Jornalistischer matematikmissbrauch des tages

Erstens sind die Messpunkte nicht die gleichen – im Jahr 2017 wurden verschiedene Messpunkte aus dem Jahr 2013 gegen bekannte Hochnitrat-Messstellen ausgetauscht. Die Werte an den 2013er Messpunkten sind bis 2017 im Mittel gefallen. Und zweitens gingen 2013 die Jahresdurchschnittswerte, im Jahr 2017 aber die Höchstwerte (über ausgewählte Tage) in die Analyse ein. Die Meldung aus der Rheinischen Post ist also statistisch gesehen der gleiche Unfug, als wollte man die Veränderung der jährlichen landesweiten Niederschlagsmenge durch einen Vergleich der 15 jeweils feuchtesten Orte ermitteln (und dann auch noch für ein Jahr basierend auf dem Durchschnitt pro Ort, das andere Jahr basierend auf dem Tagesmaximum) […] Zum Betrug wird diese Vorgangsweise immer dann, wenn man das Ergebnis als landesweiten Durchschnitt verkauft

Jornalistisches zahlenspiel des tages

Das habt ihr doch auch alle vor ein paar wochen gesehen, als die jornalistischen alarmsirenen gleichlautend, als seien sie gleichgeschaltet aus dem tiefen sommerloch alarmheulten, dass achtzig prozent der insekten in der BRD verschwunden seien, oder? Und anschließend die ganzen p’litiker aus der ersten und der letzten reihe, die ihre sprechbläschen zum besten gegeben haben, weil es so ein insektensterben gibt? Nun, das waren fäjhknjuhs auf grundlage einer etwas „überstrapazierten“ studie.

Ich wünsche auch weiterhin viel spaß dabei, sich ängste und gefühle von der scheiß-contentindustrie machen zu lassen! Die psyche ist billig, die dummheit kostet nichts.