Mord des tages

Mindestens ein mörder ist mit einem sturmgewehr (in einigen kwellen ist auch von einer schrotflinte die rede) und diversen weiteren waffen durch wien gerannt und hat wahllos in menschenansammlungen geschossen [archivversjon]. Es handelte sich um einen islamisch-fundamentalistischen fanatiker, der mit dem IS sympatisierte und vorher bei polizeien und geheimdiensten einschlägig bekannt war. Wir dürfen jetzt alle gespannt sein, was sich in den folgenden tagen ergibt. Ein typisches muster wäre zum beispiel:

  • Der täter und sein umfeld wurde geheimdienstlich observiert.
  • Die tat wurde im unmittelbaren umfeld von geheimdienst-mitarbeiten vorbereitet.
  • Die beschaffung der waffen wurde geheimdienstlich überwacht.
  • Die kommunikazjon zwischen dem täter und seinen mutmaßlichen komplizen und sympathisanten (von denen mindestens zwei geld dafür bekamen, dass sie ihre informazjonen an die geheimdienste weitergaben) wurde dokumentiert.
  • Eventuelle die polizei oder die geheimdieste der republik österreich belastende beweismittel verschwinden auf wundersame weise.

Und die p’litische reakzjon darauf ist genau so vorhersehbar: eine weitere ausweitung der berechtigungen von polizei und geheimdiensten, ein weiterer ausbau des überwachungsstaates, der jeden menschen als „gefährder“ und „verdächtigen“ betrachtet und möglichst vollständig überwacht sowie ein weiterer abbau von menschen- und bürgerrechten in österreich.

Und jeder, der daran irgend etwas bedenklich findet, ist ein dummer nazi von verschwörungsteoretiker, der nur den terroristen zuarbeitet, die öffentliche sicherheit gefährdet und der genau so schlimm wie ein durch die straßen laufender mörder ist. 🤮

Aber achtung! Ich kann nicht wirklich hellsehen. Wenn es so kommt, dann weiß ich das nur aus dem gleichen grund vorher, aus dem ich auch weiß, dass morgen die sonne wieder aufgehen wird: weil ich es wieder und wieder erlebt habe.

Was es nicht alles gibt…

Prepperwissenschaft gibt es zum beispiel:

Fest steht, dass das Vertrauen in die Behörden und der Zusammenhalt in der Bevölkerung eine wichtige Basis zur Krisenbewältigung sind

Na, dann vertraut mal schön in die behörden! Und vergesst nicht, eure regierung zu lieben und für allweise zu halten! Und auch an das wichtigste ist in der prepperwissenschaft gedacht:

Ein Fokus des Projekts liegt daher darauf, die für Krisenmanagement und Zivilschutz verantwortlichen Personen für Gender- und Diversitätsaspekte zu sensibilisieren

Oder kurz zusammengefasst: frauen, kinder und diverse zuerst. Sterben dürfen wir immerhin noch, wenn wir XY im 23. kromosomenpaar haben.

Hadmut Danisch des tages

Die konsequente Anwendung erlaubt mir nun mein Coming out und meinen Durchbruch als Geisteswissenschaftler. Ich habe nämlich soeben das Rätsel der Pyramiden gelöst

🤣

Damit es nicht zu lustig wird, hat er aber einen kleinen nachtrag zur universität wien geschrieben. Das neue mittelalter kann kommen, als idocracy kommen! Wohin nur verkriecht sich die sonne, um zu kotzen?!

Gender-antiinklusjon des tages

Wenigstens in der schweiz kommuniziert die jornallje mal, dass der bei p’litikern und bullschittstudienabgängern so beliebte und von der verwaltung immer häufiger in irgendwelchen kontexten verordnete und damit erzwungene gender-neusprech ein paar klitzekleine nebenwirkungen hat, die alles andere als inklusiv sind:

Der Universität Wien reicht die Gendergerechtigkeit nicht mehr, „genderinklusiv“ muss die Sprache jetzt sein. Denn bloss Männer und Frauen anzusprechen, offenbart binäres Denken und schliesst das grosse weite Feld der trans-, inter-, a-sexuellen bzw. genderunspezifischen Menschen aus […] Eine „Taskforce Genderinklusion“ hat jetzt das *-Sternchen als Lösung angeordnet, anzuwenden in allen Formulierungen, auch Anreden. „Herr“ oder „Frau“ sind nicht mehr zulässig, denn „dadurch besteht die Gefahr, Menschen einem Geschlecht falsch zuzuordnen“. Das Sternchen sorgt dafür, dass alle gemeint sind bzw. niemand. Auch akustisch, so die Taskforce, kein Problem: Man deutet das Sternchen mit einem Stimmritzenverschlusslaut an, dem sogenannten „glottal stop“. Also: „Liebe – knack – r Benutzer – knack – in“ […] Das Paradies ist also greifbar nah. Nur nicht für die Sehbehinderten, immerhin eine durchaus inklusionsbedürftige Gruppe. Diese ist auf Sprachcomputer angewiesen, die die sprachgereinigten Formulierungen vorlesen. Screen-Reader, so ein Warnhinweis im sprachlichen Leitfaden, läsen den Genderstern aber leider mal als Pause, mal wörtlich als „Stern“, „Sternchen, Asterisk“, manchmal auch gar nicht, wodurch fälschlich der Eindruck der weiblichen Form entstünde

So einen hinweis habe ich in einem blatt aus der BRD noch nie gesehen. Ich bin ja schon mal als „nazi“ beschimpft worden, als ich angemerkt habe, wie blinde menschen den text dann lesen müssen. Ja, ich habe eine zeitlang viel mit blinden menschen zu tun gehabt, das macht ein bisschen sensibel dafür. (Und ja, meine hier gepflegte rechte gutschreibung mag für den einen oder anderen menschen echt scheußlich aussehen, ist aber strikt fonetisch und macht keine derartigen probleme.)

Vielleicht sollten wir einfach erstmal gesellschaftliche gerechtigkeit herstellen und schauen, ob die sprache von allein folgt. Aber die gröbsten gesellschaftlichen ungerechtigkeiten verlaufen eben nicht entlang von geschlechtergrenzen, und deshalb dieser zungenstrafende neusprech-dummfug anstelle konkreter programmatik.

Gender ist opium für die linke. Nicht der linken, sondern für die linke. (Wer Marx und Lenin gelesen hat, versteht die anspielung.)

Datenschleuder des tages

Die büchereien der stadt wien haben die namen, anschriften, geburtsdaten, telefonnummern und mäjhladressen von mindestens rd. 77.000 nutzern veröffentlicht [archivversjon], möglicherweise auch mehr. Nicht einmal beim guten, alten ausleihen von büchern aus einer leihbücherei ist man vor datenschleuderern sicher. Hoffentlich hat es den betroffenen wenigstens spaß gemacht, den wisch für die DSGVO zu unterschreiben! :mrgreen:

Ich wünsche auch weiterhin viel spaß und orwellness beim festen glauben an den überall mit großen worten und fehlenden taten versprochenen schutz eurer persönlichen daten. Die liste wäxt und wäxt und wäxt.

Wie die gefühlte kriminalität gemacht wird

Die Polizei bestimmt durch ihre Mitteilungen, welche Kriminalfälle in der Zeitung stehen werden und welche nicht. Über 200.000 Anzeigen im Jahr in Wien stehen weniger als 2.000 Pressemitteilungen gegenüber. Das führt unweigerlich zu Verzerrungen der Wirklichkeit. Wir haben alle Polizeimitteilungen der Jahre 2013 und 2014 ausgewertet. Das Ergebnis: Über Handtaschenraub und Drogenkriminalität berichtet die Wiener Polizei auffallend häufig, über Vergewaltigung und rassistisch motivierte Gewalt fast nie