Andreas Bescheuer des tages

Endlich tut der würdige nachfolger von Doofrindt, Andreas Bescheuer (CSU), etwas wirksames für die unwelt und ganz nebenbei auch für die entlastung der rentenkassen. Denn nur ein toter verkehrsteilnehmer ist ein unweltfreundlicher verkehrsteilnehmer [archivversjon]:

Experten erwarten unisono, dass nach der Änderung mehr Menschen bei Motorradunfällen getötet oder verletzt werden würden […] Österreich hat die Regeln bereits liberalisiert – die Erfahrungen sind laut Bast-Analyse nicht gut. Die Regelung habe „zu einer deutlich erkennbaren Verschlechterung der Verkehrssicherheit beigetragen“

Ist doch prima! Es gibt eh zu viele menschen für diesen planeten. Und außerdem freue ich mich auf den ersten batteriegetriebenen kinderroller, der von einem unkontrolliert herumschleudernden motorrad vom fahrradweg gewischt und zusammen mit dem motorradfahrer ins grab geschubst wird. Da hat Andreas Bescheuer dann zwei punkte mit einem unfall gemacht. Das ist die neue effizjenz! :mrgreen:

Neues aus dem straßenverkehr…

Gestern haben sich mal ein paar polizisten hingestellt und 27 idjoten aus dem verkehr rausgezogen, die blind mit ihrem auto rumgefahren sind — und einen idjoten von radfahrer, der vermutlich zu oft diese spiele gespielt hat, bei denen man drei leben hat.

Blind? Rechnet es einfach selbst aus! Wenn jemand mit 50 km/h durch die stadt fährt — zumindest auf der hildesheimer straße und auf der anderter straße fahren die meisten autofahrer außerhalb der stoß- und stauzeiten deutlich schneller — und dabei nur fünf sekunden auf sein scheißwischofon guckt, um schnell sein wanzäpp zu tschecken, dann fährt er siebzig verdammte meter, während derer er nicht auf die straße guckt und optisch nix vom verkehr mitkriegt. Immerhin wird er das dumpfe geräusch hören, wenn er ein kind auf die motorhaube genommen hat. 😦

So als radfahrer, der dann im zweifelsfall von so einem händiidjoten mit einer tonnenschweren maschine in die intensivstazjon oder ins grab geschubst wird, fände ich es ja viel erfreulicher, wenn sofort die führerscheine kassiert würden. Und zu vollpfosten, die auf die idee kommen, im stadtverkehr hannovers blind radzufahren, fällt mir echt nix mehr ein… möge darwin das ganz schnell regeln, damit sich diese dummheit aus der menschheit rausmendelt!

Kindesmissbrauch des tages

Immer wieder „schön“, wenn im menschenfeindlichen autoland BRD kinder propagandistisch vor die p’litischen beglückungsideen für autofahrer geschoben werden:

Das Argument der Polizei ist unter anderem, dass der Zebrastreifen eher eine Gefährdung der Kinder darstellt, da sie sich sicher fühlen und in Wirklichkeit nicht sicher sind. Zumal die parkenden Autos den Kindern die Sicht versperren

Genau, so ein zebrastreifen muss weg. Das sind ja fürchterliche dinge, wo ein fußgänger einfach auf die fahrbahn treten und den autoverkehr anhalten kann. Sollen die kinder doch einfach woanders über die fahrbahn gehen, wo die autofahrer es eilig haben! Was kann dabei schon passieren?!

Und die asozjal-menschengefährdend falschparkenden autos an einem zebrastreifen vor einer schule, die kindern die sicht versperren, hej, müsst ihr verstehen, da kann die polizei halt nix gegen machen. Das soll in autoland deutschland halt einfach so geduldet werden. Sonst kann ja auch keiner mehr parken, wenn man das halteverbot fünf meter um einen zebrastreifen durchsetzt. Scheiß auf die angefahrenen oder gar totgefahrenen kinder. Wi. Der. Lich.

Endlich!

Bummsdatenautobahnminister Scheuer hat endlich das geeignete unweltfreundliche verkehrsmittel für die zeit nach dem auto gefunden!!1!!!1! Der strom für das unweltfreundliche vorankommen wird sicherlich durch verfeuerung von braunkohle und US-fräckinggas gewonnen.

Das größte potenzjal sieht der herr datenautobahnminister sicherlich in der angestrebten versicherungspflicht, oder genauer gesagt: seine berater aus dem versicherungsgeschäft sehen darin das größte potenzjal. Denn ohne diese gesetzliche pflicht würde das mit der ganz normalen haftpflichtversicherung abgegolten, und so kann halt zusätzlich den menschen in die tasche gelangt werden. Die frage, warum ein fahrrad mit hilfsmotor, dass auch noch schneller fährt und zurzeit nicht einmal irgendwelche sonderregeln in der straßenverkehrsordnung benötigt, ohne eigene versicherung fahren soll, wird in der näxsten scheibe des lobbygetriebenen geldgrabsches aus bananistan beantwortet, kurz vor der versicherungspflicht für fahrräder. Mal schauen, ob es zu guter letzt noch eine versicherungspflicht für schuhsohlen geben wird, wäre ja schlimm, wenn es da eine haftungslücke gäbe und der arme blechkutscher seinen blechschaden gar nicht ersetzt kriegte, wenn er mal wieder einen fußgänger auf die motorhaube genommen hat…

Gefährlicher beruf des tages

Paketbote scheint gerade sehr gefährlich zu sein… übrigens, so asozjal verkehrs- und menschenbehindernd, wie die fetten wagen von DHL und konsorten immer irgendwo herumstehen, kann ich eine gewisse verärgerung und lust auf die großzügige verteilung negativen sozjalen fiehdbäcks durchaus verstehen. Sind ja auch nicht weniger von diesen wagen geworden in den letzten jahren. Aber solange die pakete noch nicht mit automatisch fliegenden drohnen in die wahnzimmerfenster geworfen werden, solange müssen die dinger wohl irgendwo stehen, wenn ein paket gebracht wird…

Kleiner hinweis an den PRessetextschreiber der polizei: Das adjektiv für etwas, was aus hannover kommt, heißt nicht „hannoveraner“, sondern „hannoversch“ oder auch — inzwischen endlich langsam aussterbend, aber wegen seiner unregelmäßigkeit von mir weiterhin besonders geschätzt — „hannöversch“. Statt „im hannoveraner stadtteil“ wäre also „im hannoverschen stadtteil“ richtig gewesen. Möge er es noch lernen. Ich habe jedenfalls volles verständnis für derartige fehler, denn solche adjektive sind im deutschen dermaßen unsystematisch, dass man sie nur für jede verdammte stadt auswendig lernen kann. 😉

Spätestens, wenn man merkt, dass die madsackpresse für krawattenträger hier „hannoversche allgemeine“ und nicht „hannoveraner allgemeine“ heißt, sollte das richtige adjektiv aber klar sein. Und ich hoffe, der pressetexter der polizei liest manchmal zeitung.

Wie man in autoland über die straße kommt

An der Ecke Wilmersdorfer Straße / Sybelstraße existiert ein Zebrastreifen. Feine Sache so etwas, wenn man leidlich sicher, auch ohne Ampel, die Straße überqueren möchte. Und wenn die Autofahrer, wie sie es für die Führerscheinprüfung gelernt haben auch abbremsen, und Vorgang gewähren. Tun sie aber meistens nicht, wenn so ein Flaneur spazieren geht, einkaufen geht, was auch immer. Nun hat der Flaneur seit einiger Zeit einen Hund. Den lässt er an jeder Bordsteinkante Platz nehmen, damit er lernt, dass Straßen Straßen sind und als solche gefährlich. Da sitzt dann der brave Hund, den sehen die Autofahrer. Und, man ahnt es schon, wir sind in Berlin, der gefühlten Hundehauptstadt Deutschlands: Die Autos werden abgebremst, kommen zum Stillstand, freundlich werden Hund und Herr über die Straße gebeten. Vielleicht ein Vorschlag zur Verkehrssicherheits-Verbesserung. Eltern, gebt euren Kindern einen Hund mit auf den Schulweg. Die Autos reagieren

Fahrrad des tages

Was kriegt man in der BRD eigentlich für eine verkehrsgefährdung, die zum tod eines verkehrsteilnehmers führt? Das scheint ganz drauf anzukommen, in welcher posizjon man den verkehr gefährdet. Für verkehrsplaner gibt es zum beispiel eine „geldstrafe auf bewährung“, oder klarer ausgedrückt: nichts.

Zu den Personen wollte der Staatsanwalt keine näheren Angaben machen, denn bei dem Strafverfahren kam es zu keiner Hauptverhandlung, alles geschah auf dem Schriftweg – und war damit nicht öffentlich

Sind ja nur radfahrer, die da mit irgendwelchen gängelungen staatsmörderisch ausgenullt werden, nicht die heiligen fahrer der heiligen betrugsdiesel, denen kein wirksames hindernis auf die heilige straße gelegt werden darf. Und morgen im gleichen kino: die so dringend nötige verkehrswende!

Kurz verlinkt

Lern Graham kennen, den einzigen menschen, der dafür gestaltet wurde, unsere straßen zu überleben [link auf eine englischsprachige webseit].

Übrigens: ohne diese empfindliche halswirbelsäule wird Graham seinen kopf nicht mehr drehen können. Und leute, die im verkehr mitmachen, ohne ihren kopf zu drehen, gibt es wahrlich schon genug, und zwar in allen gattungen: fußgänger, radfahrer, autofahrer, henker. Gucken wird überbewertet… 😦

Da wohnt gewiss bauausschussmitglied mit radfahrenden kindern…

Unfassbar dumme und gefährliche Verkehrsleitung um eine Baustelle mit Autos, die Vorfahrt haben und über einen Radweg fahren. Ort: Hannover-Kirchrode

Vermutlich wird erst nach dem dritten oder vierten schwerverletzten auffallen, dass diese spezjell hannöversche metode der geänderten verkehrsführung wegen einer baustelle in kirchrode mehr ähnlichkeit zu einer fahrlässigen tötung als zu einer vernünftigen provisorischen verkehrsführung hat.

Haben die leute, die so etwas abnicken, eigentlich einen kleinen innerbehördlichen wettbewerb und kriegen einen punkt für einen schwerverletzten und fünf punkte für einen toten? Eine andere erklärung für diese scheiße will mir beim besten willen nicht einfallen… 😦

Statistiken, die in der BRD niemand führt…

Statistiken aus Ländern wie den USA oder Österreich nennen die Nutzung von Handys als eine der Haupt-Unfallursachen

Übrigens: der artikel vom scheiß-NDR tut in seiner darlegung unterschwellig so, als sei das händi auf der autobahn viel gefährlicher als im stadtverkehr. Ich drücke hiermit den wunsch aus, dass der autor dieses artikels sich auch nur eine verdammte woche seines von rundfunkgebühren alimentierten scheißlebens mit dem fahrrad durch den straßenverkehr in hannover bewegen muss, damit er mal merkt, wie „harmlos“ der händifetisch in der stadt ist. Es ist eine mischung aus aufmerksamkeit und verdammt viel massel, dass mich noch keiner dieser mechanisch verdummten wischofon-henker ins grab gefahren hat. Weil es wichtigeres gibt als den verkehr:

Das liegt auch am Reiz des Handys, das ja nicht mehr wegzudenken ist: Man braucht ständig den sozialen Kontakt, muss ständig Nachrichten austauschen

Wenns internetz im händi ist, ists gehirn im arsch.

Häckchen des tages (gruselig)

Na, was sagt man dazu:

Unverschlüsselte Drahtlosverbindungen, die Verwendung von Standardzugangsdaten, die längst im Internet kursieren, sowie relativ leicht angreifbare Wartungszugänge [… und] dass jeder, der einen Rechner mit einem Funksender besitzt, der die gleiche Frequenz – in diesem Fall 5,8 Gigahertz – verwendet, auf das gesamte unverschlüsselte Netzwerk zugreifen kann

Wer ein bisschen häcken möchte, bedankt sich für die einladung und übernimmt etliche ampelschaltungen in den USA. Wo sind eigentlich immer diese fiesen hochausgebildeten terroisten, die solche scheunentore ausnutzen könnten und damit relativ problemlos größere sabotagen anstellen könnten — oder einfach nach einem anschlag auf diese weise für besonders freie fahrt sorgen könnten. Ach, diese terroristen gibts nur in der paranoiden zwangsfantasie, die die faschistoide US-verwaltung den bürgern einimpft? Na, das hab ich mir doch gleich so gedacht…

Wie gut wohl kernkraftwerke, wasserwerke und die eisenbahn abgesichert sind? :mrgreen:

Fahrrad des tages

In Schleswig-Holstein müssen Radtouren, egal ob kleine oder große, auf Straßen ohne Radwegen beim Straßenverkehrsamt angemeldet werden. Damit wären auch kleine Familien-Radtouren anmeldepflichtig

Ich kann den menschen in schleswig-holstein nur nahelegen, ganz ganz viele anträge auf genehmigung von radtuhren zu stellen und auch immer wieder nachzuhaken, wenn die nicht schnell genug bearbeitet werden und das picknick bei normalem behördentempo erst im dezember möglich würde. Ein formloser antrag ist schnell gestellt. Wenn der staat sich wie die supernännie für die menschen in der BRD aufführt, muss er halt auch ausgesprochen kindisch beschäftigt werden…