DuckDuckGo…

Ich habe lange duckduckgo als suchmaschine empfohlen, weil in den suchergenissen im wesentlichen angezeigt wird, was sich im web findet und nicht wie beim mitbewerb ein von algoritmen individuell und zur optimierung des reklametransports aufbereiteter roboterkwatsch. Das ist vorbei, denn jetzt wird zensiert.

Nein, ich bin kein freund der russischen propaganda. Ich habe aber etwas gegen zensur. Gegen jede zensur. Ich brauche — trotz aller bemühungen des p’litisch-jornalistischen komplexes — immer noch kein betreutes surfen im web.

Berichten zufolge sei es das erste Mal, dass DuckDuckGo Maßnahmen ergreife, um Desinformationen zu unterbinden.

Wenn dies als fehler eingesehen wird, der den größten vorteil von duckduckgo zerstört, und wenn dieser fehler wieder abgestellt wird, dann kann man auch wieder über eine nutzung von duckduckgo reden. Eine zensur durch suchmaschinen ist ganz besonders perfide, weil sie von den meisten menschen nicht erkannt wird… ach, was solls! Die meisten menschen benutzen eh scheißguhgell, und da gibts nicht nur zensur, sondern sogar aktive, von algoritmen individualisierte bestupsung der nutzer.

Aber hej, dafür darf man im fratzenbuch jetzt bis zum mordaufruf gehenden häjhtspietsch „gegen russland“ veröffentlichen.

Dummer statistikfetisch

Wie haben wir das früher so gern gesagt: ein mann mit einer uhr weiß immer genau, wie spät es ist. Ein mann mit zwei uhren ist sich niemals ganz sicher…

In diesem sinne: packt doch einfach in eure unbedeutende krepelwebseit zwei, drei, vier oder fünf statistikdinger rein, von dem euch vermutlich jedes andere zahlen liefert, die sich teilweise gegenseitig widersprechen! Am besten mit ganz viel javascriptgegdöns, damit ihr am besten auch noch den darmfüllstand eurer leser rauskriegt, und mit fieser träcking-überwachung von irgendwelchen feind-klitschen wie guhgell. Das bringts! Das macht alles besser! Da könnt ihr euch dann jeden tag gleich zwei, drei, vier oder fünf sekündlich aktualisierte zahlen- und diagrammwüsten angucken und euch nach diesem genuss selbst die schulter kaputtkloppen, was für eine tolle webseit ihr da habt. Denn dass ihr die so gewonnenen daten dafür nutzt, etwas an eurer webseit zu ändern, damit sich eure leser besser darauf zurechtfinden, das ist ja gar nicht vorgesehen, sonst würde man sich auf euren scheißseits ja besser zurechtfinden… nein, ihr macht das nur als selbstzweck und zur besseren selbstbeweihräucherung. Idjoten!

Und ja, presseverleger, genau du bist mitgemeint, du vollidjot!

Wenn vollidjoten webseits machen 🤦

Wisst ihr noch, in den neunziger jahren, als es (meistens auch noch kommerzjelle) webseits gab, die nur mit nutscrape oder nur mit dem internetz exploiter gingen. Und die dann dazu aufforderten, dass man sie mit dem richtigen webbrauser anguckt. Das war eine unglaublich lästige dummheit. Gut, dass diese zeit vorbei ist!

Ähm, sie ist nicht vorbei:

Versionsanzeige meines webbrausers: pale moon, versjon 28.7.2 (64-bit)

Meldung auf der webseit vk.com: Ihr Browser ist veraltet Das kann zu einer langsameren und fehlerhaften Arbeit von VK führen. Für bessere Geschwindigkeit und Stabilität bei der Verwendung von VK installieren Sie einen dieser Browser: Chrome, Яндекс, Opera, Firefox

Ein völlig aktueller webbrauser ist für diese kraftvollen nutzerbestupser also „veraltet“. Und den hinweis kann ich nicht einfach wegklicken, sondern ich muss einen vom russischen geheimdienst… ähm… VK vorgeschriebenen brauser benutzen. Ich komme nicht einmal an das impressum der scheißwebseit, um eine kurze mäjhl hinschreiben zu können, in der ich freundlich auf diesen bullschitt hinweise. Geht einfach sterben mit eurem „sozjalen“ netzwerk für sozjale netzzwerge! Kein wunder, dass die bräunlinge sich da, wo die intelligenz so offen verachtet wird und wo die menschen so rumkommandiert werden, äußerst wohlfühlen.

Werte mitmenschen, links auf vk.com braucht ihr mir nicht zuzustecken. Diese webseit weigert sich nämlich, mich auch nur lesen zu lassen, wenn ich nicht die gegenwärtige anwendergängelungs- und wanzenscheiße benutze.

Privatsfäre des tages

Weshalb man seinen webbrauser niemals javascript ausführen lässt, keine cookies von dritten annimmt und niemals ohne wirksamen adblocker im web unterwegs ist? Weshalb man im zweifelsfall ergänzend sogar TOR oder ein VPN benutzt, wenn es um wirklich empfindliche dinge geht, damit keine seit-übergreifende zuordnung über die IP-adresse möglich ist? Weil es jeder webseit im zweifelsfall scheißegal ist, wie sie die daten ihrer nutzer rumschleudert [archivversjon]:

Internetportale, auf denen Nutzer Informationen zu psychischen Erkrankungen finden, geben reihenweise Nutzerdaten an Drittunternehmen weiter […] Für die Studie haben Forscher 136 Webseiten in deutscher, englischer und französischer Sprache analysiert. Auf 97 Prozent der Seiten haben sie Hinweise auf Drittanbieter gefunden – zum Beispiel sogenannte Tracker, mit denen Werbenetzwerke Profile von Nutzern erstellen können. Von den 44 in Deutschland untersuchten Seiten hatten fast zwei Drittel solche Werbetracker eingesetzt […] in mindestens einem Fall sogar Antworten von Onlinetests zum Thema Depressionen an Drittanbieter übermittelt worden sind

Aber hej, ihr habt ja eh alle nix zu verbergen. Da stört es euch doch sicherlich nicht, wenn solche daten in gar nicht mehr allzuferner zukunft in den datenbestand irgendwelcher auskunfteien einfließen, die von vermietern und brötchengebern befragt werden, wenn ihr einen dschobb oder eine wohnung haben wollt. Klar ist das illegal. Aber das interessiert niemanden. 😦

Und alle machen mit:

Zu den untersuchten Seiten gehört in Deutschland unter anderem die Webseite der „Apotheken-Umschau“

Diese DSGVO schützt euch auch nicht vor den machenschaften irgendwelcher gesundheitsratgeber und anderer freunde der großen datennacktheit (die scheißpresse-webseits zum beispiel):

Auf keiner der getesteten Seiten haben die Forscher aktiv der Sammlung persönlicher Daten zugestimmt

Aber die DSGVO ist ja auch nicht gemacht worden, um die geschäfte zwielichtiger und halbseidener geschäftemacher zu beenden, sondern um privaten, nicht-kommerzjellen mitgestaltern des webs das leben schwer zu machen. Sollen sie doch alle in das zentralisierte, zensierbare und vollständig überwachbare fratzenbuch gehen, wenn sie etwas mitteilen wollen! ☹️

Oder um es mit der immer wieder extrem staatsfrommen tagesschau zu sagen:

Bei einem Verstoß gegen die DSGVO drohen Unternehmen hohe Strafen

Klar, pro betroffenen menschen rd. zweieinhalb ørecent. Voll die harte, abschreckende strafe. Das ist die realität des „datenschutzes“ in der BRD. 😦

Träcking des tages

Es ist möglich, ohne javascript und ohne cookies zu träcken, einzig unter verwendung von CSS. Es gibt (noch) kein mittel dagegen. Verlasst euch drauf, dass es jetzt schon von irgendwelchen stinkenden reklamestalkern aus der dritten reihe sowie von beschissenen scheißfirmen wie guhgell, fratzenbuch, äppel und meikrosoft gegen euch eingesetzt wird!

Prof. dr. Offensichtlich

Prof. dr. Offensichtlich hat in einer umfangreichen untersuchung rausgekriegt, dass fette, langsame webseits leserfeindlich sind, und zwar vor allem für leser, die ein wischofon-spielzeug fürs web benutzen. Niemand hätte das jemals erahnen können!

Mobile Seiten sind laut dem HTTP Archive im Median 1,5 MB groß. 25% der untersuchten Seiten sind größer als 2,9 MB, 10% sogar größer als 5,5 MB. Laut Google-Untersuchungen dauert es durchschnittlich 22 Sekunden, bis eine mobile Seite vollständig geladen ist. Bei 70% der untersuchten Seiten dauerte es 7 Sekunden, bis die ersten Inhalte zu sehen waren

Übrigens sind aufgeblähte blähseits, die erstmal zwei bis drei javascript-fräjhmwörks mit jeweils mehreren hundert kilobyte aus mehreren kwellen nachladen, parsen und ausführen müssen, damit man fünf bis zehn kilobyte inhalt sehen kann, auch auf dem desktop-brauser eine kwal. Und dann werden noch eigene fonts nachgeladen, weil ja jedes krepel seine eigene „ausgefeilte“ typografie für seine 08/15-webseit mit informazjonen zur aufzucht japanischer prachtsackratten benötigt. (Als besonderer bonus wird so ein zeug dann über guhgell eingebettet, damit man auch gleich noch seine leser dem träcking aussetzt.) Ich bin froh, dass es noscript gibt! Es macht (ähnlich wie der adblocker) das web nicht nur viel sicherer, sondern auch angenehmer und schneller. Und das ist einfach eine gefällige kombinazjon. Nur einigen halbseidenen cyberhütchenspielern mit jornalismushintergrund gefällt es nicht. Habt ihr so etwas etwa nicht für eure wischofon-brauser? Dann sind eure wischofon-brauser vollkommen unbrauchbar.

Aber dass man wischofon-nutzern mit ihrer abzockerisch teuren internetzverbindung anderthalb sinnlos-pferdefickende megabyte reinschiebt, um eine schlichte webseit fürs wischofon dazustellen… weia, was für ahnungslose nichtskönner von der schwafelwütigen enthirnungsfront haben die webseits gebaut! Und hej, die kritiker…

Die übertragene Datenmenge beim load-Ereignis beträgt maximal 1,2 MB

…halten es tatsächlich für erforderlich, dass 1,2 sinnlos-pferdefickende scheiß megabyte übertragen werden, um eine im diesein runtergebrochene seite für ein wischofon mit einer für den leser und besucher relevanten informatzjonsmenge von höchstens 10 kilobyte und vielleicht noch einem foto darzustellen. Weia, wer hat denen ins gehirnchen gemacht?! 100 kilobyte sind anzustreben, nebst verzicht auf alles überflüssige. (Zum glück habe ich das lange nicht mehr gemacht, aber wenn ich webseits für desktop-brauser gestalte, strebe ich dort ebenfalls eine startseite mit maximal 100 kilobyte datenübertragung an. Ja, für den desktop. Denn auch auf dem desktop sind sinnlos aufgeblähte webseits eine kwal. Und ich denke dabei an das deutschland von datenautobahnminister Alexander Doofrindt, wo ein sehr erheblicher anteil der bevölkerung nicht über ISDN-datenraten hinauskommt. Das wird auch noch lange so bleiben in der BRD, denn die korrupte p’litische klasse hier ist zusammen mit ihren jornalistischen speichelleckern der meinung, dass das auto mit verbrennungsmotor und die fortsetzung der kohleverstromung die zukunft sind. Ach!)

Zitat des tages

Das Problem mit dem Digitalstandort Deutschland ist es nicht vorrangig, dass die Internetverbindungen immer weniger für effizientes Arbeiten tauglich wären, sondern, dass für die Datenübertragung so instinktiv wie fälschlich zu einem Protokoll gegriffen wird, das dafür nicht gedacht ist, um mit einem Programm, das dafür nicht gedacht ist, eine Website aufzurufen, die die Probleme, die das falsche Programm im falschen Protokoll notwendigerweise bei der Umsetzung bereitet, auf eine Weise, die dafür ungeeignet ist, zu umgehen („beheben“) versucht

Hirnfick 2.0: Wenn JavaScript Menschen zu Letzten macht

Was hat uns allen denn noch ganz dringend gefehlt?

Die Device-APIs-Arbeitsgruppe des World Wide Web Consortiums hat die Battery Status API als Proposed Recommendation veröffentlicht. Über sie können Webentwickler den Ladezustand des Endgeräts abfragen und daran das Verhalten der Webanwendung anpassen

Juchu! Endlich ein weiteres halbes bit (oder vielleicht sogar deutlich mehr, die träcker sind in ihrem einfallsreichtum ja genau so unerschöpflich wie die verbrecher) für das brauser-fingerprinting! Und natürlich: noch ein bisschen mehr zeugs für die kopfkranke idee, dass ein webbrauser eine laufzeitumgebung für anwendungen ist. Der nuckelt aber viel heftiger am akku als jede noch so dumm geschriebene native anwendung…

Allein, wenn ich an die anwendungen denke, an die scheißwerber jetzt denken werden: wenn der akku voll ist, kann man es ja multimedial, blinkend und zappelnd machen, ansonsten gibts halt ein banner. Ach nee, das würde ja voraussetzen, dass scheißwerber sich solche gedanken machen, und das ist nun einmal ausgeschlossen.

Und diese tolle idee, dass eine webseit feststellen können soll, wieviel akku sie in wärme und effekte verwandeln kann und sich dann gegebenenfalls anpassen soll — man könnte ja auch gleich seine webseit so machen, dass sie nur so wenig ressorßßen wie nötig verpulvert. Ach, das wäre altmodisch… na gut, dann eben etwas mehr aufgeplusterte API im brauser. Dass komplexität das genaue gegenteil von sicherheit ist, gehört zu den gedanken, die da gar nicht mehr gedacht werden sollen.

Hej, und an den datendingsdaschutz ist auch gedacht:

Die Vorschläge enthalten auch Richtlinien zur Sicherheit und Privatsphäre. So sollen Entwickler beispielsweise vermeiden, dass zu genaue Messkurven direkte Rückschlüsse auf Nutzer zulassen

Wer es nutzt, soll einfach keine profile draus machen, weil es eine richtlinje gibt, dass man das nicht machen soll. Das wird ganz sicher funkzjonieren! :mrgreen:

Ich wünsche euch allen auch weiterhin viel spaß dabei, in einem anonymisierenden technischen medium jeder dahergelaufenen webseit das privileg einzuräumen, programmkohd im webbrauser auszuführen.

Webseitsterben des tages

Es wird mal wieder juragefuchtelt, um dinge aus dem internetz zu entfernen. Diesmal ist „scientology“ beleidigt und möchte dinge weghaben:

Scientology bzw. deren Dirty-Tricks-Abteilung hat es wenig verwunderlich auf meinen Blog abgesehen. Tenor von deren Anstrengungen: „Die gänzliche oder teilweise Untersagung des Blogs!“

Das Ganze begann schon im Sommer und lief wenig überraschend über das Persönlichkeitsrecht, als mehrere Scientologen die Streichung ihres Namens in einem Blog-Kommentar verlangten. Es schien anfänglich klein, konnte bereinigt werden, ohne dass der Kontext verloren ging – und dann wurde das Höchstgericht angerufen. Mit obiger Forderung

Ich habe mal meinen mirror davon aktualisiert, falls das schlimmste passieren sollte. Gut, dass es unzensierbare protokolle, das darknet und filesharing gibt!

Aber auch andernorts verschwinden die webseits. Das blog der UFO-meldestelle vom CENAP ist demnächst weg:

Leider stellt Blog.de seinen Dienst Mitte Dezember 2015 ein. Davon ist auch der UFO- Meldestellen- Blog betroffen, der dann sein Erscheinen ebenfalls einstellen wird

Lasst euch niemals davon verblenden, dass man inzwischen billig und zuverlässig auf das web zugreifen kann! Wer inhalte spiegelt und später, wenn sie nicht mehr verfügbar sind, teilt, verstößt damit zwar gegen das urheberrecht, aber sorgt dafür, dass diese inhalte nicht mehr verschwinden gemacht werden können. Wenn das lt. allgemeiner propaganda „piraterie“ und „raub“ sein soll, dann sollte jeder mensch ein „pirat“ und „räuber“ sein. SHARING IS CARING!

Das machen wir jetzt alles mit fonts

Wir verwenden keine 100 bis 200 byte „großen“ kleingrafiken mit den piktogrammen irgendwelcher S/M-klitschen mehr, das machen wir jetzt alles mit CSS und spezjellen fonts. Und wenn dann mal einer auf unserer webseit ist, der mit seiner brausereinstellung grundsätzlich erstmal keine explizit im CSS referenzierten externen schriftarten verwendet (weils über eine langsame leitung einfach schneller geht, als je nach verwendeten schriftschnitten vier- bis zehnmal irgendwas zwischen 50 und 800 kilobyte von irgendwo aus dem netz nachzuladen, um 10 bis 15 kilobyte erwünschten text zu lesen), dann sieht das eben so aus:

Lustige Zeichen anstelle der beabsichtigen piktogramme irgendwelcher S/M-klitschen

Gefällt mir auch gleich viel besser als das träcking-f, der blaue träcking-fogel und dieser anfangsbuchstabe der größten und finstersten datenkrake des internetzes! Das sollten alle so machen! 😀

Terroristen des tages

Terroristen des tages sind 16jährige, die eine leicht ausbeutbare SQL-injekzjon und damit ein klaffendes datenloch in einer australischen regierungswebseit finden, den seit-betreiber brav einen hinweis auf den fehler schicken, dann zwei wochen lang gar nichts hören und sich anschließend an die presse wenden. Solche leute muss man gleich erstmal festnehmen!

Wie viele leute sich diese daten schon für beliebigen kriminellen missbrauch abgegriffen haben können, wenn ein 16jähriger dadrauf stößt, bleibt der fantasie der menschen in der restwelt überlassen.