Frage des tages

Die Abteilung heißt „Unternehmenskommunikation“. Warum ist eine Uniklinik ein Unternehmen? Und warum hat sie eine eigene Abteilung für Kommunikation?

Wird dort auch gleich beantwortet. Vorsicht, etwas gruselig, vor allem, wenn man noch nie mitbekommen hat, wie in der scheißpsychiatrie gedacht und gearbeitet wird.

Universität des tages

Die Universität des Saarlandes verdiente Geld, indem sie Glücksspiel bewarb

Weia! Aus der von mir aus gründen nicht direkt verlinkten kwelle:

Anfang Februar fanden sich auf der Seite noch Insgesamt 118 Artikel. Sie waren unterteilt in die Kategorien Gesundheit, Finanzen, Lifestyle und Karriere. Es ging um Studijobs, Freizeittipps oder Job-Chancen. Elf dieser Artikel lieferten echten Mehrwert, etwa Tipps zum Bafög-Antrag.

Alle anderen 107 Artikel waren für Suchmaschinen optimierte Texte, die auf eine oder mehrere Seiten verlinkten: Anti-Erkältungspräparate, Heilsteine, Kredite, Bitcoin-Spekulation, Sportwetten und andere Glücksspiele wurden teilweise schamlos beworben. […] Wer kein Geld habe, könne im Casino welches verdienen, wer im Klausurenstress einen klaren Kopf brauche, könne beim Zocken schnell ein paar Glückshormone ausschütten und wer neben der Uni einen Job suche, könne im Online-Casino arbeiten

Da will ich mal hoffen, dass die universität jetzt nicht auf spämm umsteigt, nachdem sie die reklame für halbseidene abzockereien nicht mehr auf ihrer staatlich subvenzjonierten webseit unterbringen kann.

Was man in der BRD nicht alles studieren kann!

Die staatsfromme scheiß-ARD, hier in gestalt des scheiß-SWR, berichtet mal wieder im besten staatsfrommen ton, völlig unkritisch und ohne jede nachfrage:

An der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Karlsruhe sollen Studierende zukünftig Radverkehr studieren können. Am Donnerstag übergab Bundesverkehrsminister Scheuer die Förderbescheide

[Archivversjon]

Ich will aber lieber den verkehr mit diesen batteriebetriebenen kinderrollern für erwaxene studieren! 😀

Gemeinsam mit Studierenden soll herausgefunden werden, welche Rolle das Fahrrad künftig im alltäglichen Straßenverkehr spielen soll und kann

Ich wills mal so sagen: das kriegt man immer noch am besten raus, wenn man sich aufs fahrrad setzt und regelmäßig als kanonenfutter des straßenverkehrs unterwegs ist. Ich mache das schon seit vielen jahrzehnten.

Aber hochgelehrte professoren werfen auch schon die ersten wichtigen fragen für eine klärung auf:

Es gibt Rätsel, die immer noch nicht gelöst sind: Warum fährt das Fahrrad wirklich? […] Was bringt Leute zum Fahrrad fahren? Was ist die beste Infrastruktur, die wir bauen können?

Gerne will ich dem herrn prof. Jochen Eckert seine drei drängenden fragen an dieser stelle beantworten:

  1. Wegen der impulserhaltung (siehe bei Newton) und der ausrichtung des impulses längs der fahrtrichtung durch fest eingespannte, so genannte laufräder.
  2. Große entfernungen und ein für immer mehr menschen unbezahlbar überteuerter, sehr unbekwem und unangenehm zu nutzender und oft unzuverlässiger öffentlicher nahverkehr.
  3. Gut asfaltierte straßen ohne sinnlose, meist marode, oft als vielzweck-abstellfläche benutzte und/oder zugeparkte sonderwege mit behördlich angeordneter benutzungspflicht und vor allem ohne irgendwelche linjen und rot gekennzeichnete bereiche mit ebenfalls angeordneter benutzungspflicht, obwohl man bei der benutzung dieser blutstreifen den in der STVO geforderten abstand zum parkenden verkehr von 1,5 meter (und damit zu sich immer wieder einmal spontan öffnenden autotüren, denn in diese außenspiegel kann so ein autofahrer ja auch nicht immer reingucken) deutlich unterschreitet, wenn man diese scheiße nutzt. Solche scheißideen, die es bei androhung eines ordnungsgeldes erzwingen, dass man als geradeaus fahrender radfahrer schön rechts vom rechts abbiegenden verkehr fährt, machen die nutzung der straßen nämlich noch gefährlicher, als sie es eh schon sind. Ein „ich habe mich immer sicher auf dem radweg gefühlt, danke liebe p’litik“ ist eine verdammt beschissene inschrift für einen grabstein, und eine helmpflicht hilft nicht. Vom verkehrtplanerisch vorgestellten linksabbiegen habe ich dabei noch gar nicht angefangen.

Es war mir eine ehre, herr professor! 😉

Ich empfehle eine sofortige zusammenlegung mit den gender studies. Da wäxt dann zusammen, was zusammen gehört.

Grüße auch an Andreas Scheuer (CSU), der mich unbedingt tot sehen will.

Datenschleuder des tages

Die universität erlangen-nürnberg hat daten von mehr als 828 studenten im web veröffentlicht. Ja, veröffentlicht. Die daten waren mit einem ganz normalen webbrauser zugänglich, irgendwelche obskuren häcker-tuhls brauchte man nicht. Wollen wir mal hoffen, dass nicht demnächst webbrauser als gefährliche häcker-tuhls gesetzlich verboten werden, wenn solche fälle immer mehr zunehmen… :mrgreen:

Zu den daten gehörten auch passwörter. Im klartext abgelegte passwörter. Diese ganz neue sicherheitstechnik aus den frühen siebziger jahren, dass man passwörter als gesalzene häsches ablegt und niemals irgendwo im klartext speichert, scheint noch nicht auf jeder fakultät einer BRD-universität angekommen zu sein. Es kann ja auch nicht jeder alles mit höchstgeschwindigkeit erlernen. Außerdem gibt es so viel wichtigeres im hochschulbetrieb als datenschutz und kompetenz im umgang mit diesem neuland-interdingsda. Zum beispiel die von studenten¹ mit punktabzügen bei nichtgefügsamkeit erzwungene gendergerechte sprache. 🤦

Ich wünsche auch weiterhin viel spaß beim festen glauben an den überall so leicht und konsekwenzenlos versprochenen schutz eurer persönlichen daten. Müsst ihr ganz feste dran glauben, und müsst euch überall so richtig blanke datennackt machen! Die liste wäxt und wäxt und wäxt. Wer möchte da nicht teil des großen erfolgsmodelles „datenschleuderei“ werden?!

Liebe freunde der gendergerechten sprache: für mein sprachgefühl gibt es einen unterschied zwischen studenten und studierenden, und ich habe in meinem lustigen leben ziemlich viele studenten kennengelernt, die keine studierenden waren. Euer hirnfick-neusprech und der damit verbundene umerziehungsversuch kotzt mich an. Vielleicht habt ihr bei der nachwaxenden generazjon mehr glück, denn die haben sich weder bei der verteilung der intelligenz noch bei der verteilung des sprachgefühles vorgedrängelt.

„Cyber cyber“ des tages

Die universität gießen ist offlein, weil da jemand rumgecybert hat. Und auch intern ist so ziemlich jeder sörver runtergefahren, so dass alles nur noch im notbetrieb läuft.

Ich würde ja gern angemessen spotten, aber die armen schweine in der administrazjon dort, die fressen sicher gerade eine extraporzjon scheiße, während die kompetenzfreie scheißpresse einen von den „cyber-ermittlern“ (mit bindestrich, aber wenigstens nicht mit einem deppen leer zeichen) blahfaselt.

Cyber cyber!

Berliner banane des tages

Das ist aber auch zu ärgerlich für den berliner sumpf, dass es zur nicht-entdoktorung der werten frau Franziska Giffey noch ein kleines parlamentarisches nachspiel gibt [archivversjon].

Vielleicht sollte man einfach jedem parlament-arier ab landtagsstimmviech einen bedingungslosen doktortitel in einem fach seiner wahl geben. :mrgreen:

Oh, Fefe hat auch etwas.

Zitat des tages

Ich weiß noch, wie viele Stunden Arbeit Freunde, Freundinnen und ich selbst in unseren Studium für einfache schriftliche Hausarbeiten verwendet haben, und wie groß die Besorgnis oft war, wissenschaftlichen Ansprüchen nicht zu genügen. Verglichen damit ist die Leichtfertigkeit tatsächlich korrupt, mit der hier offenkundig wertlose Beiträge als wissenschaftliche Forschung zur Veröffentlichung in führenden Zeitschriften akzeptiert wurden, solange ihre Ergebnisse und Positionen nur politisch opportun waren

Lucas Schoppe auf man tau

Und ja, Hadmut Danisch konnte auch nicht widerstehen und schreibt ziemlich treffend von „intellektueller inzucht“…

Darauf hat die welt gewartet

Eine schriftart, die beinahe wie „times new roman“ aussieht, aber deren propotionen so verändert wurden, dass sie rd. ein sechstel mehr papier verbraucht. Ideal für textlängenorientierte wisschenschaftliche arbeiten in schwafelfächern.

Übrigens: richtige wissenschaftliche arbeiten, die nicht so viel mit ideologie, aber dafür etwas mit metode und erkenntnisgewinn zu tun haben, werden auch weiterhin ganz altmodisch in LaTeX gesetzt, und „times new roman“ wird dabei aus ästetischen gründen eher weniger benutzt.

Universitärer bullschitt des tages

Nein, das ist nicht der postilljon!

Die Universität Osnabrück erhält eine bundesweit einmalige Professur, die Latein und internationale Geschlechterforschung verknüpft […] Das Themenfeld „Latinistik und Gender“ werde vom Auswahlgremium der Wissenschaftlichen Kommission Niedersachsen als „hochrelevant und äußerst innovativ“ beurteilt, heißt es in einer Mitteilung der Uni Osnabrück. Das zugesprochene Fördervolumen beträgt den Angaben zufolge 472.500 Euro […] Die Uni Osnabrück kündigte an, eine W2-Professur „Klassische Philologie, Schwerpunkt Latein/Genderforschung“ auszuschreiben und zum nächstmöglichen Zeitpunkt zu besetzen

Schon toll, was an Universitäten gelehrt wird, als sei es eine Wissenschaft. Vestimentum non facit monachum.

Wisschenschaft des tages

Immer wieder lustig, worüber man an universitäten der BRD seine dissertazjonen schreiben kann:

Warum denkt man bei Stahl unwillkürlich an Männer, an Härte, an Waffen, an Maschinen, an Ingenieure? Dies ist ein Indiz für die am Beispiel Stahl zu untersuchende These, dass das Machen von Geschlechterkonstruktionen mit dem Machen von Materialitätskonstruktionen einhergeht […] Das Promotionsvorhaben untersucht aus technikphilosophischer und queer-theoretischer Perspektive die Natur und Bedeutung des Materials sowie seiner Ver- und Bearbeitung. Das Projekt wird am Seminar für Philosophie (Prof. Dr. Nicole C. Karafyllis) in Kooperation mit dem Institut für Stahlbau der TU Braunschweig (Prof. Dr.-Ing. Klaus Thiele) durchgeführt

Es bleibt dabei: gender ist opium für die linke. (Wer glaubt, „links“ zu sein und trotzdem nicht mehr versteht, warum ich das wort „für“ hervorhebe, informiere sich einfach bei einem älteren genossen, der noch aus einer zeit kommt, in der es keine „linken“ gab, sondern menschen, die dieses parlament und den kapitalismus überwinden wollten.)

Hat noch jemand lust auf eine universitäre ausbildung…

…aber eigentlich gar keine besondere befähigung und auch kein wissenschaftliches interesse? Dafür hat die universität merseburg jetzt eine gute abhilfe:

Der berufsbegleitende Masterstudiengang Sexologie der Hochschule Merseburg basiert neben anderen theoretischen Grundlagen auf dem Modell sexueller Gesundheit Sexocorporel. Unterschiedliche sexualwissenschaftliche Modelle werden vorgestellt und der Zusammenhang zum Modell Sexocorporel aufgezeigt. Der theoriegeleitete körperorientierte Ansatz von Sexocorporel und die anwendungsbezogenenen Methoden zeigen, wie vielfältig die Einflussfaktoren auf die Gestaltung der Sexualität sind. Es wird aufgezeigt, wie sexuelles Erleben und sexuelles Verhalten über persönliche und soziale Lernprozesse lebenslang entwickelt werden können

Mit anwendungsbezogenen metoden nach dem teoriegeleiteten körperorjentierten ansatz, versteht sich. Viel spaß beim wissenschaftlichen ficken!

Hannover wird cyber cyber

Die Landeshauptstadt Hannover rechnet sich gute Chancen aus, das geplante neue Deutsche Internet-Institut und damit Wissenschaftler aus der ganzen Welt nach Niedersachsen zu holen

Toll!

Es soll sich Fragen rund um Recht, Ethik und wirtschaftlicher Zukunft einer Gesellschaft mit Robotern und autonom fahrenden Autos widmen

Ach, und ich dummerchen dachte schon, es ginge dabei um technik statt um die alimentierung von ein paar juristen, soziologen und vergleichbaren dünnbrettbohrern, die dann von der technik sprechen wie die blinden vom lichte. Als ob es hier noch nicht genug bullschitt-olympiaden gäbe! Moment, wie wird der wissenschaftelnde auswurf verkauft?

In jedem Fall muss das Thema Digitalisierung raus aus dem Elfenbeinturm

Hej, das ist schon aus dem „elfenbeinturm“, ihr flachzangen! Seid ihr schon einmal straßenbahn gefahren? Da liest keiner mehr zeitung. Die haben alle ihre mobilen datensichtgeräte in der hand. Dafür brauchen die keine laberveranstaltungen im neumodischen gelehrtenton… sorry… gelehrt*innenton.

Oh, das geht ja noch weiter:

Schließlich verfügt die Leibniz Universität bereits seit 15 Jahren über ein Forschungszentrum für digitale Bildung, das unlängst um die Schwerpunkte Internet und Web Science erweitert wurde. Die Forscher entwickeln hier innovative Technologien, die einen nahtlosen Zugang zu Informationen im Web ermöglichen sowie das Internet mit der realen Welt und ihren Institutionen verbinden

Mein bullschitt-o-meter ist eben gerade explodiert. Gefühlt jeder hat ein wischofon, und die „differenzieren“ zwischen internetz und realer welt… 😦

Ein Zuschlag würde den Standort Hannover daher noch weiter stärken

Hurra! 😈

Universität des tages

Nein, das ist nicht der postilljon, das ist der ASTA der leibniz-universität hannover, bei dem offenbar der geist von Kurt Schwitters noch anträge formuliert:

Schachverbot jetzt! — für eine gerechtere Welt!!

Nein, keine sorge, es ist nicht halb so schlimm, wie man beim überfliegen satirischen antrages denken könnte, denn dieser antrag wurde nicht einmal zur entscheidung aufgerufen. Aber dass es sich um eine satire handelt, ist auch nicht so direkt aufgefallen…

Ich wünsche angesichts des bis zur vollständigen satireblindheit mit irgendwelchen fernliegenden „first world problems“ beschäftigten „linken“ p’litischen nachwuxes den nachmirkommenden noch viel spaß in der idiocracy oder in der faschistischen diktatur! Gottseidank neigt sich meine scheißzeit langsam zum ende, und ich gehe im bewusstsein, die letzten augenblicke der amerikanisch-europäischen gesellschaften erlebt zu haben, in denen man noch halbwegs frei sprechen und denken durfte, ohne dafür verknastet oder gar ermordet zu werden. Das licht braucht übrigens nicht mehr vom letzten ausgemacht zu werden, es ist schon lange aus.

Ein guter witz noch zur US-wahl…

…aber auch nur, weil es um universitäre vorlesungen in der bummsrepublik deutschland geht. Tolle vorlesung vom leiter der professur für internazjonale p’litik und transatlantische beziehungen. Ja, solche professoren gibts an der uni regensburg. Und ja, es ist ein link zu Hadmut Danisch, aber das fundstück ist wirklich zum brüllen komisch. 😀