„Geistiges eigentum“ des tages

Wisst ja, diese ganzen komplizierten gesetze und regelungen zum „geistigen eigentum“ sind dafür da, den urhebern und kreativen ihre rechte zu sichern, damit sie etwas von ihrer arbeit haben… 😦

Man hätte erwarten sollen, dass die Politik nach dem Urteil die VG WORT dazu drängt, endlich eine rechtmäßige Verteilung der treuhänderisch verwalteten Gelder sicherzustellen. Stattdessen hat sie alles dafür getan, den Autoren das Geld, das ihnen der BGH zugesprochen hat, so schnell wie möglich wieder wegzunehmen.

Man hätte erwarten sollen, dass die Autorenvertreter und Gewerkschaften alles dafür tun, dass die Rechte der Autoren gewahrt bleiben. Stattdessen haben sie alles dafür getan, sich mit den Verlegern zusammen dagegen zu wehren, dass Urheber in Zukunft mehr Geld von den Verwertungsgesellschaften bekommen

Auch weiterhin viel spaß beim festen glauben an die p’litische und jornalistische lüge von den „armen kreativen und urhebern“, deren rechte geschützt werden sollen!

Korruptistan des tages

Die werkschöpfer, kreativen und urheberrechteinhaber haben jahre vor gericht gebraucht, um ihre rechte gegenüber den verwertungsgesellschaften und verlagen durchzusetzen, die verwertungsgesellschaften und verlage haben nur ein paar wochen in den dunkelkammern des reichstages gebraucht, damit der deutsche bimbestag ihnen die so erstrittenen rechte mit einem tollen neuen bimbesgesetz wieder wegnimmt.

Auch weiterhin viel spaß in der bimbesrepublik korruptistan.

Und ja, verleger: verrecken sollt ihr! Nichts ist so mächtig wie eine lobby, deren macht zum ende geht…

Liebe autoren in der BRD

Eure verwertungsgesellschaft, die dafür sorgt, dass ihr geld für eure arbeit kriegt, hat über jahrzehnte hinweg widerrechtlich (also kriminell, denn es ist klar erkennbar, dass verleger keine urheber sind) anderen leuten das geld gegeben, dass euch zusteht. Holt es euch zurück und klagt diesen verbrechern den arsch weg!

Und die verlegerbrut — insbesondere die leistungsschutzrechtgeschützte pressevelegerbrut — soll gefälligst verrecken gehen, wenn sie ohne geklautes geld nicht existieren kann!

Aber keine sorge, werte autoren, demnächst gibt es wieder so ein bananiges BRD-lobbygesetz, das es legalisiert, euch zu berauben. Immerhin müsst ihr eure töchter noch nicht in der hochzeitsnacht eurem verleger geben, aber das kommt auch irgendwann noch.

Prof. dr. Offensichtlich

Prof. dr. Offensichtlich hat sich mal eine robe übergeworfen und als richter am europäischen gerichtshof in einem urteil festgestellt, dass vergütungen nach dem urheberrecht etwas für die urheber sind und nicht etwa zu fetten fünfzig prozent für die allgemeine contentindustrie und verlegerbrut. Jahrelang wurde das in der BRD anders gehandhabt, zur riesenüberraschung aller betroffenen rechtswidrig.

Aber keine sorge, liebe inhaltegenießer: die organisiert kriminellen aus der verlegerbrut und contentindustrie…

Die VG Wort kündigte an, das aktuelle Urteil des EuGH gründlich analysieren zu wollen

…werden sich schon eine andere rechtsbeugung einfallen lassen, um an gelder zu kommen, ohne das damit abgegoltene geleistet zu haben.

Verreckt, verleger, verreckt!

„Leistungsschutzrecht“ des tages

Hat ja nicht so richtig geklappt mit guhgell, sagt sich die VG wort, da kann man doch mal etwas geld aus den universitäten rausschlürfen:

Ab 2016 muss jede verwendete Quelle in einem Vorlesungsskript seitenweise einzeln an die VG-Wort gemeldet und bezahlt werden. Sogar wenn das Skript passwortgeschützt nur einem kleinen Hörerkreis zugänglich ist.

In diesem Fall, so sagen die Kollegen, würden sie auf die Herausgabe eines Skripts in elektronischer Form lieber ganz verzichten, nur Literaturlisten verteilen und in der Vorlesung komplett auf das gute alte Vorlesen setzen

Tja, liebe wissenschaft: nimm dankbar entgegen, was dir die lobbyhörige berliner mafia aus korruptistan als kleinen kollateralschaden beschert hat! Und liebe studenten, freuet euch, dass ihr keine PDFs mehr kriegt! Bedankt euch bei der CDUSPDCSUFDPGRÜNETC, die diese scheiße zu geltendem recht gemacht hat und beim axel-springer-verlach, der diese scheiße in den dunkelkammern des reichstags herbeilobbyiert hat!

Ich warte noch auf den tag, an dem die VG wort das geld aus kleinen webseitbetreibern rausnuckeln will — da ist in jedem webforum und in jedem zu aktuellen temen schreibenden blog so viel rauszuholen…

Geistiges eigentum des tages

So arschloch muss man erstmal sein, dass man anderen leuten ihr geld wegnimmt und einer reichen industie zuschanzt, dieses verfahren als „solidarprinzip“ bezeichnet und dann, wenn es deshalb vor gericht geht und man zweimal nacheinander verliert, dickfellig ins internetz rotzt: „Die VG WORT hat diesen Rechtsstreit nicht begonnen„… und so weitermacht.

Gruß auch an die „tatort“-autoren! :mrgreen:

Urheberrechtsverletzer des tages

Verklagter und vor gericht unterlegener urheberrechtsverletzer des tages ist ausgerechnet die VG wort, die das „geistige eigentum“ der werkschöpfer mal eben illegal an das verlegerwesen ausgeschüttet hat. Schönstes zitat aus dem verlinkten text:

Auch ein entsprechender Paragraph in der Satzung der VG WORT wird von den Richtern kurzerhand für unwirksam erklärt, da er „gegen wesentliche Grundgedanken des Urheberrechts“ verstoße

So geht man da, wo man „geistiges eigentum“ vermarktet, mit dem zugehörigen recht um!

Die GEMA 2.0…

Sonntag ist die wahl ja vorbei, und dann kann endlich das von den scheißpresseverlegern beim schwarzgelden volxenteignungsverein bestellte und gekaufte so genannte „leistungsschutzrecht“ mit extrawuchtigem juraangsthammer von ganz vielen kleinen webseit-machern in der BRD eingetrieben werden. Als GEMA 2.0 für diesen zweck biedert sich gerade die VG wort an. Auf das landgericht hamburg kommen ereignisreiche tage zu, wenn demnächst immer wieder einmal bewusst schwammig formuliertes recht in besonders geldherrschaftliches richterrecht verwandelt wird…

Für den rechtsraum der BRD gilt: Im moment ein webforum zu betreiben, ist eine art russisches rulette; im moment einen diaspora-pod zu betreiben, ist eine art russisches rulette; im moment eine webseit mit kommentarmöglichkeit zu betreiben, ist eine art russisches rulette. Als einziger völlig unbetroffen von diesem bullschitt ist der laden, gegen den es gemäß der propaganda für die einführung dieses „rechtes“ eigentlich gehen sollte: guhgell.