Deutsche bananenbahn des tages

Berthold Huber, obermotz für die infrastrukturverrottung der deutschen bananenbahn, so ins mikrofon:

Um die Mobilitätswende voranzubringen und die Akzeptanz der klimafreundlichen Schiene zu steigern, brauchen wir attraktive Bahnhöfe und ein angenehmes Umfeld. Zur Starken Schiene gehören auch einladende Empfangsgebäude. Das ist im Sinne des Gemeinwohls, und die Kommunen profitieren ebenfalls

Nein, herr Huber, die deutsche bananenbahn braucht preiswerte und durchschaubare tarife und ein hohes maß an zuverlässigkeit und pünktlichkeit im normalbetrieb. (Gegen unfälle und extremwetter kann man nix machen, aber die deutsche bananenbahn scheitert ja schon an normalen jahreszeiten und hat ein sehr kaputtes streckennetz, in dessen reparatur seit jahrzehnten nix mehr investiert wurde, und dieser zustand prägt den normalbetrieb.) Dann hält man sich auch nicht so lange auf den bahnhöfen auf, wenn man mit der deutschen bananenbahn fährt. Zumindest ich kenne niemanden, der sich gern auf bahnhöfen aufhält. Da hilft dann auch der umbau der großen bahnhöfe zu überteuerten schopping-höllen mit hochpreis-klos nicht. Und kleinen bahnhöfen wäre schon sehr gedient, wenn nur einmal die woche jemand mit dem besen durchginge und wenn die schäden an der bausubstanz mal behoben würden… und wenn eure beschissenen fahrscheinautomaten aus der deutsche-bananenbahn-hölle endlich mal zuverlässig funkzjonieren würden. Kann doch nicht so schwer sein!

Selbst die DDR hat mit ihrer deutschen reichsbahn einen zuverlässigeren zugverkehr hingekriegt als ihr scheißidjoten von der deutschen bananenbahn. Mit unmotivierten arbeitern und angestellten. Und mit zügen, die oft eher wie museumsstücke aussahen und ziemlich heruntergekommene wagen zogen. In mecklenburg-vorpommern hatte ich sogar mal eine schaufel-schaufel-kohle-dampflok nach rügen. (Toller anblick für jemanden, der die eisenbahn mag!) Davon, wie die bahnhöfe in der DDR ausgesehen haben, will ich gar nicht erst anfangen. Aber ihr da bei der deutschen bananenbahn, wisst ihr was: diese züge waren recht pünktlich und zuverlässig, billig und immer ziemlich voll, und an jedem schalter (es gab keine automaten) hat jeder unfreundliche mitarbeiter das tarifsystem vollständig verstanden. Also das genaue gegenteil von eurem scheißangebot, ihr dummen idjoten von der beschissenen deutschen bananenbahn, die ihr mit beiden beinen fest in den wolken steht!

Wie, herr Huber, sie stören sich an „bananenbahn“? Ich kenne kein besseres wort für die kernkorrupte BRD-bananenkonstrukzjon einer akzjengesellschaft in hundert prozent staatsbesitz, in der solche lichtgestalten für lichtallergiker wie sie es sind noch richtig karrjere im mänätschment machen können. 🤮️

Da nützt auch das neun-øre-ticket nix

Nach Krefeld, gegen halb 3 Uhr morgens, meldete sich der Zugführer. Er begann seinen Vortrag mit den Worten: „Sehr geehrte Fahrgäste, leider habe ich schlechte Nachrichten für Sie…“ Wer nun dachte, viel schlechter könnte es nicht mehr kommen, wurde eines besseren belehrt: „Dieser Zug fährt leider nur bis Geldern.“ Es folgte eine flehentliche Bitte: „Bitte schimpfen Sie nicht mit mir, ich weiß selbst auch nicht, wie ich nach Hause kommen soll.“ Die Erklärung des Zugabbruchs lieferte der Zugführer auch, samt einer Einordnung des Geschehens: „Das Stellwerkhäuschen in Kevelaer funktioniert nicht, ich weiß auch nicht warum, das ist doch gerade erst ganz neu gemacht worden, aber es ist immer kaputt.“

[via maschinist]

Wisst ihr noch, wie sie die deutsche bundesbahn privatisiert haben, damit alles viel besser wird. Und jetzt haben wir eine kernkorrupte deutsche bananenbahn, eine akzjengesellschaft in hundert prozent BRD-besitz, wo man auch mal einen ausgebrannten bundesversager wie Ronald Pofalla endlagern und gut alimentieren kann, wenn in der EU gerade kein gutdotiertes pöstchen frei ist. Die wirtschaftliche idee der deutschen bananenbahn: die infrastruktur stets so lange verrotten zu lassen, bis eine reparatur nicht mehr möglich und den dann fälligen neubau von der BRD bezahlen lassen. Das ist billiger als instandhaltung. Ansonsten werden die großen stadtbahnhöfe zu schoppingaktiven bahnhoferlebnisparks, weil man da ja eh aufenthalt hat. Als ich noch klein war, da gabs auf den umsteigebahnhöfen immer wieder menschen, die es eilig hatten und rannten, aber das kann heute nicht mehr passieren, also muss halt schopping her. Und bahnhofsklos, die einen ganzen scheißeuro kosten (aber wenigstens für diesen mondpreis auch sauber gehalten werden). Und die kleineren bahnhöfe bleiben halt kacklöcher, bei deren durchkwerung man froh ist, wenn man nicht im rollstuhl sitzt.

Und wenn heute jemand „pünktlich wie die eisenbahn“ ist, dann ist das kein kompliment mehr, sondern ganz im gegenteil.

Deutsche bananenbahn des tages

Es sieht so aus, als sei eine verrottete strecke mit verrotteten betonschwellen die ursache für den kürzlich in oberbayern entgleisten zug [archivversjon]:

Norbert Moy, der oberbayerische Pro-Bahn-Vorsitzende, zeigte sich überrascht, dass die Betonschwellen auf der Zugstrecke ein Problem sind. Denn Betonschwellen seien ein Indiz dafür, dass die Strecke vor nicht all zu langer Zeit saniert worden sei, sagte Moy. „Fest steht allerdings: Wir haben an vielen Stellen im Streckennetz, gerade im regionalen, doch erhebliche Mängel, die wir als Fahrgäste seit Jahren eigentlich immer wieder zu spüren bekommen, durch Langsamfahrstellen, durch Streckensperrungen. Für uns ist das eigentlich keine neue Botschaft.“ Moy warf der Politik vor, lieber in die Straße zu investieren – dafür sei das Loisachtal ein gutes Beispiel

Hach, so eine schöne verkehrswende!

Und wisst ihr, was wir nicht erleben werden: das ein dafür verantwortlicher mänätscher für seine fahrlässige tötung von fünf menschen in den knast geht. Da wäre in bananistan auch gar kein platz, der knast ist ja schon voll mit cannabisrauchern, schwarzfahrern und verarmten menschen, die sich ihr essen aus der mülltonne „stehlen“.

Verrottendes BRD-schland des tages

Hat hier jemand wohnungsmangel? Die bundesverwaltung kennt so etwas nicht.

Die Zahl der bundeseigenen Wohnungen, die leer stehen, hat einen neuen Höchstwert erreicht: 6455 der insgesamt rund 38.000 Wohneinheiten im Bestand der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) waren am Stichtag 31. März 2022 nicht genutzt […] Damit steht mittlerweile jede sechste bundeseigene Wohnung leer. Besonders eklatant ist der Leerstand in Nordrhein-Westfalen mit 2204 ungenutzten Wohneinheiten […] „Diese Wohnungen weisen entweder erhebliche Mängel auf, haben einen großen Sanierungsbedarf oder sind noch nicht nutzbar, weil beispielsweise notwendiges Planungsrecht fehlt.“

[Archivversjon]

Ich kenne ja eine menge leute, die sofort in eine wohnung einziehen würden, die „großen sanierungsbedarf“ hat, wenn man nur die miete bezahlen kann…

Gefährlicher zerfall des tages

Das scheißihmezentrum in hannover-linden mag eine ruine sein, aber da fallen einem wenigstens noch keine steine auf dem kopf. Mitten in der hannöverschen innenstadt sieht das schon ganz anders aus:

Nach bisherigen Erkenntnissen informierten Zeugen gegen 00:45 Uhr die Polizei und die Feuerwehr über ein Betonstück in Größe eines Backsteins (20-30 Zentimeter), das offensichtlich von dem ehemaligen Fernmeldeturm an der Hamburger Allee, auch als „VW-Turm“ oder „Telemoritz“ bekannt, auf die Straße herabgefallen und in mehrere Teile zersprungen war. Der Stein verfehlte sie nur knapp. Sie blieben unverletzt. Daraufhin leiteten die Polizei und Berufsfeuerwehr Hannover umfangreiche Sperrmaßnahmen ein.

Zur Ursachenforschung wurde ein Höhenkletterer und zertifizierter Gutachter mit einer Drohne hinzugezogen. Dabei stellte er fest, dass ein Betonstück in etwa 70 Meter Höhe aus einer der Plattformen herausgebrochen war. Der Gutachter wird nun die Sicherheit des restlichen Gesteins überprüfen

Wenn man aus siebzig meter höhe ein betonstück von der größe eines backsteins auf den kopf kriegt, wird der sarg vor der beisetzung besser nicht noch einmal zum abschiednehmen geöffnet…

Hey, Lars Windhorst, du investor vom #ihmezentrum!

Hach, was habe ich im februar gelacht, als ich in der hannöverschen lügenpresse gelesen habe, dass du dich endlich mal um diese durchtunnelung zur blumenauer straße kümmerst, von der mir da seit zwei verdammten scheißjahren eine lustige architekturzeichnung mit bundesadler und liebe zum kwartier erzählen will. Nur gebaut wurde halt nix, ist ja das ihmezentrum, so ein toller bau voll toller visjonen, toll wie aus dem tollhaus.

Aber hej, jetzt hast du ja endlich angefangen mit der durchtunnelung. Du hast da nämlich ein tolles schild vor dieser dämmrigen gruselgasse durch den zerfall des sockelgeschosses aufhängen lassen, damit man auch sieht, dass da fußgänger und radfahrer durchkönnen und wer von denen da jetzt auf welcher seite durchsoll:

Ein neues blaues schild prangt über der gruselgasse: auf der linken seite mit verkehrszeichenpiktogramm für einen fußweg, auf der rechten seite mit verkehrszeichenpiktogramm für einen radweg

Ich hätte nie geglaubt, dass ich dort jemals eine spur von tätigkeit sehen würde! Wie, das sieht man gar nicht richtig? Das wäre aber schlecht, weil dann das schild völlig sinnlos wäre. Na gut, hier noch einmal ein vergrößerter ausschnitt der einfahrt in die gruselgasse — noch mit rotem rahmen drum, damit man auch eine schangse hat, es zu sehen:

Vergrößerter bildausschnitt mit rotem rahmen um das schild, darunter mein text: Schild aufgehängt, Durchtunnelung abgeschlossen!

Und dafür, Lars Windhorst, dafür hast du zwei milljonen scheißøre aus dem bundeshaushalt benötigt? Von denen du schon dreihunderttausend scheißøre für abschreibungen verbrannt hast, bevor auch nur irgendeine tätigkeit sichtbar wurde? Herzlichen glückwunsch, du passt so richtig prächtig zur gesamten geschichte des ihmezentrums! Ich nenne dich nur noch Lars Carlyle. Oder möchtest du lieber Lars Intown heißen? Denn in diese reihe des mit dummen staatsgeld gepämperten betrugs gehörst du gestellt, du Lars, du! 🤮

Fürwahr, ein rasender fortschritt, diese ganze simulierte bautätigkeit, die mit heiteren PRopagandafilmchen und hyperlokalem konstruktivem jornalismus garniert wird. Wenn das so weitergeht, wird der berliner fluchhafen doch noch eher fertig als die brutalistische ruine, die in ihrem zerfall ganz linden beleidigt.

Übrigens: so sah es vor zwölf jahren an der blumenauer straße aus, und so sieht es dort immer noch aus. Zwölf jahre die immer gleichen schamlosen, intelligenzverachtenden widerwärtigen lügen irgendwelcher schmieriger betrüger, mit bäumchen, sönnchen, windrad und vogelhäuschen, also so einem scheißgrünen lügenidyll aus der zukunftswerkstatt, aber auch gern auch mal so richtig grob, dumm und durchschaubar. Und es hat nicht einmal ein bisschen negatives sozjales fiehdbäck in form einer schallenden ohrfeige dafür gegeben. Nein, stattdessen wurden und werden die scheiß-PR-lügen gefressen, von der lokalen scheiß-madsackpresse als ganz was tolles und wie eine richtige nachricht verkauft, und weiterhin wurde und wird diesem ganzen geschmeiß geld in den rachen geworfen, mit dem auch zukunft hätte entstehen können.

Allen genießern wünsche auch weiterhin viel spaß mit der dauerbaustelle, die da seit zwölf jahren gebaut wird. Denn außer der baustelle wird nix gebaut.

Wer weitere PRopagandalügen von Lars Windhorst und seinen preiswerten schergen hören will, lege einfach seine „codkarte“ ein oder drücke den rufknopf. Nein, dieses hässliche und völlig funkzjonslose technikdenkmal aus den siebziger jahren hat auch noch keiner weggeflext. Nicht einmal diese zehn minuten mühe wurden aufgewändet.

DB: deutsche bananenbahn

1936, sagt also Kleber, „kam man im Sommer von Berlin nach Dresden in 1 Stunde 42 Minuten. Der D-Zug damals, gezogen von einer Henschel-Lok BR 61, war 23 Minuten schneller als die heutigen Züge der Deutschen Bahn AG! Auch die Dampfloks der DDR waren auf der Strecke schneller!“ […] Wer jetzt von Hamburg nach Westerland auf Sylt möchte, sagt Kleber, „braucht 36 Minuten länger als 1972, wer von Köln nach Hamburg möchte, sitzt heute 37 Minuten länger im Zug als 1989.“ Der ICE von Aachen nach Brüssel wurde vor neun Jahren mit genau einer Stunde Fahrzeit beworben, heute ist er 74 Minuten unterwegs – falls mal einer fahrplanmäßig durchkommt. 1939, vor genau 80 Jahren also, kam man von Berlin nach Breslau in zweieinhalb Stunden. Und heute? Da braucht man Geduld, gute Bücher, Wein, irgendwas, man hat auf jeden Fall sehr viel Zeit für sich. Die Fahrt dauert doppelt so lang, im schnellsten Fall fünf Stunden 17 Minuten, häufig jedoch über sieben Stunden

Verrottende infrastruktur des tages

Auf der A2 sind am Montag drei Autos beschädigt worden, nachdem sie auf der Autobahn bei Hannover-Herrenhausen in ein etwa zehn Zentimeter tiefes Loch gefahren sind. Nach Angaben der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr war in dem Bereich eine Betonplatte gebrochen […] Das Problem sei auf der Strecke bekannt […]

[Archivversjon]

Auch weiterhin viel spaß mit dem p’litisch gewollten verrottenlassen jeglicher infrastruktur in der BRD. Bis jetzt hat ja die substanz ein paar jahrzehnte so halbwegs gehalten, aber es wird nicht besser…

BRD des tages

Mängel bei der Bahn
Nur jeder fünfte ICE „voll funktionsfähig“

[Archivversjon]

So lange die leute weiterhin die mondpreise für eine fahrkarte bezahlen, so lange wird das auch so bleiben. Privatisierung ist doch geil! Und arbeitsplätze schafft sie auch, und macht zudem alles besser als irgendwelche infrastruktur in staatlicher hand, weil da die göttliche unsichtbare hand des marktes wunder wunder wunder wirkt:

Hinter dem Phänomen „Wagenreihung“ verberge sich ein enormes Problem, sagen Zugbegleiter: Die „Nachtbereitschaften“ auf den Bahnhöfen seien nicht mehr ausreichend besetzt, es finde sich also kein Bereitschaftslokführer, der nachts mit dem Zug die nötige Drehfahrt unternimmt, damit der ICE am nächsten Morgen richtig gereiht einfährt

Warum sollte man auch leute für ihre arbeit bezahlen? Das schmälert ja nur den gewinn. Und wer weiß, vielleicht kommt ja bald hartz fünf und die von gelegenheitsdemokraten wie Hubertus Heil (scheiß-SPD) herbeigesehnte zwangsarbeit als vermietbare staatssklaven für jene vielen menschen, deren arbeitskraft und lebenszeit in der BRD niemand mehr bezahlen will. Wisst ja, wie diese faschistischen rohrzangengeburten bei der SPD denken: sozjal ist, was arbeit schafft, und von bezahlung für die arbeit ist bei diesen arschlöchern nicht die rede.