CDU des tages

Die gleiche CDU, die das urheberrecht mit (in meinen augen grundgesetzwidrigen) vorzensur-hochladefiltern durchsetzt, scheißt auf das urheberrecht, wenns um ihren eigenen juhtjuhbb-auftritt geht [archivversjon]:

Seit der Youtuber Rezo seinen Rant mit dem Titel „Die Zerstörung der CDU“ ausgestoßen hat, sind alle ganz aufgeregt, verwirrt und vor allem: planlos. Regie führen andere. Und wo es gerade eh so gut läuft, musste die Partei nun auch noch etliche Clips aus ihrem Youtube-Kanal löschen. Weil sie ihr nicht gehören […]

„Durch einen Hinweis auf Twitter wurden wir darauf aufmerksam, dass die Videos irrtümlich auf unserem YouTube-Kanal veröffentlicht worden waren […] Auf YouTube wurden die Ausschnitte irrtümlich und ohne selbstständige Ausführungen eingestellt.“

Müsst ihr verstehen, das war alles nur ein bedauerliches versehen. Die videos haben sich vermutlich von allein hochgeladen. Nicht, dass noch jemand denkt, dass die scheiß-CDU ein rechtsfreier raum sei, so aus leuten bestehend, die über ihren eigenen scheißgesetzen stehen! :mrgreen:

Wicked pedia des tages

Protest gegen Artikel 13:
Wikipedia schaltet sich ab

Ich finde ja eher schade, dass es nur ein tag sein soll. Ein großteil der idjoten da draußen würde erst was merken, wenn guhgell, fratzenbuch und juhtjuhbb abgeschaltet werden… und das wird nicht passieren, die haben ja schon alles, was man zum zensieren… ähm… filtern so braucht. Dass es am tag danach ein paar null-punkte-referate an den schulen geben wird, juckt doch niemanden.

Übrigens: die englischsprachige wicked pedia ist sowieso viel erträglicher und vollständiger.

Und nun zur geschichte

Seit 1850 wollen deutsche Verlage verhindern, dass ihre Inhalte auch nur zitiert werden. Die Begründung ist schockierend oft deckungsgleich mit dem, was wir heute lesen. Da gibt es eine neue Technik, zum Beispiel Telegraphie, und die würde das ach so wichtige Geschäft des Journalismus ruinieren

Stirb, scheißpresse, stirb! Verrecke, verleger, verrecke!

„Geistiges eigentum“ des tages

Wisst ja, diese ganzen komplizierten gesetze und regelungen zum „geistigen eigentum“ sind dafür da, den urhebern und kreativen ihre rechte zu sichern, damit sie etwas von ihrer arbeit haben… 😦

Man hätte erwarten sollen, dass die Politik nach dem Urteil die VG WORT dazu drängt, endlich eine rechtmäßige Verteilung der treuhänderisch verwalteten Gelder sicherzustellen. Stattdessen hat sie alles dafür getan, den Autoren das Geld, das ihnen der BGH zugesprochen hat, so schnell wie möglich wieder wegzunehmen.

Man hätte erwarten sollen, dass die Autorenvertreter und Gewerkschaften alles dafür tun, dass die Rechte der Autoren gewahrt bleiben. Stattdessen haben sie alles dafür getan, sich mit den Verlegern zusammen dagegen zu wehren, dass Urheber in Zukunft mehr Geld von den Verwertungsgesellschaften bekommen

Auch weiterhin viel spaß beim festen glauben an die p’litische und jornalistische lüge von den „armen kreativen und urhebern“, deren rechte geschützt werden sollen!

„Geistiges eigentum“ des tages

Eine Dienstanweisung des BAMF zu Dublin-Verfahren soll urheberrechtlich geschützt sein […] wir dürften sie nicht veröffentlichen

Nur für den völlig unwahrscheinlichen fall, dass diesem wertvollen geistigen eigentum des bummsamtes für migrazjon und flüchtlinge, das da bei netzpolitik gerade zum daunlohd herumliegt, etwas zustoßen sollte… hier ist eine dezentrale sicherheitskopie. Ich betrachte zensurversuche des staates übrigens als eine leseempfehlung, und ich empfehle anderen menschen, wenn sie es sich leisten können, ebenfalls zensierte werke zu verbreiten.

Einen zähschleimig hingerotzten dank an alle „künstler“ und scheißjornalisten, die sich auch noch jubilierend hinstellen, wenn der neurotische irrsinn und das kulturfarben getarnte unterdrückungsinstrument des „geistigen eigentums“ immer noch weiter ausgebaut werden soll!

„Geistiges eigentum“ des tages

Der erbitterte Streit um ein Foto, auf dem ein Affe freundlich in die Kamera grinst, hat ein Ende gefunden. Ein US-Berufungsgericht in San Francisco urteilte, dass der Makake Naruto kein Recht hat, auf Urheberrechtsschutz zu klagen

[Archivversjon]

Das privileg, solche klagen führen zu können, bleibt also den nackten affen vorbehalten, die sich in einem anfall von realsatire als „homo sapiens“ bezeichnen.

Ach ja, für die menschenhassersekte PETA hatte der richter auch noch ein paar worte übrig:

Die Organisation sei im rechtlichen Sinne kein „enger Freund“ des Affen. Peta habe nicht nachweisen können, eine signifikante Beziehung mit ihm zu haben. Zudem hätten die Tierschützer einen Vergleich mit Slater geschlossen und dann vergeblich versucht, das Gerichtsverfahren einstellen zu lassen.

An diesem Vergleich war Naruto aber ausdrücklich nicht beteiligt. Peta habe wohl die eigenen Interessen vor die Narutos gestellt. Es sehe so aus, als nutze Peta Naruto als „ahnungslose Marionette“ zur Verfolgung ihrer ideologischen Ziele

Volltreffer! 😀

„Geistiges eigentum“ des tages

Ein YouTube-Video, das nichts als 10 Stunden weißen Rauschens enthält, hat dem Uploader fünf Klagen wegen angeblichen Copyright-Verstößen beschert

Nur leicht am tema vorbei geht das lob der septime — dass irgendwelche geistiges-eigentum-aasgeier über juhtjuhbb kreisen und noch die absurdesten ansprüche durchsetzen, ist wahrlich nix neues.

Meist drückt sich die wikimedia foundation ja vorsichtig aus…

Schon heute wird das Urheberrecht oft dazu missbraucht, anderweitig störende Inhalte aus dem Netz zu bekommen. Uploadfilter würden das so vereinfachen, dass man dann wirklich von einem „Zensurheberrecht“ sprechen müsste. Sind Uploadfilter erst einmal für alle Online-Plattformen vorgeschrieben, sind auch weitere Rechtsbereiche jenseits des Urheberrechts denkbar, für die sie eingesetzt werden könnten, Stichwort: Salamitaktik

Nichts ist der derzeit herrschenden und besitzenden klasse so unsympatisch und macht ihr so viel furcht wie ein Freier, offener gedankenaustausch von menschen, Freies wissen und Freie inhalte. Deshalb wird alles dafür getan, um diese drei großen Freiheitsmöglichkeiten des internetzes auf jede nur denkbare weise kaputtzumachen und den leuten unterhaltsame surrogate dafür anzudrehen, damit die mehrzahl der menschen „wozu brauche ich noch Freiheit, ich habe das fratzenbuch in meinem händi und kann mit meinem händi sprechen“ denkt.

Der juhtjuhbb-tipp für praktiker

Wer in der BRD lebt und etwas zu juhtjuhbb hochladen möchte, was urheberrechtlich nicht so ganz einwandfrei ist — also etwas, was er nicht vollkommen selbst produziert hat, denn es in der BRD kein „fair use“ und kein zitatrecht für videos — sollte dafür auf jeden fall ein eigenes benutzerkonto einrichten und keine namentlich registrierte oder gar regulär benutzte telefonnummer dazu angeben:

Youtube und Google müssen bei Urheberrechtsverstößen die Mail-Adresse der verantwortlichen Nutzer angeben

Die ausweitung auf hinterlegte telefonnummern zu einem guhgell-konto ist nur eine frage der zeit, und eine ladefähige anschrift zu einer telefonnummer ist auch bei immaterjalgütersachen etwas, was die telefonklitschen rausrücken müssen. Und denkt dran: das kann euch auch für videos passieren, die ihr vor zehn jahren mal hochgeladen und dann wieder vergessen habt…

„Geistiges eigentum“ des tages

Filesharing-Plattformen wie The Pirate Bay verstoßen gegen das Urheberrecht. Das hat nun der Europäische Gerichtshof entschieden

Übrigens: lt. EuGH ist damit ein link oder eine unzensierte (also gegenüber den inhalten neutrale) suchmaschine eine „öffentliche wiedergabe“ urheberrechtlich geschützten materjales. (Auf „the pirate bay“ werden keine torrent-dateien vorgehalten, sondern magnet-links ausgeliefert, ganz ähnlich, wie eine suchmaschine im ergebnis links ausliefert.) Und noch besser: es ist in der europäischen unjon damit für rechtens erklärt worden, eine unzensierte (also gegenüber den inhalten neutrale) suchmaschine mit dieser begründung zu zensieren, statt die straftat zu verfolgen. Es handelt sich also um eine weitere formale legalisierung der immer weiter ausgeweiteten internetzzensur, die in folgenden urteilen gewiss noch bis an den äußersten rand der ausdehnbarkeit auf andere sachverhalte ausgedehnt werden wird.

Das einzig erfreuliche an diesem urteil ist, dass die werten rechteverwerter (das sind die leichenfledderer an immaterjalgüterrechten) nur noch wenige jahre von der entdeckung entfernt sind, dass ein solcher juristischer sieg mit keinerlei steigerung der umsätze und des profits verbunden sind. Angesichts der tatsache, dass mit scheißfilmen und scheißmusik trotz des internetzes immer noch obszöne umsätze gemacht werden, hält sich mein mitleid in sehr bescheidenen grenzen…

Ich wünsche allen menschen in der BRD auch weiterhin viel spaß dabei, die „urheberabgabe“ beim kauf von druckern, festplatten, händis, datenzäpfchen, DVD-rohlingen und dergleichen zu bezahlen, obwohl die damit „abgegoltene“ tätigkeit illegal ist. Papier ist übrigens noch abgabenfrei, ebenso schreibgeräte — mal schauen, wie lange noch.

„Geistiges eigentum“ des tages

Der Missbrauch mit Löschbegehren wegen Urheberrechtsverstößen hat gewaltige Ausmaße angenommen

Übrigens: meistens haben die geistig eigentümlichen nur guhgell im visier; wer unzensierte suchergebnisse haben möchte, ist also gut beraten, eine andere suchmaschine zu verwenden. Zum glück gibt es ja eine menge. Wer keine kennt: man findet sie sogar mit guhgell…