Ach!

Irgendwelche „startups“, die geld einsammeln, haben ja immer wieder tolle ideen, mit welchen vorwänden sie das geld einsammeln. Zum beispiel, dass man einfach die straßen mit solarzellen statt mit asfalt belegen sollte [ja, wirklich!], damit so richtig toller ökostrom entsteht — auf den ungünstigen winkel zur sonne kommt es denen dabei genau so wenig an wie darauf, dass auf den straßen nun einmal autos fahren und sich dreck aller art sammelt, der das licht zusätzlich dämpft. Aber in einer welt, in der fysikunterricht nicht mehr stattzufinden scheint und in der auch — trotz allgegenwärtiger rechenmaschinen — niemand mehr so richtig rechnen kann, kann man eben für jede tolle idee mit ein paar tollen animazjonsfilmchen für die präsentazjon geld einsammeln. Wenn es dann doch nicht funkzjoniert, hat das geld schon seinen besitzer gewexelt und fast alle sind zufrieden:

Die erste Straße Frankreichs, die Strom aus Sonnenlicht gewinnen sollte, hat die Erwartungen nicht erfüllt. Sie hat nicht nur viel weniger Strom als erwartet erzeugt, sie fällt auch auseinander […] selbst in der Spitze produzierte die Straße nur die Hälfte der erwarteten Energie. Der Grund waren nicht nur Beschädigungen, sondern auch heruntergefallene Blätter, welche die Module verdeckten […] Die Solarstraße kostete rund fünf Millionen Euro, das Geld stellte der französische Staat zur Verfügung

Ist ja nur ein bisschen geld. :mrgreen:

Mein tipp: versucht doch einfach, ganz klassische und ohne bullschitt-technik daherkommende solaranlagen im passenden winkel neben der straße zu errichten, wo immer das leicht möglich ist. Das ist billiger, effizjenter und vermutlich wirklich eine gute idee. Und geht auch bei eisenbahnstrecken. 😉