Die besonderen freuden der datensammelei…

Die besonderen freuden der datensammelei präsentiert gerade die „yelp“, eine klitsche ohne seriöses geschäftsmodell, die gerade „qype“ übernommen hat, eine frühere klitsche ohne seriöses geschäftsmodell. Bei beiden seits können konsumisten (natürlich gleich mit flutschem streichler auf dem wischofon) eintragen, bei welchen händlern, handwerkern, fresskneipen und läden sie welche erfahrungen gemacht haben — und nachdem „qype“ jetzt „yelp“ ist, gelten dafür die „yelp“-inhaltsfilter, die so manche gute bewertung nicht durchlassen, aber dafür viele schlechte. Und jetzt sehen sich die handelstreibenden, die zuvor über „qype“ gar nicht so unglücklich waren — ist ja kostenlose reklame, wenn man gut ist — auf einmal in der situazjon, dass sie auf „yelp“ weniger werbewirksam erscheinen. Manche sprechen auch von „geschäftsschädigend“, weils natürlich das geschäft schädigt, wenn menschen erfahren, was andere menschen für erfahrungen gemacht haben.

Aber genug schlenker. Natürlich kann man dort bei „yelp“ seine daten nicht löschen, sonst wäre es ja auch nicht modernes, seine nutzer enteignendes web. Das bringt manche leute auf lustige ideen, wie man damit umgehen kann¹:

Vielleicht sollte man, wenn man seien Eintrag nicht löschen kann, so zumindest sein Geschäft unkenntlich machen in dem man die Postleitzahl und den Ort ändert, so kann man nicht mehr gefunden werden!? Versuch macht klug!

Tja, da erleben ein paar unternehmer heute schon, was in ein paar monaten oder jahren (ich bin ein mieser profet und kann kein datum nennen) ganz vielen menschen blüht, wenn diese börsennotierten klitschen ohne seriöses geschäftsmodell, denen sie ihr ganzes leben anvertrauen, erwartungsgemäß und endlich den bach runtergehen und die gesammelten, niemals gelöschten daten irgendwo rumflukturieren…

Und ja, das kann sogar mit guhgell passieren, wenn der markt für onlein-reklame zusammenbricht — denn dieser markt ist trotz aller diversifikazjonen guhgells einzig nennenswerte einnahmekwelle.

¹Der direktlink auf den kommentar geht zu blogspot und funkzjoniert nicht ohne javaskript. So weit sind wir schon gekommen in diesem scheißweb, dass die idjoten von webprogrammierern bei guhgell nicht mehr einen &lta name="blah" als sprungziel verwenden, sondern sich etwas in javaskript hinhäcken. Das muss dieses tolle HTML5 sein, von dem alle so besoffen reden…