etwa zwischen iOS und Android geführt

Mit buchstaben wäre das nicht passiert… :mrgreen:

Unicode

Der unicode-bestand an modernen hieroglyfen für die dealfabetsierten smartgerätenutzer aus der generazjon jamba wird mal wieder ein bisschen größer. Juchu!

Und das, während immer mehr menschen in irgendwelchen anwendungen auf das abbild einer diskette klicken, um etwas zu speichern, aber gar nicht mehr wissen, wie eine diskette aussieht und wozu man sie benutzt hat. Ein tolles technikchinesisch ersinnen sie gerade, die verblödeten, die lesen und schreiben zu anstrengend finden und deshalb immer wie die kleinkinder mit dem mauszeiger — oder seit den smartdingern: mit dem patschehändchen — auf das zeigen, was sie haben wollen. Die reise in die idiocracy scheint unaufhaltsam… 😦

Endlich! Alle verständigungsprobleme gelöst!

Ganze Unterhaltungen lassen sich mit den kleinen Icons bestreiten

Wenn ichs recht überlege, könnte man den gesamten onlein-spiegel mit seiner idjotischen scheißpropaganda auch vollständig in solche kleinen bildchen übertragen — und die aussagen auf den wahlprogrammen der CDUSPDCSUGFDPGRÜNETC würden gar noch weniger widerstand gegen eine solche übersetzung zeigen.

Mit smarten telefonen und großer begeisterung in den kollektiven funkzjonalen analfabetismus, komm menschheit, das schaffste noch! Wenns internetz im händi ist, ists gehirn im arsch.

Unicode-zeichen des tages

Das wird vor allem twitterer freuen, die sich ja immer irgendwie in diese engen 140 zeichen kwetschen müssen, weil in diesem interwebdingens kein platz ist: in unicode 7.0 gibt es das zeichen REVERSED HAND WITH MIDDLE FINGER EXTENDED. Genau richtig, um mit einem einzigen zeichen zu sagen, was man vom jeweils anderen (nazi, gutmensch, feminist_in, veganer*in, sozjolog_x_studex, jornalist, zecke, idjot, antideutscher, macker, maskunazi, fußballfänn, negativdenker, frau, mann, mensch etc.) hält. Ein wertvoller beitrag zur verbesserung der diskussjonskultur in deutschen zwitscherdingens (und natürlich überall andernorts im netze)! :mrgreen:

Häcken mit herz

Durch einen Bug hat der Twitter-Client in Tweets eingebettete JavaScript-Code ausgeführt, wenn daran ein Unicode-Herz angehängt wurde

Bwahahaha! Love it! ❤ ❥ ❤ ❣

Was heise im moment nicht im text hat: das fehlerchen wurde für einen twitter-wurm ausgebeutet. Wer den stummeltext sah, hat ihn auch schon automatisch weitergesagt. Deshalb hat das zwitscherchen auch ganz schnell das fiepseprogramm im brauser (tweetdeck) offlein genommen…

Mit HTML (ohne javascript) wäre das natürlich nicht passiert…