Guhgell des tages

Guhgell will die „sicherheit“ erhöhen, indem es benutzer von guhgell-angeboten dazu bestupst, sicherheitseinstellungen im webbrauser zu lockern.

Ab ob ein bot kein javascript könne! Natürlich geht es dabei nicht um irgendeine „sicherheit“, sondern um besseres träcking. Abgeschaltetes javascript hilft gegen die meisten fortgeschrittenen überwachungsverfahren der scheißwerber und übrigens auch gegen die allermeisten angriffe von richtigen verbrechern auf den webbrauser. Aber das ist guhgell doch egal, wenn andere leute einen schaden haben — hauptsache, das geschäft von guhgell läuft. Und damit das auch in zukunft läuft, wird den leuten in bestem volxverdummerton erzählt: „wer kein AIDS will, der soll jetzt ohne präser ficken“. Toll!

Hadmut Danisch des tages

Ein (Zeitungs-)Verlag behauptet, dass (Wissenschafts-)Verlage Betrüger sind, obwohl er ähnlich gearbeitet hat

Und weils so schön ist, gleich noch ein anderes zitat aus einer anderen webseit:

Ist der Beitrag von Eckert und Hornung eigentlich Peer reviewed oder kann bei der Tagesschau jeder schreiben, was er will, ohne dass die Qualität dessen, was geschrieben wurde, geprüft wird oder gar die Folgen?

Nachtrag, 20.7., 1:15 Uhr:

„Fake Science“
Dieser Begriff kann der Wissenschaft nur schaden

Jornalismus des tages

Habt ihr sicherlich auch mitbekommen: dieses NASA-marsauto hat auf der marsoberfläche erstmals komplexere kohlenstoffverbindungen (so genannte organische verbindungen) gefunden, und die NASA hat da auch gleich eine presseerklärung rausgerotzt, eine stunde juhtjuhbb befüllt und ständig und immer wieder davon gelabert, dass es sich um ein indiz handele, dass es einmal leben auf dem mars gegeben haben könnte. Und die scheißjornalisten im sommerloch haben diese vorlage dankbar abgeschrieben, ohne auch nur die spur eigener reschersche oder gar eigener gedanken anzufügen.

Ich wills mal so sagen: auch auf dem mars fallen immer wieder einmal steine vom himmel. Darunter zum beispiel auch kohlige chondriten. Die sind zwar recht selten, aber enthalten dafür ein bisschen komplexere kohlenstoff-wasserstoff-verbindungen (und sogar ein bisschen zeugs, das älter als unser sonnensystem zu sein scheint). Und über einen zeitraum von rd. vier milljarden jahren läppert sich das ganz ordentlich. Das gesamte heutige wasser der erde scheint zum beispiel auf meteoriten zurückzugehen, weil die erde in ihrer „heißen fase“ das ursprüngliche wasser verloren haben wird, und die erdoberfläche ist ja doch ganz ordentlich mit dem nassen zeugs bedeckt.

Darüber hinaus enthalten kometenkerne eine menge kohlenstoff-wasserstoff-verbindungen aller art, und zwar so viel, dass die sie so schwarz sind, dass sie kaum licht reflektieren. Und auch davon müssen im laufe der jahrmilljarden mal ein paar auf dem mars geprasselt sein.

Was passiert, wenn kohlenstoff in sauerstoffarmer atmosfäre (also so wie auf dem mars oder auf der frühen erde) verfügbar ist, etwas wasser da ist (also so, wie es auf dem frühen mars reichlich spuren hinterlassen hat) und ein bisschen beinahe beliebige energie dazukommt, kann man zum beispiel am Miller-Urey-experiment sehen: da schwimmen recht schnell ein paar aminosäuren auf den pfützen.

Ganz ohne, dass irgendwelche marsbakterien beteiligt waren. Und nicht durch irgendeinen uns unbekannten vorgang. Die von der NASA nahegelegte deutung ist also mehr als nur ein bisschen bullschittig; und bei den ideen, dass von diesen möglichen marsmikroben aus einer feuchteren vergangenheit sogar noch welche leben könnten, geht es (so sehr ich mir so einen fund wünschen würde) in die haltlose spekulazjon. Ein mensch mit ganz gewöhnlicher allgemeinbildung (biologie und chemie auf abiturniewoh) — also jemand anders als ein jornalist — hätte das nicht nur bemerken können, sondern bemerken müssen.

Ein lob von mir geht allerdings an golem. Dort erfuhren die spektakulären PResseerklärungstexte der NASA eine angemessene und nötige relativierung:

Absichtlich irreführende Formulierungen wie „altes organisches Material“ lassen sich nur noch mit Spitzfindigkeiten begründen. Ja, Kohlenwassestoffe [sic!] werden als organische Moleküle bezeichnet und auf der Erde ist das meistens auch organisches Material. Aber die Formulierung deutet im Fall des Mars auf Leben hin, wo keines ist. Mit der gleiche Begründung könnten auch Asteroiden, die seit über 4 Milliarden Jahren im Sonnensystem kreisen, als organisches Material bezeichnet werden […] Tendenziell lassen die Ergebnisse in den beiden Papieren aktives oder früheres Leben auf dem Mars eher noch unwahrscheinlicher erscheinen als zuvor

Geht doch! 😉

Ach ja, ist ja auch golem, also ein jornalistisches produkt eher so aus der zweiten reihe ohne den ganz großen presseapparat dahinter. Schon übel, wenn dort sauberer und aufklärerischer gearbeitet wird als von den springers, burdas, bertelsmännern, spiegeln, gruner-und-jahrs, madsäcken und sonstigen contentindustriellen jornalistiksimulazjonen auf der suche nach wirksamer clickbait.

Und nein, die arbeiten bei anderen temen auch nicht sorgfältiger. Immer, wenn ich mich irgendwo auch nur ein bisschen auskenne — ich bin wahrlich kein experte für chemie, astronomie oder gar exobiologie, sondern habe nur kenntnisse auf elementarem niewoh, die ich für grundbildung halte — stelle ich fest, wie schäbig, schlampig, rescherschefrei, kenntnislos und unreflektiert die scheißpresse arbeitet. Die annahme, dass das besser wäre, wenn ich mich einmal irgendwo einmal nicht auskenne, wäre eine sehr dumme annahme.

Tatsächlich ist es bei temen mit etwas unklarer oder schwer zugänglicher faktenlage — also politik, wirtschaft, medizin und wissenschaft — vermutlich sehr oft eine ganz gute annahme, dass die wirklichkeit genau andersrum als in der scheißpresse beschrieben ist, denn so ist es immer, wenn ich es selbst bemerken kann. Aber bitte nicht von einer lügenpresse sprechen, denn das ist pfui und nazi… :mrgreen:

Was hatten wir denn lange nicht mehr?

Arbeitsmarkt: Fachkräftemangel:
Mittelstand hofft auf Flüchtlinge

Wisst ihr noch, damals, als die betriebe ihre fachkräfte noch selbst ausgebildet und angemessen bezahlt haben… na gut, jetzt wird halt gespart, da interessierts auch nicht weiter, wenn die leute nicht einmal lesen und schreiben können, hauptsache „fachkräfte“. Nur ein mensch mit gehirn würde hinter dermaßen dummer propaganda systematische lohndrückerei durch vampirhafte, in ihrer grenzenlosen gier vor nix zurückschreckende, antisozjale (also gegen die menschliche gemeinschaft gerichtete) scheiß-ausbeuter vermuten. :mrgreen:

Es gibt in der BRD übrigens nicht nur einen fachkräftemangel, sondern auch einen porschemangel. Jeder kann das selbst ausprobieren, indem er versucht, für fünftausend øre einen fabrikneuen porsche zu kaufen. Es gibt einfach keinen. Und zwar aus den gleichen gründen, aus denen es keine „fachkräfte“ gibt.

Jornalisten!

Jornalisten sind menschen, die allen ernstes in einer haltung vorsätzlicher volxverdummung fragen, wie viel fernsehen juhtjuhbb darf und sich darüber empören, dass leute mit dem hochladen von über die rundfunkgebühr bereits bezahlten inhalten werbegelder kassieren. Sie fragen sich und ihre von ihnen verachteten leser allerdings nicht, warum es ein von scheißpresseverlegern herbeilobbyiertes scheißgesetz in der BRD gibt, dass das staatsfernsehen der BRD zur „depublikazjon“ aus den mediateken verpflichtet und das diesen „markt“ erst schafft. Und noch weniger fragen sich scheißjornalisten, wie viel juhtjuhbb das fernsehen darf — es ist erstaunlich, wie oft ich bei anderen leuten allerlei juhtjuhbb-videos in der glotze laufen sehe, ganz ohne irgendeine urheberangabe, aber mit reklame für allen möglichen scheißdreck vergällt…

Jornalisten sind eben hirnamputierte und die intelligenz ihrer leser verachtende arschlöcher. Gut, dass ich den anfang vom ende des jornalismus erleben durfte!

Übrigens: meiner bescheidenen meinung nach sollten die bereits mit einer kwasikopfsteuer von BRD-bewohnern bezahlten inhalte des BRD-staatsfernsehens in einem großen archiv dauerhaft jedem interessierten menschen zum betrachten und herunterladen zur verfügung gestellt werden — meinetwegen mit geoblocking. Das geschäft des BRD-staatsfernsehens mit irgendwelchen DVDs, in denen die bereits bezahlten produkzjonen noch einmal verkauft werden, finde ich widerlich.

Kwalitätsjornalismus des tages

So richtig fetten kwalitätsjornalismus gibts auch nebenan in österreich, wo die kronenzeitung mal zeigt, was dabei rauskommt, wenn „content marketing“ (neudeutsch für ungekennzeichnete schleichwerbung im redakzjonellen teil) mit dem agitazjonsstil der emozjonsaufheizenden gossenpresse zusammenkommt.

BRD-staatsfernsehpropaganda des tages

Günther Jauche, weitgehend kompetenzfreies laberschlippsie beim BRD-staatsfernsehen ARD, erzeugt mal eben mit ein paar kleinen… ähm… anpassungen der wirklichkeit jene emozjonale stimmung gegen die derzeitige griechische regierung, die auch von der bildzeitung befeuert wird. Aber wer würde denn ernsthaft vom BRD-staatsfernsehen ARD erwarten, dass es anderen herren dient und andere metoden einsetzt als die kloakenpresse bildzeitung.

Welche herren das sind? Na, wo geht das geld aus irgendwelchen „griechenlandhilfen“ hin, von dem immer die rede ist? Zu den griechen? Nein, die bezahlen damit schulden, davon hat in griechenland kein mensch etwas. Und bei wem bezahlen sie schulden? (Vor allem) bei den banken.

Ach, das hat der onkel jornalist aus presse und glotze noch niemals so gesagt? Na, sowas aber auch! „Griechenlandhilfe“ klingt ja auch viel netter als ein die wirklichkeit besser wiedergebendes „risiken von privatwirtschaftlichen kreditinstituten mit steuergeldern abfangen, während das land verarmt und vor die hunde geht“. Wäre ja schlimm, wenn zu viele menschen bemerken, was kapitalismus in letzter konsekwenz bedeutet.

Die beste massenmediale p’litsche „bildung“, die man für geld kaufen kann!

Jeder der sich nun ohne Ansehen des ursprünglichen Kontextes und der wahren Sprechabsichten durch Varoufakis „beleidigt“ fühlt, ist auf dem Weg zum Salon-Salafisten

Sigmar Gabriel des tages

Sigmar Gabriel erklärt der fernsehgemeinde, warum man nicht gegen etwas sein kann, was es doch gar nicht gibt, während man gleichzeitig erkennt, was für schangsen doch mit dem verbunden sind, was gar nicht exisitert.

Übrigens: ich bin natürlich ein verschwörungsteoretiker, denn ich bin ja gegen dieses „nichtexistente“ TTIP? Bist du auch so ein verschwörungsteoretiker? Mach den großen psychotest! 😀

Früher®

Früher gabs auch schon personalausweise, und wenn man wissen wollte, was da drinstellt, dann hat man einfach reingeschaut. Das hat keinen menschen, der lesen konnte, vor ein größeres problem gestellt. Und heute ist ja alles besser, und deshalb gibt es personalausweise, die man nicht mehr einfach lesen kann, aber dafür lesegeräte. Mit so einem bundesschrottkärtchen für das personal der republik bekommt man zwar nicht automatisch eine signatur, mit der man etwa seinen PGP-schüssel signieren könnte, so dass der empfänger einer digital signierten mäjhl oder eines dokumentes überprüfen könnte, dass der absender im besitz des personalausweise war — das wäre ja erstens eine gewisse erleichterung im geschäftsverkehr und würde zweitens eine vom staat nicht mitlesbare, verschlüsselte kommunikazjon ermöglichen und aktiv unterstützen — aber dafür gibt es jetzt eine weitere bundesapp, die es ermöglicht, zusammen mit einem lesegerät und einem gefährlich veralteten brauser [na, vertraut noch jemand dem internetz-exploiter sechs?!] mal anzeigen zu lassen, was zum hackenden henker überhaupt auf diesem personalkärtchen draufsteht. Das ist übrigens ein fortschritt, denn das darf [!] man erst seit dem letzten jahr.

Mich erinnert dieses glaubenmüssen einer ausgabe eines nicht-kwelloffenen programmes ja immer ein bisschen an die behauptung gewisser windohs-optimierungsprogramme, dass jetzt alles viel besser ist, aber im entrechtungsmini… ähm… innenministerium drückt man das lieber so aus:

Dadurch wird das Vertrauen in den Online-Ausweis gestärkt und der elektronische Identitätsnachweis transparent

Wenn das die transparenz ist, will ich den nebel nicht mehr kennenlernen.

APO

Könnt ihr euch noch erinnern, wie die bildzeitung am speireflex kitzelte, als sie sich zur „APO“ erklärte? Heute hat sie so richtig APO-mäßig losgelegt, mit einer extraporzjon volxverhexender lüge. Und irgendwelche kackbraunen „fäzen, fäzen, fäzen“-drecksblätter wie das lokus schreiben die meldung auch noch ab, als ob die scheiß-bildzeitung so etwas wie eine kwelle sein könnte.

Werte springerpresse, was ihr sein wollt und immer wieder einmal erfolgreich seid, das heißt nicht APO, sondern SA.