Bullshit des tages

Frage: Was ist dieses deutschland, von dem immer alle reden?

Die antwort gibt Dorothee Bär, CSU, staatsministerin für digitalisierung im gegenwärtigen gruselkabinett Merkel:

Fiepser von @DoroBaer, verifizierter äkkaunt, vom 2. august 2018, 11:31 uhr: Deutschland ist heute ein BlockchainHub. Jetzt müssen wir darauf achten, dass unsere Regulierung den Einsatz von Blockchains nicht ausbremst. Tokens als Wertpapiere einzuordnen, würde die Innovation der Blockchain Entwicklung in D stark beschränken #blockchain

Aha, dieses deutschland ist also ein netzwerk unabhängiger blockchain-aktivitätszentren (um blockchain hub mal kurz in worte zu kleiden, die allgemein verständlicher sind). Und zwar nicht gestern, als es noch raum für menschen war, sondern heute. Und morgen wird sicherlich von frau Bär aus der CSU die frage geklärt, wie viele blockchains in ein flugtaxi passen.

via @tux@pod.geraspora.de.

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Hadmut Danisch des tages

Ein (Zeitungs-)Verlag behauptet, dass (Wissenschafts-)Verlage Betrüger sind, obwohl er ähnlich gearbeitet hat

Und weils so schön ist, gleich noch ein anderes zitat aus einer anderen webseit:

Ist der Beitrag von Eckert und Hornung eigentlich Peer reviewed oder kann bei der Tagesschau jeder schreiben, was er will, ohne dass die Qualität dessen, was geschrieben wurde, geprüft wird oder gar die Folgen?

Nachtrag, 20.7., 1:15 Uhr:

„Fake Science“
Dieser Begriff kann der Wissenschaft nur schaden

Nein, herr Kalkhofe, das stimmt nicht

Die großen Sender haben ihr Publikum jahrelang nicht gut behandelt – und das zahlt sich jetzt zurück. Die Zuschauer wechseln zu den Streamingdiensten. Das heißt, die Fernsehanstalten müssen sich jetzt besinnen und anfangen, auch inhaltlich anders zu denken

[Link geht auf eine webseit des springerverlages]

Klar, dass die BRD-fernsehanstalten offen die intelligenz ihrer zuschauer verachten, das stimmt. Aber dass sie sich besinnen müssen und etwas anders machen müssen, das stimmt nicht, denn die rundfunkgebühr kommt ja auch rein, wenn niemand mehr diesen selbstbezüglich-dummen scheißdreck anschaut. Ich bin mir sicher, dass es in den nächsten zwanzig jahren nicht besser, sondern immer nur noch schlimmer wird. Eher wird es echte kwalität bei astro-TV geben, als dass aus den ARD-anstalten und aus dem scheiß-ZDF ein programm kommt, dass auch nur zu zehn prozent geistverträglich ist.

Spocht ist gesund… nicht!

Die Fragen zu den gesundheitlichen Folgen des Dopings werden in großen Teilen des Sportjournalismus und auch bei vielen Verbänden nicht mit der notwendigen Ernsthaftigkeit diskutiert. Diese Fragen geraten in der Event- und Entertainment-Fokussierung des Spitzensports völlig in den Hintergrund, dabei berühren sie seinen Wesenskern. Das ist schon ganz lange besorgniserregend. Denn: Wie kann man einen Sport akzeptieren, wenn er Menschen krank macht? Es ist ja längst kein Geheimnis mehr, dass es auch im Fußball mutmaßliche Opfer des Dopings oder des ungehemmten Medikamentenmissbrauchs gegeben hat und immer noch gibt

Hajo Seppelt

Ich wünsche auch weiterhin viel spaß damit, diesen wahnsinn über die rundfunkgebühr indirekt mit geld, geld und geld aufzupumpen!

Smartdingens des tages

Beim Test haben wir uns zwar im Wegfindungsmodus verlaufen, sind von den sonstigen Navigationsoptionen aber begeistert

[…] Nach einer knappen Stunde Joggen reicht es mir und meinem Hund Gino eigentlich und wir möchten nach Hause. Blöderweise zeigt der blaue Pfeil auf der Sport-Smartwatch Fenix 5 Plus von Garmin unbeirrt in die gefühlt falsche Richtung – also traben wir weiter ins Nirgendwo, das ist ja schließlich ein Test. Nach weiteren 20 Minuten brechen wir aber doch ab. Zum Glück befinden wir uns in einer Gegend, die wir kennen – sonst hätten wir jetzt ein Problem

Bwahahahaha! Wer wäre da nicht begeistert!!!1!

Fefe über S/M

Ich selbst mache ja nichts mit Twitter, aber es gibt diverse 3rd Party Bots, die meinen RSS-Feed auf Twitter weiterverbreiten. Gegen meinen Willen übrigens. Ich finde die Idee furchtbar, dass Leute möglicherweise durch die Präsenz meiner Inhalte auf Schweine-Plattformen wie Twitter oder Facebook verbleiben. Mir wäre es viel lieber, wenn alle Leute, die meine Texte auf Twitter oder Facebook lesen, ihre Accounts dort zumachen und sich einen RSS-Reader installieren oder das Blog im Browser lesen würden

BRD-regierungszitat des tages

Stephan Mayer, CSU, parlamentarisches staatssekret im bummsheimatmuseum, so:

„Transitzentren sind keine Gefängnisse“, sagte der CSU-Politiker der „Bild“-Zeitung. „In den Zentren kann sich jeder frei bewegen, raus darf aber niemand.“

Archivversjon der tagesschau-meldung, zitat via @playground@pod.geraspora.de

Fefe des tages

Damit wäre eine Linksammlung wie dieses Blog natürlich tot. Ich mag euch und mein Blog, aber ich werde nicht irgendwelche Verleger für das Privileg bezahlen, kostenlos für ihre Inhalte Werbung machen zu dürfen. Die haben ja wohl ne Macke!

Ich bin langsam überzeugt, dass die Verlage alle pleite gehen müssen, und zwar so richtig mit Wucht und ganz vielen Arbeitslosen, bis hier wieder was besser werden kann. Also, liebe Verlage. Wenn es euch nichts ausmacht: Beeilt euch ein bisschen

Archivversjon

Nachtrag: Fefe führt mal ein bisschen weiter aus und kwasselt auch ein kleines bisschen vorschnell… aber ich kanns verstehen. Der keks ist gegessen. Das unrechtsgesetz ist so gut wie durch.

Und nun zum spocht

Wir bekommen wieder ein riesiges Ausmaß an Anschleimeritis vorgesetzt. Es gibt so etwas wie Sport-Journalismus im Fernsehen nicht mehr. Den hat es mal gegeben. ZDF-Reporter Harry Valerien hat sich bei der WM 1982 erdreistet, Paul Breitner zu sagen, so könne man nicht mit Journalisten umgehen. Breitner müsse sich auch Kritik gefallen lassen. Heute gibt es keine Kritik mehr. Als Mehmet Scholl 2012 während der EM zu dem wunderbaren Bild griff, er sorge sich darum, ob man Mario Gomez mal wenden müsse, weil er sich sonst wundlege, war die Entrüstung groß. Das ist grotesk. Was heute im Fernsehen verlangt wird, ist ein Gefolgschafts-Journalismus, ein Jubelpersertum, das sich in den Dienst der Sache, also der Mannschaft stellt. Denn das sind ja „Wir“. Es ist das große „Wir“, das über allem schwebt. Es wird auf alles eine große, grelle Sprachtapete geklebt, um Fußball und Sport allgemein als nationalistisch bewegendes Ereignis zu inszenieren

Jürgen Roth im interwjuh mit der süddeutschen zeitung zur sprache des gegenwärtigen fußball-jornalismus in presse und glotze — leider ist die kwelle für dieses zitat wegen des gegenwärtigen kwalitätsjornalistischen erzwingens unsicherer und gefährlicher brausereinstellungen nicht für jeden web-nutzer lesbar.

Guhgell des tages

Guhgell so: dieses „don’t be evil“ haben wir ja längst aus unseren blendetexten rausgestrichen, also brauchen wir überhaupt keine zurückhaltung mehr an den tag zu legen und patentieren mal algoritmen, die gemeinfrei sind. Fefe hat da ausnahmsweise mal einen ton gefunden, dem ich für weitgehend angemessen, wenn auch ein wenig zu zurückhaltend-diplomatisch formuliert halte:

Sorry, Google, aber von allen Arschloch-Moves auf der Welt ist das einer der ganz, GANZ großen. Das ist noch drei Größenordnungen arschlochiger als die Daten der Welt sammeln und für Werbe-Targeting verwenden. Euer Ruf ist jetzt so verschlissen, das kriegt ihr nie wieder repariert.

Hadmut Danisch des tages

Auf der einen Seite will man von den zwei Geschlechtern und „Geschlechterstereotypen“ weg, jeder soll sein Geschlecht ändern und beliebig kombinieren können, unter 4000 Geschlechtern geht gar nichts. Niemand soll sich auf ein Geschlecht festlegen müssen. Alles, was irgendwie auf eine Zuordnung hinausläuft, wird als „sexistisch“ abgelehnt. Nur keine hellblaue oder rosa Kleidung. Nichts, was einen als Mann oder Frau erkennbar machen könnte.

Politisch macht man aber das Gegenteil. Da teilt man die Welt ganz strikt in zwei „Geschlechter“ ein, links und rechts. Und man will die Leute unbedingt sofort brandmarken und in rechts-links, oder eben noch Parteien einteilen und „stereotypisieren“. Jeder soll sofort erkennbar sein und sich bekennen.

Zitat des tages (nebst offenen kurzbrief)

Es ist gefährlich, in einer Welt zu leben, wo die Behörden, wo die Politik die Bürger und die Öffentlichkeit dreist belügen

Frank Überall, obermotz des deutschen jornalistenverbandes [archivversjon]

Werter herr Überall,

es wäre weit weniger gefährlich, in einer solchen welt zu leben, wenn nicht die beflissenen speichellecker der behörden und p’litiker, die so genannten „jornalisten“, derartige dreiste lügen immer wieder ihren lesern, zuhörern und zuschauern als wahrheit verkauften und alles andere als fäjhknjuhs bezeichneten. Mit den dreisten lügen der BRD-p’litmafia gehen sie und ihre kollegen jeden verdammten tag so vor, völlig ohne selbstreflexjon und ohne die spur einer hinterfragung.

Wenn sie, herr Überall, mit einem finger auf die p’litik weisen, deuten drei finger auf sie selbst und den gesamten scheißjornalismus zurück.

Denken sie mal darüber nach, sie jornalist, sie!

Ihr ihren bullschitt „genießender“
Elias

Zitat des tages

Weidel sprach dabei von „Kopftuchmädchen, Messermännern und sonstigen Taugenichtsen.“ Das war klug, das war sehr klug, denn die gewählten Substantive trafen genau das, was als dumpfe Mischung dazu geeignet ist, ein Feindbild zu schaffen, das es in sich hat. Es ist genderdiffamierend, es ist rassistisch und es ist antisolidarisch. Das ist ein Design, das wir seit den Nazis so kennen. Damit spielt man nicht. Und wer damit spielt, dem muss das Handwerk gelegt werden – politisch, wirtschaftlich und strafrechtlich. Brandfackeln wie Alice Weidel einfach weiter so flackern zu lassen mit dem Verweis auf demokratische Rechte, ist so, als ermunterte man sie nur dazu, weiter mit dem Ölkännchen auf Tournee zu gehen.

Aber machen wir uns nichts vor. Das ist die eine Seite, die besorgen muss. Die andere ist die, sich einer Politik hinzugeben, die sich als moralisch überlegen und alternativlos wähnt, obwohl sie voller Unzulänglichkeiten ist. Zu vieles ist in den letzten Jahren nicht mehr erklärt worden, zu vieles strotzt voller Widersprüche, als dass sich nicht zunehmend viele Menschen als Opfer einer Machtarroganz fühlen, derer sie überdrüssig sind

Kwelle: „Neue Debatte: Es sollte sich nicht wiederholen