Kwalitätsjornalismus des tages

Das fischblatt „die zeit“ hat mal für einen seiner kwalitätsjornalistischen kwalitätstexte mal so richtig kwalitätsjornalistisch rescherschiert und etwas erschütterndes rausbekommen:

Auch die Zahl der masturbierenden Männer, ist zu lesen, habe sich so glatt verdoppelt

Inzwischen wixen also zweihundert prozent der männer!!!elf!1! 😆

Wollen wir mal hoffen, dass das nicht doch zu rückenmarksschwund und haarwux auf den fingernägeln führt! :mrgreen:

Ansonsten kann ich nur sagen, dass die anschaffung eines hundes — der freut sich nämlich im gegensatz zur frau völlig ungelogen darüber, dass man nach hause kommt und ist im gegensatz zur frau treu und ehrlich — und regelmäßiges wixen schon ganz viele persönliche katastrofen verhindert hätte. Viele dieser katastrofen kosten dann schon mal über die zeit betrachtet eine halbe milljon øre und sind damit verbunden, dass man seine eigenen kinder kaum noch zu gesicht bekommt, und einige dieser katastrofen sind der beginn eines sozjalen abstiegs, der in der psychjatrie und/oder in der obdachlosigkeit endet.

Contentindustrie des tages

Ihr kennt ja sicherlich die auflagen, die zu irgendwelchen periodika benannt werden. Zumindest in einem fall ist die verkaufte auflage nur rd. 18 prozent der als auflage genannten zahl. Und ja, ich habe aufgerundet. Ich gehe mal davon aus, dass es bei anderen derartigen machwerken von spiegel bis zu mein papst auch nicht anders aussieht.

Stirb, scheißpresse, stirb! Verrecke, verleger, verrecke! Nimm dein herbeilobbyiertes scheiß-leistungsschutzrecht mit in dein würmerloch!

Zahlenspiel des tages

Die durchschnittliche Amtszeit eines deutschen Bundeskanzlers beträgt 9 Jahre und liegt somit deutlich über der Amtszeit für Regierungschefs in parlamentarischen Demokratien […] Die durchschnittliche Amtszeit deutscher Bundeskanzler korrespondiert eher mit der durchschnittlichen Amtszeit eines Diktators, der einer bürokratischen Diktatur […] vorsteht

Hirnfickjornalismus des tages

Seit einiger Zeit nehmen wir mit großer Sorge wahr, dass in Zeitungen und Zeitschriften, in Radio- und Fernsehberichten sowie in der Onlineberichterstattung Umfrageergebnisse vermehrt als repräsentativ bezeichnet werden, auch wenn diese nicht repräsentativ sind […] Wenn ganze Teile der Bevölkerung in der Stichprobe fehlen – etwa Personen ohne Internetzugang oder wenn gar nur Besucher einzelner Websites befragt werden –, darf ein Ergebnis nicht für die Bevölkerung verallgemeinert und auch nicht als repräsentativ für die Bevölkerung bezeichnet werden

Auch weiterhin viel spaß mit einer von scheißjornalisten transportierten „meinungsforschung“, die nix als forsche meinungsmache ist.

Zahlenspiel des tages

Wie entstehen eigentlich diese lustigen angaben zu den „wählerwanderungen“, die regelmäßig am wahlabend ausgedeutelt werden? Oh:

Ihre Wählerwanderung basiert zudem auf gewichteten Daten, so dass man nicht wirklich von den genannten Summen gewanderter Wähler auf den Anteil zurückrechnen kann, der in der Befragung einen entsprechenden Wechsel seiner Parteipräferenz angegeben hat. Wir finden hier einen weiteren Grund für die Gewichtung von Daten: Man macht es durch Gewichtung Außenstehenden weitgehend unmöglich, nachzuprüfen, ob hier das Ergebnis von Humbug, Manipulation oder korrekter Berechnung verbreitet wird

Wer hätte das gedacht? :mrgreen:

Und noch so ein tagesschau-fäjhknjuhs-statistikhirnfick

Habt ihr auch alle mitgekriegt. Wurde ja durch sämtliche agenturzentral gleichtönenden scheißmedien gezogen, einschließlich der scheiß-ARD-tagesschau. In europa werden ganz viele parlamentarinnen — eine von scheißjornalisten so genannte „erdrückende mehrheit“ — sexuell belästigt. Das wird demnächst auch in ganz vielen sachdiskussjonen wieder so rauslaufen, stand ja in der scheißpresse und lief ja in der scheißglotze. Der trick:

Mit Prozentzahlen können Zuschauende und Zuhörende wenig anfangen, wenn ihnen nicht gesagt wird, was denn die 100 Prozent sind

Auch weiterhin viel spaß beim gewaltsam-überrumpelnden hirngeficktwerden durch BRD-scheißjornalisten!

Werbeplatzbedeutungsbetrug des tages

[…] 2016 musste Facebook dann jedoch einräumen, dass die Abrufstatistiken zu seinen Videos fehlerhaft waren: Die durchschnittliche Zeit, die Nutzer Videos auf Facebook schauten, sei wahrscheinlich um 60 bis 80 Prozent überschätzt worden, erklärte das Unternehmen einigen Werbetreibenden damals und entschuldigte sich für die überzogenen Zahlen. Sie hatten auch dazu geführt, dass Medienhäuser ihren Schwerpunkt auf Facebook-Videos setzten und Geld investierten, das dann an anderer Stelle fehlte

Macht mal schön weiter reklame beim scheißfratzenbuch, ihr werber! Das ist ein zuverlässiger partner! Mein mitleid mit professjonellen lügnern, die von halbseidenen bis grenzkriminellen geschäftspartnern angelogen wurden und deshalb einen ordentlichen batzen geld verbrannt haben, könnte gar nicht winziger sein.

Und nein, heise, du ehemaliges fachmagazin, das ist kein irrtum und kein fehler: kompjuter können zählen und rechnen. Das ist vorsätzliche lüge und statistikmanipulazjon vom fratzenbuch, um reklameleuten geld zu klauen.

Stirb, scheißfratzenbuch, stirb! Verrecke, scheißwerber, verrecke! (Aber bevor du verreckst, scheißwerber, versuch doch mal rauszukriegen, ob die zahlen zuverlässiger sind, wenn das scheißfratzenbuch seine klicks auf werbebanner mit dir abrechnet! Und dann zerr die betrüger vor gericht. Wenn sich fratzenbuch und werber prügeln, kann es nur gewinner geben…)

Kryptografie des tages

Heise vermeldet heute in seinem bullschitt-ressor, dass die USA unter annahme von annahmen aller art in einer studie ausgerechnet haben, dass das US-amerikanische kryptografieverfahren AES einen „wirtschaftlichen mehrwert“ von 250 gigadollar gebracht hat. Ich hoffe, ihr habt angesichts dieser meldung alle gespürt, wie eure geldbeutel spontan angeschwollen sind.

Natürlich geht diese abgeschriebene PResseerklärung damit weiter, dass man immer AES einsetzen soll, wenn man kann, denn AES wird, wie führende kristallkugeln berichten, noch jahrelang unknackbar sein. Als ich das gelesen habe, habe ich meine ohren fest an das gras gepresst und mich spontan gefragt, ob die NSA wohl inzwischen ein verfahren kennt, AES mit vertretbarem aufwand zu knacken. Das ist sehr schwierig, denn AES ist ein relativ einfacher algoritmus, der leicht formalisierbar und analysierbar ist und dennoch zwei jahrzehnte lang von den kryptanalytikern dieser welt nicht so geknackt wurde, dass die alarmsirenen aufheulen mussten… wenn auch ein paar bits komplexität durch gute analyse weggehobelt werden konnten.

Was heise verschweigt ist diese lustige anekdote, die ich viel lieber in erinnerung bringen möchte: als AES zum nachfolger von DES gemacht wurde — die verfügbare rechenleistung wurde inzwischen so gut, dass man alle DES-schlüssel durchprobieren konnte — gab es eine konferenz, auf der verschiedene potenzjelle nachfolger vorgestellt wurden. Unter anderem haben dort auch die deutschen telekomiker ihren deutsche-telekom-kwalitätsalgoritmus MAGENTA mit werbeträchtiger benamsung vorgestellt. Ich zitiere aus der wicked pedia:

Die Kryptologen Adi Shamir und Ross Anderson fanden bereits während der 20-minütigen Präsentation des Algorithmus theoretische Angriffsmöglichkeiten. Kurze Zeit später bewiesen sie, dass dieser Angriff auch praktisch möglich und das Kryptosystem somit leicht zu brechen ist

Nur, falls jemand glaubt, vor zwanzig jahren sah es hier besser aus.

Die ANGST geht um auf den straßen!!!1!!!1!

Bildschirmfoto ARD-videotext vom 11. september 2018, 15:03 uhr, seite 141 -- Autofahrer fürchten Radfahrer -- Jeder zehnte Autofahrer hält Radfahrer für eines der größten Sicherheitsprobleme im Straßenverkehr. Das ist das Ergebnis einer Forsa-Umfrage im Auftrag der CosmosDirekt. Demnach gaben 74% an, bei riskantem Verhalten eines Radfahrers schon einmal Angst oder ein mulmiges Gefühl gehabt zu haben. -- Noch mehr Schrecken verbreiten den Ergebnissen zufolge Motorradfahrer, die auf Landstraßen überholen. 79% sagten, hierbei bereits ein ungutes Gefühl gehabt zu haben. Auch schlechte Sicht (78%) und Baustellen auf der Autobahn (62%) verunsicherten die Autofahrer.

Das ist ja eine tolle präsentazjon aus der tagesschau-redakzjon! Obwohl die befragten — welche fragen ihnen gestellt wurden, wie suggestiv diese fragen gestellt wurden und welche auswahlmöglichkeiten für die antwort angeboten wurden, ist natürlich nicht weiter erwähnenswert — überholende motorradfahrer und schlechte sicht für ein größeres sicherheitsproblem halten, behauptet die redakzjon des parteienstaatsfernsehens im autobauer-land BRD frech und intelligenzverachtend, dass radfahrer als das größte problem empfunden werden.

Da ist es doch tröstlich für mich radfahrer, dass ich so viel angst und schrecken verbreite — wer würde es da noch schlimm finden, wenn er beinahe jeden tag von einem henker mit führerscheinhintergrund beim rechtsabbiegen mit motorkraft ins grab geschubst werden soll…

Immer dran denken: fäjhknjuhs gibts nur im internetz, was aus glotze und presse kommt, ist hingegen kwalität! Und was für eine!

Danke für das bildschirmfoto, E.T.!

Matematikmissbrauch des tages

Was ist das lieblingsspielzeug des hirnfickenden jornalisten? Richtig: die statistik. Die NZZ hat zum beispiel rausgekriegt, dass die „VR“ china und die USA der größte luftverschmutzer der welt ist und USA/europa dagegen sehr sauber — und um diesen eindruck sicherzustellen, wurde einfach der CO₂-gesamtausstoß der staaten zugrundegelegt, nicht etwa der CO₂-ausstoß pro einwohner. Sonst sähe das ergebnis ja auch ganz anders aus, als es sich der jornalist für seine botschaft wünscht.

Gruß auch nach Katar, dem ausrichter der kommenden brüllball-geldmeisterschaft im winter 2022!

Wenn jornalisten schreiben…

Wenn jornalisten über temen schreiben, von denen sie nix verstehen und dabei auch noch den text auf die contentindustriell gewünschte füllmassengröße runterkürzen — wie etwa in diesem wetterartikel im fischblatt zeit [archivversjon] — tritt beim lesen nicht klarheit ein, sondern verwirrung und verdummung.

Der Zeitraum von April bis August könnte zwar die heißeste und trockenste Periode seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881 gewesen sein, teilte der DWD mit […]

Aha, es war in den letzten rd. anderthalb jahrhunderten noch nie heißer als im durchschnitt des jahres 2018, außer…

[…] Allerdings werde die Durchschnittstemperatur von 2003 aller Voraussicht nach nicht übertroffen

…man betrachtet durchschnittswerte. 😀

Es gibt eigentlich nur eine erklärung dafür, wie ein kwalitätsjornalist zwei einander schrill widersprechende sätze direkt hintereinanderschreiben kann: er hat überhaupt keine ahnung von matematik, nicht einmal auf dem niewoh eines hauptschulabgängers.

Na, hauptsache der scheißjornalist kennt sich mit den ganzen anderen sachen aus, über die er so schreibt. :mrgreen:

Was nach den rotgrünen hartz-IV-hungerlöhnen in der BRD kommt…

Letztes Jahr haben in Deutschland insgesamt knapp 760.000 Personen erstmalig eine gesetzliche Altersrente erhalten. Im Durchschnitt betrug deren Rentenhöhe nicht einmal 880 Euro pro Monat

Man beachte: das ist der durchschnitt, es muss also etliche geben, die noch weniger kriegen.

Niemand hätte damit rechnen können, dass die p’litisch von der CDUCSPDUGRÜNETC geforderte und geförderte lohndrückerei zur altersarmut führt! :mrgreen:

So, und jetzt wieder schön anstrengen, damit es deutschland wieder gut geht! Wie es den menschen geht, ist scheißegal.

Sommerloch und bullschitt des tages

Da macht heise auf seiner webseit einen text mit ganz vielen zahlen, die aussagen, wie sicher sich die menschen im „digitalen raum“, was immer das auch sein mag, fühlen. Ja, richtig: wie sicher sie sich fühlen.

Und zahlen gibts, ganz viele voll objektive zahlen, und zwar nicht näher erläuterte punktzahlen, die mit einer stelle nach dem komma aufgezählt werden. Da wurden die gefühle aber ganz genau mit einem geeichten gefühl-o-meter gemessen!!1! 😀

Oder, um einmal eine passahsche aus dem dadaistisch wertvollen text zu zitieren:

Ausschlaggebend für den erneuten Rückgang ist ein gestiegenes Gefährdungsgefühl der Verbraucher. Dieses wird mit einem Wert von 29,3 Punkten wiedergegeben, während es im Vorjahr noch bei 27,1 lag

Das ist wirklich ein aussagesatz aus diesem text zu einer untersuchung, die so richtig bullschitt, matematikmissbrauch und wisschenschaft ist. Aber immerhin kommt es auch zu einem schluss:

Im Fünfjahresvergleich zeigen die Kennzahlen, dass der Bedarf nach digitaler Unterstützung in der Bevölkerung zunimmt

Leute, ihr braucht kein wissen, ihr braucht hilfe, eine hand, die die eure führt. Denn diese gibt euch sicherheit und trost!!!elf!