Datenschleuder des tages

XING hat Mitglieder des Business-Netzwerks über ein Datenleck unterrichtet, bei dem Login-Daten kompromittiert worden sind. Betroffene Kunden sollen dringend Ihr Passwort ändern

Na, die werden doch nicht etwa die passwörter im klartext gespeichert haben…

Ach ja, die mäjhladressen gehören gleich dazu. Wer also überall das gleiche passwort benutzt, darf jetzt an ganz vielen stellen sein passwort ändern. Macht aber nichts, so lernt man wenigstens, warum das nicht die schlaueste idee ist. Und hey, wenn man die mailadressen aller xing-nutzer kennt und gleich mal auf xing nachschauen kann, wer wen vielleicht ein bisschen persönlicher kennt, dann kann man doch gleich ein paar personalisierte betrugsnummern der marke „ich hänge gerade in paris fest, straßenräuber, kein geld mehr, kannst du mir mal schnell 500 øre über western union schicken, dass ich hier wegkomme, kriegste nächste woche zurück“ in beliebigen fremden namen einfädeln. Ist doch schön, wenn man auf websites rescherschierbar ist, die reale menschliche beziehungen abbilden.

Ich wünsche auch weiterhin ganz viel spaß beim festen glauben an den überall leichtherzig und völlig konsekwenzenlos versprochenen datenschutz! Immer und überall fein datennackig machen! Die liste wäxt und wäxt und wäxt.

Übrigens: dieses scheiß-xing gehört zu 54,84 % burda. Das macht halt schlechtes karma, ihr burda-arschlöcher, wenn man in komplizenschaft mit der „mozilla foundation“ einen beliebten webbrauser um ein automatisch aktiviertes trojanisches äddon mit ausspähfunkzjon anreichert. Hoffentlich wird die datenschleuderei mal richtig teuer!

S/M des tages

Vorhin habe ich Xing mit Fußpilz verglichen. Diese Äußerung war unbedacht und geschah im Zorn, weshalb ich sie neu formulieren möchte. Xing ist nicht wie Fußpilz. Xing ist wie Herpes. Denn egal was man tut, irgendwann sucht einen der Mist wieder heim

Wenn der werte herr jornalist lernfähig ist, hat er spätestens jetzt gelernt, dass man sich für jede verdammte anmeldung auf irgendeiner drexseit eine eigene mäjhladresse macht, die man dann einfach wegwerfen kann, wenn die dumme, asozjale, illegale und dreiste drexspämm kommt. Aber lernfähige jornalisten… sind keine jornalisten mehr.

Contentindustrie des tages

Golem kennt ihr. Verlinke ich ja auch manchmal. Golem war einer dieser webseit, die sich vor etwas mehr als zwei jahren entblödet haben, ihre leser zum abschalten der adblocker aufzurufen, scheiß auf eure kompjutersicherheit, hauptsache, der wertvolle content wird monetarisiert¹.

Nun, auf diesem hintergrund finde ich es ganz besonders hochnotlächerlich, dass golem jetzt seinen content an eine S/M-webseit ohne seriöses geschäftsmodell gibt, damit er da gelesen werden kann.

¹Im gegensatz zu anderen mitmachern bei dieser kranken akzjon der contentindustrie hat golem allerdings etwas aus der kritik gelernt. Es ist möglich, golem ein paar euro zu zahlen und die webseit ad-frei zu benutzen — so dass man nur noch die hirnfickende schleichwerbung abgeschriebener PR-kacke und gekaufter artikel (neudeutsch: content marketing) ins hirn gestanzt kriegt. Die größeren contentindustriellen betreiber anderer jornalistische webseits waren zu solchen einsichten nicht mehr imstande.

Abmahnistan des tages

Abmahnfähig ist es in der BRD — das ist da, wo die p’litiker der CDUSPDCUSFDPGRÜNETC gern in ihren maschinenstürmerischen technikhassreden sagen, dass das neuland kein rechtsfreier raum sein dürfe — wenn der link aufs impressum einer gewerbsmäßig genutzten webseit am unteren rand platziert ist und eine kleine schriftgröße hat. Also eigentlich jede verdammte webseit, denn jeder macht das so. Auch weiterhin viel spaß in abmahnistan, wo jede internetznutzung ein unkalkulierbares juristisches risiko sein kann!

S/M unwichtig fürs geschäft

Prof. dr. Offensichtlich hat mal wieder eine studie gemacht und völlig überraschende ergebnisse erzielt: fratzenbuch, zwitscherchen und dergleichen sind keine erfolgsfaktoren für unternehmen. Einige PR- und „consultant“-enthirnungsreste sind sogar so erschüttert von diesem ergebnis, dass sie sich jetzt neue maschen ausdenken, um den leuten geld aus der tasche zu ziehen. Die kollegen von prof. dr. Offensichtlich allerdings sagen, dass der erfolg sich schon zeigen werde, wenn man klicks zählt…