DB: deutsche bananenbahn

1936, sagt also Kleber, „kam man im Sommer von Berlin nach Dresden in 1 Stunde 42 Minuten. Der D-Zug damals, gezogen von einer Henschel-Lok BR 61, war 23 Minuten schneller als die heutigen Züge der Deutschen Bahn AG! Auch die Dampfloks der DDR waren auf der Strecke schneller!“ […] Wer jetzt von Hamburg nach Westerland auf Sylt möchte, sagt Kleber, „braucht 36 Minuten länger als 1972, wer von Köln nach Hamburg möchte, sitzt heute 37 Minuten länger im Zug als 1989.“ Der ICE von Aachen nach Brüssel wurde vor neun Jahren mit genau einer Stunde Fahrzeit beworben, heute ist er 74 Minuten unterwegs – falls mal einer fahrplanmäßig durchkommt. 1939, vor genau 80 Jahren also, kam man von Berlin nach Breslau in zweieinhalb Stunden. Und heute? Da braucht man Geduld, gute Bücher, Wein, irgendwas, man hat auf jeden Fall sehr viel Zeit für sich. Die Fahrt dauert doppelt so lang, im schnellsten Fall fünf Stunden 17 Minuten, häufig jedoch über sieben Stunden

Transsternchen und kwalitätspresse

Jetzt reicht es aber endgültig mit dem sprachesoterischen Quatsch. Wie soll ich meinen Eltern, die beide über 90 Jahre alt sind und den „Tagesspiegel“ abonniert haben, diese Sprache erklären? Ist trans jetzt ein Adjektiv? Und Sternchen in Wörtern? Da drehen sich doch alle deutschen Schriftsteller von Rang und Namen im Grabe um (ich kenne keine lebenden deutschen Schriftsteller, die mir etwas sagen können, was mich interessierte)

Genau so müsst ihr weitermachen bei der scheißpresse: einfach eure scheißtexte in irgendeiner kwatschfeministisch verblendeten kunstsprache aus irgendeiner sozjologenhölle verfassen! Das wird die pressekrise beenden! Das wirkt überhaupt nicht nach propaganda und leserbestupsung! Ganz bestimmt! Müsst ihr nur ganz feste dran glauben! 🧚

Schade, dass das pressesterben immer noch viel zu langsam geht!

Stirb, scheißpresse, stirb! Verrecke, verleger, verrecke!

Standortvorteil

Der sächsische DGB-Vorsitzende Markus Schlimbach erklärt die Schlusslichtposition Sachsens so: „Das ist staatlich gewollte Niedriglohnpolitik, die in Sachsen besonders lange betrieben wurde. Die haben hier ja jahrelang Unternehmen mit niedrigen Löhnen angelockt.“ Begonnen hat das unter dem Westler Kurt Biedenkopf (CDU), der von 1990 bis 2002 Ministerpräsident des Freistaates war. Auch seine Nachfolger hielten an der Billiglohnpolitik fest, die angeblich einen Standortvorteil darstelle. So formulierte die Sachsen-Union noch 2004 in ihrem Wahlprogramm als Ziel die „weitergehende Entfesselung des Arbeitsmarktes von starren Regulierungen“. Und befand: „Das bislang geltende System des Flächentarifabschlusses ist auf den Prüfstand zu stellen.“

Nur für den fall, dass sich jemand fragt, warum viele menschen in saxen die CSPDUFDPGRÜNETC unwählbar finden, dass es mich nicht wundert, wenn es da demnächst keine koalizjonsmöglichkeit ohne AFD oder linke mehr gibt. Es ist nicht nur ein ruck nach rechts, es ist auch eine flucht vor korrupten arschlöchern aus der p’litik, die sich gegenüber denen, die sie wählen sollen, wie feinde aufführen. Und nein, das ist nicht einfach so in zehn, zwanzig jahren wieder vergessen. Dort wurden lebensentwürfe von menschen kaputtgemacht, unwiderbringlich zerstört. Willkommen in der wirtschaftskonformen demokratie (A. Merkel)!

Und übrigens: saxen ist dem rest der BRD nur vorausgegangen. Und die arschlöcher kapieren es immer noch nicht. Aber diese arschlöcher haben ja noch nicht mal kapiert, dass eine hundert-prozent-sankzjon gegen hartz-IV-empfänger grundgesetzwidrig ist, so dass es ihnen erst mal die karlshure in der roten robe erklären musste. 😦

🍌 Bananistan des tages 🍌

Nach Auskunft des Zeugen nahm die Banken- und Beraterlobby inklusive seiner Kanzlei erheblich Einfluss auf das Steuergesetz von 2007. Es sei ihnen gelungen, den Gesetzestext so verfassen zu lassen, dass er die Teilverlagerung der Deals ins Ausland ermöglicht habe – und dass danach der Fiskus trotz Gesetzesänderung weiterhin mehrfach Steuern erstattete. Nach intensiver Lobbyarbeit sei das Gesetz genau so übernommen worden wie von den „Cum-Ex“-Akteuren gewünscht – „eins zu eins, ohne dass ein Komma geändert wurde“, sagte der Zeuge

Danke!

Haben Medien nicht auch die Aufgabe, die Dinge beim Namen zu nennen? Erdoğan nennt es „Militäroperation Friedensquell“, die deutschen Medien sprechen vom „türkischen Militäreinsatz“ oder nennen es „türkische Militäroffensive“. Beide Begriffe jedoch neutralisieren einen wichtigen Aspekt, der sich am besten in dem Vers von Matthias Claudius aus dem Jahre 1778 wiedergeben lässt: „’s ist Krieg! ’s ist Krieg!“

Die sich nicht schämen können…

…unsere ganzen in presse und glotze hochverehrten geldsäcke, herrenmenschen und parlament-arier:

Bei „normalen“ Menschen ist mittlerweile das Phänomen der Flugscham verbreitet. Wer einmal im Jahr in den Urlaub fliegt, ringt mit seinem Gewissen — um des Klimas willen. Für Politiker und Wirtschaftslenker ist Scham jedoch offenbar eine unbekannte Gefühlsregung. Sie halten sich für so wichtig, dass sie hemmungslos um die Welt jetten dürfen. Zunehmend auch in Privatjets. Und absurderweise auch zu Klimakonferenzen

🎯

Extinction rebellion

(Welcher hirnfickende reklame- oder propagandaaffe kann da eigentlich mal wieder weniger deutsch, als er englisch spricht? Eine aussterberebelljon? Na, dann fangt mal an mit dem aussterben! 🤦)

[…] stellt nicht die Machtfrage, bewirkt nichts für das Klima […] hat keine blassen Schimmer von kapitalistischer Ökonomie der ihr innewohnenden Gesetze, ist also nur ein reaktionärer Lifestyle-Scheiß

Fefe des tages

Eine Sache haben Fridays for Future geschafft: In Deutschland hängt gerade stark vermehrt Greenwashing-Werbung aus. Die Bahn hat ihre Bahnhöfe geradezu mit „wir sind ja so umweltschonend“-Werbung tapeziert. Andere Firmen sind nachgezogen. Ich fuhr vorhin im Zug an einer Müllverbrennungsanlage vorbei, wo sie am Schlot ein fettes Transparent angebracht haben, dass sie ja seit 50 Jahren Umweltschutz betreiben, weil sie mit dem brennenden Müll Strom erzeugen / Fernwärme verkaufen […] Und darüber ragte so der Schlot in den Himmel

Die digitalisierer

Das, was unter dem Begriff der Digitalisierung transportiert wird, ist zum großen Teil zum Schaudern und bringt in keiner Weise weiter. Die plattesten Vertreter der technologischen Epoche sind am schnellsten zu demaskieren: Ihnen schwebt eine Herrschaft der Algorithmen über das lohnabhängige Objekt Mensch an. Dass die Gewerkschaften in diesem Kontext nicht aufmerksamer sind, beschreibt den Zustand politischer Tristesse